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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1856-05-19 · Heft 21 (19.5.1856) · p. Seite 282

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
20 (1856)
Issue
Heft 21 (19.5.1856)
Date
1856-05-19
Page
Seite 282 (sequence 6)
Language
German
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Aufsehenals; die Angelegenheit deS Assessors Kaiser, -einesIsraeliten.^ Demselben wurdet im- Winter ohne Weiteres gestattet, sein juridisches Affefsorats: - Eramen -zu ümachen, -und: -wurde er/ials /Assessor; im.offieiellen Justiz- Ministerialblatjesproelamirt. : Der Herr Justizminister gah i ihm o nun eine - Anweisung; •: an das Kammergerichtum als Assessor regelmäßig, -jedoch j nicht/in Dingen, wobei ein christlicher Eid zu leisten- und./inEhescheidungssachen-i. beschäftigt zu: werden. j >Der> Kammergerichts-Director s hingegen .: lehnte sich l wider diese- Anweisung! - auf,: und es: entstand nun ein intereffqnter-. längerer.'Schriftwechsel: zwischen dem Justizministerium- -und der Kammergerichtsdirection, die damit endigte) , daß der Assessor Kaiser allerdings vom und - beim Gerichte besch äftigt.- wurd e,-jedoch mit dem Eröffnen,- daß-ihm hiermit ein Anrecht auf ein -regelmäßiges-Amt -nicht eingeräumttwürde. Man kann-bei dem? Vorgänge nicht'anders-, als die Gerechtigkeitsliebe l des ■ Herrn:Justizministers, -so wir die-.besonnene Beharrlichkeit.-des-. Assessors Kaiser l als preiSwürdig? loben. -Jndeß ist? es nur das Ende! des Anfangs - da der igegebene Endbescheid: doch nur! die -Natur einest wiÜkürlichen? /,bis.- hieher und nicht j weiter" hatso daß die Konsequenz im weiteren Fort-! gang zur-Zeit zur Sprache kommen muß. - Man wird; sich, übrigens erinnern, daß.Herr Gerlach schon im' - Cymmissionsbericht über den Wagener'schen Antrag die- ) sen Vorgang herzlich: bejammerte.?? - - : . y.i| O e st eir eich i sch er K a L se r st a a L j BeMchau (in Böhmen)) im April: hWvat-j mitth.)'' ' Am 18. M. verlfeß uNser Religionsj und Oberlehrer, Herr JakobDisner, .unsere Ge-! meinde: um seinen.'.neuen Posten an der Stuhlweißenbürger. Schule anzutreten. Während seines siebenjährlgen Wirkens allhiet, hat.er sich üm die Gemeinde undJ Schule sehr deroieU gemacht. ' Durch ‘ seifte Mrtwirküng' wurde diese zur öffentlichen und zm Bluthe eich oben.! Dadürch 'hftt er sich; auch die allgemeinste \ Zufriedenheit: erworbeft, die 'M' besimders. hei^seinrm l Abschiede kund gab. Der größte Scheit 'der'GeÄetnj deglieder begleitete ihn und kein Auge blieb trocken.! '' K. j Lemberg, l. Mn.? (Pndatmitth.) Es ist dem! -geehrten Leser vieMcht nicht; unbekannt, haßt während ch.erhketztenrCholWMe.it mnser/after- Frichhofvgn/Seiten \ der Behörden•> gesperrt < und anstatt deffelbeN .üüf entgegengesetzter . Stadtseite ein: geräumiger - -Steinbruch zum --nämlichen-iBehufe - abgetreten? wurde.''? DüNaber dieftr?. bedeutende -Raum uftei .dasteht -und einerEmfriedigung? bedarf, so hat der-löbliche -israelitische. Ge- Meindevorstand/ eine Kollerte : veranstaltet, und kstch-dachei nicht unbedeutend - betheiligt. -nSo .hat Mned-.deuselben- )Herr< Samuel-Kohn, die' -Erbauüng i eines' sogenannten Ohels? subscribirt. mit dem Versprechen,!-daß dies vollkommen zweckentsprechend-und zeitgemäß, ganz .aüfseine eigenen. Kosten.geschehen? soll, -wöraufdedeu- .tende: Subscriptionen ffplgtm,. undnun> der Vau-sowohl- -der. Umfriedigung als des. Ohels. - in -Bälde -zu hoffen -stehtt rMi», Mihi i - r\ Nun i hat ein .hiesiges.' Individuum unsetes-! GlaubmS- Herr -Lazar-Ephraim? Wirel):, einen SynagogeN- ,.und: SiechenhäUSbau. auf idem Leichenhofräume-?! aüS leigenett. -Mitteln. subscribirt - i deren Kystenüberschlag üust-circa-8000 Ftr? E.-M. hinaufsteigt, j und 'hak dereits. so - viel MaterialbhinausgeschafftdaßMir? am -28.-v. M. die Wende hatten- -der feierlichen Grundsteinlegung -beizuwohnen) - bei -welcher r die -Hekrew? I. Saul- Nathanson)- Jacob Jüttesbund Wolf Blümenfeld schöne,-paffende Reden?hielten.-und -Gesänge;Ms- .geführt wurden. -Der Feierlichkeit wohnten auch--die Behörden bei. - -? - - -? Joseph-'Kohn. -u-r nub r.i.i'A) V:Y'i -! Äuö Osterungarn, im Februare i - (PrivaMitth. Verspätet.) n.M wurde , jüngst in diesen i geschätzten Blärtern -eine: Verordnung der hohen? Regierung mitgetheilt:- „wonach in den jüdischen Gemeindew nur -solche-.Individuenals; Lehrer ünzüstellen sind/ welche durch vorausgegangene -'Staatsprüfungen -ihre pädagogische? Befähigung an den Tag 'legten-? und solches durch -sgeeignete -Atteste documentiren können^"E?! - r -Diese Verordnung scheint aus gewissem Gesichtspunkte Äberflüsflg zu stinb bDie diesländisthew Gemeinden' pflegen? 'in? dieser Beziehung, des Guten zu viei-zuüHun^ und werden in den dilzartig!?aufschießenden Zeitungsinsernten von -so manchen -k.leinen, unbekannten? ^Landgemeinden?. an - den -mit 2 300-" Fl^. nnzustellenden-h Lchrer Anforderungen gestellt-- -und? ein Register-'von Zeugnissen verlangt, welche? füreinen .Professor - der Philologie und - Linguistik -c. der Dhrolo.gies.uNdbfchönen Künste an einer deutschen Mnivetfität?hinreichen -würdem b? n, i? Ersprießlicher wäre vielleicht eine Verordnung, Wp-

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