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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1852-11-29 · Heft 49 (29.11.1852) · p. Seite 591

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
16 (1852)
Issue
Heft 49 (29.11.1852)
Date
1852-11-29
Page
Seite 591 (sequence 11)
Language
German
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591 4) Philipp Samuel. Dessen erste Frau war die Schwester des Baron Isaak Lion Goldschmid. Die Tochter diese- Philipp, Karoline genannt, heirathete ihren Vetter Friedrich Goldschmid, Sohn Isaak LionS. 5) Eine Tochter Hanna Samuel, jetzt Missis Salomon Cohen. Deren Tochter heirathete Alderman Salomon, gewesenes Parlamentsmitglied. 6) James, ein Sohn. 7) Esther, jetzt Missis Simon Samuel. Der Name Danis Samuel ist ein sehr bekannter, nicht nur in England, sondern noch mehr in Brasilien und bei Solchen, die sich mit Aufmerksamkeit der jüdischen Tagesgeschichte beflissen haben. Sein Name wurde öfters schon in den Sitzungen des Parlaments erwähnt und knüpft sich daran ein glänzender Akt jüdischer Toleranz und Freigebigkeit. Herr Danis Samuel lebte nämlich viele Jahre als ein reicher und verehrter Mann in Rio Janeiro und war am Hofe Don Pedro's I. als derjenige Mann angesehen, der die finanzielle Stütze des HofeF ausma'che. Don Pedro I. zeichnete Herrn D. Samuel dadurch aus, daß er ihm die Verwaltung seines Privatvermögens übergab und hinterließ'sterbend den Befehl, dass Herr D. S. eS auch für seine Kinder verwalten möchte, was auch geschehen ist. Herr D. S. erhielt von der verwitnveten Kaiserin, Don Pedro's I. Gemahlin, die freundschaftlichsten Zuschriften, und von Don Pedro II. den Kommandeur des de Rosa-Ordens. Während seines Aufenthalts in Rio Janeiro wollten die dort wohnenden Engländer eine englische Kirche bauen. Die erzkatholische Regierung wehrte es und nur durch die Vermittelung des Herrn D. S. wurde es ihnen gestattet. Noch mehr, D. S. gab einen schönen Beitrag dazu und saß im Baukomite. Wo ein wohlthätigeS Werk für Juden unternommen wird, sehen wir Herrn D. S. mit freigebiger Hand beitragen und einige jüdische Lkteratoren kennen ebenfalls die wohlthätige Hand dieses edeln ManneS und, der so ihm Gott Leben und Gesundheit schenkt, eine rechte Stütze jüdischer Literatur in England abgeben wird. sich Auszüge aus den Sentenzwerken ■’buJE und dem unpn bpiü von Joseph Kimchi anschließen. Man ist Herrn Edelmann für die Mühe, die er sich gegeben hat, diese prachtvollen Sentenzen an's Tageslicht zu fördern, den höchsten Dank schuldig und sollte ein jeder Vater seinem Kinde ein solches Buch mit in'S Leben geben. ES gereicht aber auch dem jungen Herrn Samuel zur Ehre und ist es passend, daß ihm, dem angehenden Weltbürger, gerade ein solches Buch dcdizirt ist.- Ec möge der Lehren stets gedenken! Ref.er. So weit über die Nachfolge Schaul Wahls in England. Kehren wir auf eine Minute wieder zurück zu A. Meier, Sohn Schauls, welcher Rabbiner in Brisk war, und erinnern unS, daß er einen Sohn B. Mosche hatte und dieser einen Sohn C. Schaul und geheg dann weiter. Einer dieser Söhne Schauls hieß . ' a) Mosch e. Sohn dieses b) Pinchas, und der Sohn dieses, der Verfasser des y>bTi272 c) Jakob, Rabbiner in Oellingen in Baiern. Dessen Sohn d) Elieser (Leiser in verdorbener jüdischer Aussprache) Rieser, ein anerkannt tüchtiger Gelehrte und Vater des rühmlichst bekannten Dr. Gabr. Rieser in Hamburg und Raph. Rieser in Frankfurt a. M. *) Gcheii wir nun noch einmal zu b) PinchaS, deS öttinger Rabbinen Vater, zurück und erzählen, daß er einen Bruder hatte Namens I. Elieser (vulgo Leiser), der Rabbiner in Bamberg und nachher im Elsaß war. Der Sohn dieses hieß II. Rabbi Naphtali Hirsch Katzellenbogen, Verfasser deS *>bnD3 rcat früher Rabbiner in Frankfurt a. d. O. und nachher Konsistorialrabbi'-des Oberelsaß und starb in Winzenheim bei Kolmar im Elsaß. Dessen Sohn III. * 2) Rabbi Pinchas Katzencllenbogen, gewesener, Rabbiner in Hägenheim im Oberelsaß, ein Mann der hohes Ansehen genoß wegen seiner Tugend und Gelehrsamkeit, verbunden mtt viel lieberaleren Grundsätzen als gewöhnlich seine Kollegen im Elsaß besitzen. Er verstarb sehr früh und hinterlicß eine einzige Tochter Namens Jach ed, Frau des Herrn Leopold Dreifuß in Basel in der Schweiz. Wir übergehen die Stammfolge in Polen,' die uns eine Reihe anerkannt tüchtiger Gelehrten und Autoren vorführen würde. Wir müssen aber den Leser auf das Werkchen selbst verweisen und wünschen nur, daß viele, recht viele solcher Gcschichtswerke. möchten verfaßt werden und daß jeder jüdische'Gelehrte so fleißig und gründlich *) Herr Elieser Rieser hat ebenfalls Auszüge aus dem von seinem Großvater verfaßten Mskrpt. 2)' gegeben , mit Noten, die ihm mündlich überliefert worden sind. Seine Angaben sind niedergelegt in einem Kollektanienbuch in Orford. R es. 2) Von hier an steht die Nachfolge nicht mcbr km Werke selbst, es ist die persönliche Bekanntschaft des Referenten. - . -

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