Mannheim
Compact Memory

Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1856-04-21 · Heft 17 (21.4.1856) · p. Seite 224

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
20 (1856)
Issue
Heft 17 (21.4.1856)
Date
1856-04-21
Page
Seite 224 (sequence 2)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
89% known words query
IRI
…/3224737-3225985-3226003--15287-3244071
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

224 m halte diese für das heute noch auserwahlte Volk, aber vor Mrz^K in hiesigen Synagoge abgeschafft worden**) und die orthodoren Juden in Mecklenburg haben gegen ihre Betheili-?, - z M M cher durch Kenntnisse, Erfahrung, Eifer u. s. f. der befähigtste in de^^Aemeinde ist, die Angelegenheiten ^rfefben KMtznDs RM OGMoGhI hört^BchVi^Ohrast AWchHhlWuK chhtiK MsM sobald — eine Auom^ähme constatirt wirdT'^st W wahr, daß Niemand das Recht hat, so hat auch der gung am Staatsleben protestirt**?)^ -.Der den Sabbath hält, kann nicht Äeamt^ Wn. Deshalb mögen Sie^nicht gegen die Bestimmung votiren, daß das christliche Bekenntniß nothwendig fei für die Wahl zum Gemeindevorsteher! ' tWir haben zu dieser Reve^nichMzw- LemÄkeWUs,k« wenn^Herr W. damit anfängt: „Die Frage ist hier, ob Preußen ein christlicher Staat sein soll oder, nichts, und die Mehrheit des HauseS stimmt gegen die Regierungsvorlage,, sie demnach.auch gegen jenen Satz gestimmt hat. ' Stebact.); > /' Gr. Schwerin, Die Rede gehörte zur Debatte über Art. 12. der Verf.-Urkunde: da dieser Artikel noch besteht, handelt eS sich heute nicht um eine Kritik der Ansichten des! Herrn Vorredners/sondern einfach, darum-- ob die hier vorliegende. Bestimmung mit Art. 12: verträglich ist oder nicht. . Und dies ist unbestritten'nicht der Fall. Der Minister tdeS 3nnerm Die vorliegende Bestimmung steht mit Art. 12. der Verf.-Urk. nicht im Widerspruche. Ein R ech t, Ortsvorsteher zu werden) hat Niemand. : Die Verfassung und das Gesetz bestimmen über die Befähigung zu .Staatsämtern, die bestehenden Gesetze also so gut wie die zukünftigen unddie bestehenden lassen keinen-Zweifel über die Bedingungen der- Wahlfähigkeit zum Ortsvorsteheri Wenn , also auch die Bestimmung hier dicht äüsdrucklich ausgenommen wird, so besteht sie doch, -Don diesem Standpunkte aus habe ich auch gegen das Amendement Heyse nichts einzuwenden. — ^n-'- '■; Die - große Mehrheit des- Hauses nimmt das Amendement Heyse an. ■ ..v; . Die Rede: deS Ministers ist' dieselbe, wie bei allen Gelegenheiten, -wo eS sich um die Gewissensfreiheit handelt. - Dieses Mal bietet sie aber ganz besondere Schwächen:; Zuerst - die Frage: „Ein N e ch t, Ortsvorsteher zu werden/hat Niemand"-— wir wollen nicht einmal geltend wachen, daß al.lerdings der Gemeindebürger,-wel- '*)/Welche sind dies? /' Redact. / **) Herr W. versteht einen Deut hiervon, die abgefchafften Gebete sind ein Paar Jözroth. Redact. *°**) Wo haben sie die dies gerhan? Die „frommen" Männer unter den christlichen Rednern sind nicht immer die in den Thatsachen ganz genauen! Redact. Christ als solcher. das Recht, nichts Saget Ihr also: der i Jude hüV^iH t^dasEeW fck IschrÄÄrWem Nicht- Juden daS Recht zu, und die Phrase ist unrichtig. Ferner: "die bestehenden Gesetze sollen gegen die neuen, eben On^dertWMthuNM und: Beschließung befindlichen Gesetze Geltung haben: wozu».werden sie denn gemacht? Hier ist doch rein. ^Specialgesetz, in welchem das Gesetz jene die Juden ausschließende Bestimmung nicht haben soll, so muß es doch selbst g e g e n das Wsetz vonIHeilung haben! u- So führt > der einmas< begangene / Syllogismus in immer'neue Hinein! Redact. - ' -!l L onV ostji iv/Wpril. Die. Ktxeichüng deff Die Times enthält als ^wei,SpMe^'käsiges Inserat einen von .56 'ßglürgern'’d^.)ßijy/..un,terzfHnW..EWftuf an die Wähler des ^vereinigten Königreichs, in. welchem dieselben saufgefordert werden,- Kp die-Jude^-;EMnMntion zu wirken. Namentlich wird ihre Aufmerksamkeit auf einen Bericht, des „Londoner liberalen. Registrations- Vereins" gelenkt, welcher'sich mit der rechtlichen Stellung der Juden in Bezug auf die parlamentarische Vertretung der City beschäftigt. ' Dieser dvn dtnr Präsidenten des erwähnten V.ereins^.. H., % Pr^scott, unter^ichnete Bericht enthält einest kurzen geschichtlichen Ueberblich über die Emancipationsbestrebungew in England.seit -183-0 . i Er erwähnt, wiem dem: gedachten Jahre im Parlament PMivsten zst Gunsten der: Juden - Emancipation- und- -zwär-stm^ Unters hause von Huskisson/ im Oberhaüse-von- LordiBerley/ eingereicht, worden-seien,-und wie die erste Lesung einer Bill zum Zwecke, die rechtliche Stellung der Juden. Hü derbes fern',, mit' einer Majorität-von ^18^Stimmen auch der jetzige Lord Derby stimmte 'ffürd^Bill^MMMerhaust beschlössen, wotden sei. Im Jahre 1833' -4-wir rfühnü noch einige Data aus dem Berichte-an ging eiste ähnliche: Bill, - der auch die Minister: ihre Unterstützung' angedeihest ließen , mit einer-Majorität von 137> Stichmett durch. Eine ähnliche Erscheinung - wiederhdltessich im folgenden Jahre mit: -einer-! Jewish- Disabili'ties stkelief-'Bill^

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.