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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1852-11-08 · Heft 46 (8.11.1852) · p. [Seite]

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
16 (1852)
Issue
Heft 46 (8.11.1852)
Date
1852-11-08
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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xvi. Jahrgang. Allg e m eine No. 48 Ein unparteiisches Organ für alles jüdische Interesse. \ . : . : R e d a k t i o n: - - »r. Ludwig Philippfon, Dr. V. Meyer, ' ri'l : Rabbiner zu Magdeburg. : - « - - verantwortlicher Redakteur:;i ■ ■ ' ' ' , ' Leipzig, den 8. November 1852. " Diese Zeitung erscheint'wöchentlich einmal, Montags, und wird jährlich 78'Bogen in Quart inkl. des Titels, Registers u. s. wi umfaffen.j In G.emäßheit des Zweckes .demselben Pie allgemeinste Verbreitung zu gebenist der Preis äußerst niedrig; mit S Thlr.. für d^n Jahrgang; — 1 Thlr. 15 Ngr. (1 Thlr. 12 gGr.) für sechs Monate — 22'/r Ngr. (IS gGr.) für das Vierteljahr äng'esetzt worden." Alle"Buchhandlungen, Postämter und Aeitungs-Expeditionen nehmen Bestellungen an; der Hauptspedition für beide Letztere " V-:. hat sich die königl. sächs. Ieitungs-^Expedition allhier unterzogen. < ■ W.;i■.i : I M h Ü l t. r-'i .-ü Leitender ÄtntLkelr Noch einmal! . . ■! Zeitirttgsnachrichtent D rutsch land: -Frankfurt a.- M., ■p. Frankfurt a,. M. Kr rußen.: Berlin.., Öesterreichis che r St a i ser st a a i: LLärasdiu, Prcßbur^. Kleine Berichte aus den Gemeinden: aus Kurhessen. Liturgisches: Einiges -aus' der Synagoge zu' Magdeburg. (Fortsetzung.).' . . ’O - ' Leitender Artikel. Magdeburg, 1. November. . Noch einmal! : 1 M. war.eine, lange Zeitin der es' -die-, täglich?' Arb.e.it.,rvqr-'-. -päs; Mechk-ürwicr«-GlauchenSgenaffen auf, bürgerliche Gleichstellung zu!erweisen-Um.fo weniger kann es.: übel/angesehen werden , .wenn-mir -jetzt) wo sie. unS wieder genommen wird, -wiederholt Wer^dre-Art/ wie. wir diesen bedeutunAtzvollen-VoMangs zu,sbetrachM'Nnd^zu-ertragen haben,, uns Auslässen. .- -- y.;; r: - •; .m-.--' - Ein sehr eigenlhüurliches Gefühl^iss es/.sich: um der Nellgion,.willen>-!die^man 6c,Cennt>j unds-diei-eine - vom Staate anerkannte.Religion ist,- von Demselben Staate von höchst wesentlichen -Rechten >ausg.eschloffen W sehen. > Wenn mqn^das- Unglstck^hätte/j einem ReligiynKbekenntniß/ /ehner, fti^es? philosophischen-.:sei eSrellgiösen/MeberzeUgung) an- .zugehLren^; welche -der StäE als ^der bürgerlichen - Gesellschaft/-tzefährlichl erachtet ,«Mr dahepi chm. tzimA: sTerritoriuu^ verbannt^i sd-könnte//man chstrüber-HchIlMt. verwundern, Alan könnte fragen, ob die Voraussetzungen Derjenigen, welche diese Ansicht von dem fraglichen Bekenninistr dem Staate instnuirten, die richtigem waren, aber das Faktum : an sich würde erklärlich sein: Aber hier, wo der Staat-diese Religion in seinem Schooße duldet, seit vielen Jahrhunderten geduldet hat, wo er ihrem Vekenneru alle Wege des bürgerlichen Lebens offen läßtja wo er meist selbst die äußere Organisation dieses: Bekenntnisses in Gemeinden mit seiner Autorität unterstützt/ regelt, aufrecht erhält, daß er da mit scharfem Schwerte ein^chneidet und gewisse, an den Staatsverband allgemein geknüpfte Rechte vorenthält, kann nicht anders als in tiefe Verwunderung versetzen. So lange dies nun altherkömmliche Sitte war, so lange es als ein aus alter Zeit -Ueberkommenes, das der Entwickelung noch nicht gewichenist, -aber weichen wird > erschien, war es immerhin erträglich.,, und mankonnte sich mit der Hoffnung trösten,- - daß, wenn es einmal beseitigt : sein wird, es auf immer dahin sein werde und. nur noch in den Blättern der. Geschichte gefunden werden: könnte. Jetzt :aber, wo eö, einmal gefallen, nach fast öjährigem Geschwundensem, - sich wieder herrichtet/ ünd sostarr und schwer sich .wieder hertichtet, .dass'man gar nicht: absehen kann, wie' weit es greifen werde — jetzt-drückt es wie ein Mp auf. dem Herzen, - wie ein zentnerschweres Joch aufdem Nacken: Und' welche Veranlassung hat man dazu? wo haben-wir: die uns gewordenen vaterländischen Rechte gemißbraucht? wo haben wir Aemter vom Staate erhalten und diese Aemter schmählich entehrt?, wo Lehrstühle in Besitz gehabt und sie durch fal-

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