Mannheim
Compact Memory

Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1856-04-14 · Heft 16 (14.4.1856) · p. Seite 216

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
20 (1856)
Issue
Heft 16 (14.4.1856)
Date
1856-04-14
Page
Seite 216 (sequence 8)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
87% known words query
IRI
…/3224737-3225985-3226002--15278-3244061
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

Völler Ehrenpokal überreicht worden war, trat-der treff-. liche-Herr Schulrath . Ritter hervor- und- .Keiner der.' Anwesenden wird leicht den Eindruck vergessen, her. durch: das.,, was nun. geschah, aus Ach hervorgebracht wurde». Seine. Morte waren in der Kürze.-ungefähr folgende: - Bei derseltenen Theilnahmewelche^ die'. Bedeutung Brests -Tages. des so-Vielen-gefunden, -habe, auch Se. Hoheit der Herzog solche gnädigst an den Tag -legen wollen-- indem er. den Jubilar in Anerkennung seiner.50jährigen treuen Amtsführung-zum Herzog lich en Professo r.zu ernennen geruhet habe, und gereiche es ihm (dem vr. R.) zu. einer großen Freude, dem- Jubilar das -hierüber sprechende Dokument zu behändigen. -Auch das Herzogl. Eonflstorium als höchste Schulbehörde des, Landes, habe ihn beauftragt, demselben das anbeierfolgende Glückwunsch- und Anerkennungsschreiben zu überreichen. Dann,, zu dem Ausdruck seinerpersönlichen Gefühle übergehend, sagte. er. wörtlich„Wie sehr ich Sie, mein lieber.Herr Professor, von.jehergeliebt Mp.geschäht habe, das.werden Sie. wohl an.meinem Benehmen durchgefühlt haben^ -auch/ Sie. haben mir stets-Vertrauen - entgegen-, getragen, und ich danke Ihnen, hier öffentlich -dafür" u^/s.. w. . -So schloss dieses Schulfest. - Was dabei geschehen, habe ich.versucht, Ihnen.zu -beschreiben die-Gefühle aber von Alt und Jung, welche dabei laut durch Worte und.still-durch Thränen.-sich offenbarten, -ndiese.Jhnenr.zu beschreiben, werde, ich nicht.unternehmen. , Ich. füge, nur Latz:.elyzige W.o-rt hinzu,, daß in diesem Feste nicht nur dem Verdienste seine Krone ward, sondern daß durch dasselbe.das Judenthum. und.-besonders die Juden Anhalts einen schönen Triumph gefeiertchabens . Kassel, \22. März. - In welcher eigenthümlichen Weise jetzt in Deutschland. Gesetz--und -Rechtgehandhaht - wird, darüber lesen: wir. in dem gedruckten- -Berichte. -der Verfassungsausschüssed e-ruKaur-. mern Mancherlei, iWir -heben Folgendes:.hervor. --: Der. §.; 20. des Verfaffungsgesttzes so. lautend: „Der -Genußderbürgerlichen undstaatsbürgerlichen Rechte - ist, von . dem - christlichen Glaubensbekenntnisse abhängig, vorbehaltlich derjenigen Ausnahmen, welche ssbin'-m MlÄM-öKer Genuß der pMMw WMe G ^onFem^MchG Glaubensbekenntnisse abhängig, vorbehaltlich derjenigen'Ausnahmen -- wesche das Gesetz bestimmt. Die. - Verschiedenheit.des. christlichen Glaubensbekenntnisses.,! hat . auf. den. Genuß der, bürgerlichen.und, politischen, -Rechte keinen Einfluss.", In der Begründung dieses - Antrags Seitens des Ausschusses der zweiten Kami.mer findet fich folgende. Stelle^ „Zn Bezug auf die -beiden, die Wahrung der dtn Israeliten gewähr- - ten politischen -Gleichberechtigung hetreffen-en -Eiyga- - ben der Israeliten zu Kassel und Fulda,-welche demBer- ) faffungSausschuffe - ebenwohl zur -Begutachtung über-, - wiesen, find, bleibt noch anzuführen,- dqßso lange das- \ Gesetz .vom- Lch-.OetMr-.i8S3 in Kraft besteht-/d.etz: - vorliegende §. 2.0. den Israeliten nicht etwa, wirkliche i Rechte entzieht, sonöern nur die verfassungsmäßige Ge? ° währleistung der Gleichberechtigung uufhebj,-d.aß 'es aber im Hinblick auf dasinmittelft erschienen^Gesetz vom 1, December 1Z5Z, die Abänderungen der .Ge- - mein-eordnung, betreffend,, unthuglich -.erschejyt, jene - verfassungsmäßige Garantje,/mitwelcherletztgenannt tes Gesetz in Widerstreit steht., , erneuert-aufzunch-. men." — . - . Also daS Gesetz. vom 29. Oktober ,1833 besteht - M Kraft -- . nichts desto weniger hat. daS Gesetz, vom, - I.-December 1853 den Juden die WahlberechtigWg \ in die .städtischen Behörden/ entzogen ---, nichts desto / weniger erkennen die Ausschüsse die GsgichberechIiguM [der. Juden- .als, gesetzlich-an--—^ nichtsdesto -wemger- - soll dich Gleichberechtigung nicht in der. Verfassung stehen, sondern das Gegevtheil!!! j. /;,■;> | Oesterveichischer Kaiferaaat.; AuL. OLemllgak!l, .2ü.Mäq. kPrivatmittht),. Der verstorbene.- Heine - hatte, yohl Recht,/wenn erimer- - sten Bande, seiner-vermischten Schriften den/Sqtz auft - stellt: „,Die Ausschließungsgesetze gegen die.Judew.stnd.- J eben) so viele Hühneraugen ass den 'großenFüßen deS. - StaatskorperS; mag fich derselbe auch des bestenWohl-- - seins ..erfreuen, er stößt - dennoch bei, jeder Bewegung j an. das, schmerzhafte Hühnerauge an, -aß . ein -Unke-- , hagem den ganzen,Organismus'durchzittertt^ /- Vor -allch.andernAusfchließüUgsgesetzen.-Gr.die Verordnung/unsrer hohen Regierung) welche den! Jü-' dm-den/Ankauf, und/den/'Besitz liegender/Gründe veyi! hietet- .eine/sehr-schwiengs./ Außerdem daß unsrer/Bö^ \ dettcuttur-:welcher so r sehr / der/ GrpitzalSkvast /henöthtgt) \ .ttngett|e4terit rsie-auch

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.