Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 16 (1852)
- Issue
- Heft 27 (28.6.1852)
- Date
- 1852-06-28
- Page
- Seite 317 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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317 Feder,, israelktischer Ehrentempel. Dinkelsbühl, 1839. Jüdischer Plutarch. Wien, 1848. (1 fl. 15 kr.) Jeschurun. Taschenbuch von Mai e n und F r a n k e n b e r g. Leipzig, 1840. Israelitischer Musenalmanach von vr. Samuel Maier. Wir fügen hinzu: F. v. Uechteritz, die Babylonier in Jerusalem. Dramatisches Gedicht. Düsseldorf, 1836. (1 Thlr.) Lessing's Nathan der Weise. Zschokke's Jonathan Frock. Es ist dies schon eine Sammlung von 40 Banden. Diejenigen Lehrer, welchen nur geringere Mittel zu Gebote stehen, mögen bei theueren Werken sich an die betreffenden Verfasser wenden, welche in der Regel im Stande sind, einen ermäßigten Preis bei den Verlagsbuchhandlungen zu erwirken. Wir unsrerseits sind dazu sehr gern in Betreff unserer Schriften (Saron und Kosmos), und der bei Baumgartner erschienenen Jolowicz' Harfenklänge, Mauer'S Kinderfreund, Sirach in metrischer Form 'bereit. vr. L. Ph. Zeitungsnachrichten. Preußen. Schwerin a. d. Warthe, 14. Juni 1852. (Gingefandte Aufforderung.) Unter dem 1. Oktober 1848 erließ ich eine Aufforderung, durch Beitrage ein Waisenhausfür israelitische Knaben, die in Folge der polnischen Insurrektion 1848 verwaist sind, zu gründen, um sie zu erziehen, und nach dem 14ten Jahre dem Ackerbau- oder Handwerkstande zuzuführem Ich unternahm eine größere Reise für diesen Zweck, und hatte das Glück, namhafte Männer für diesen segensreichen Zweck zu interessiren. Die erhobenen Beiträge wurden an Komite's zu einstweiliger Verwaltung übergeben. t\:T ' Zurückgekehrt, legte ich Plan und Statuten dem königl.Ministerium für landwirthschaftliche.Angelegenheiten vor,'und Erhielt, nachdem ich den Plan so weit ausgedehnt, baff die Anstalt Waisen aller Konfessionen aufnehmen sollte, in einem Ministerialreskript vom 15. September -1850 einen Staatsbeitrag zunächst auf 10 Jahre in Aussicht gestellt. - .? Die darauf folgende Mobilisirung veranlaßte unter dem 16. November ein Reskript, durch welches der Staatsbeitragzurückgenommen wurde. Auf Privatbeiträge allein hingewiesen, erkenne ich die Verwirklichung meines Unternehmens als eine unter den gegebenen Verhältnissen kaum mögliche, und muß mit Schmerz einen Plan fallen lassen, der so segensreichen Erfolg versprochen, Die verehrlichen Komitees werden hiermit ersucht, die bei ihnen niedergelegten Gelder den edlen Gebern wiederum zur Verfügung zu stellen — und wollen die Summen, über welche bis zum 1. August d.. I. nicht bestimmt, zur Hälfte an ihre Stadtarmen vertheilen, die andere Hälfte an mich zu ähnlicher Verwendung einsenden. Schwabacher, Rabbiner. Berlin. Am vergangenen Sonntag feierten in der Villa Colonna die hiesigen, der jüdischen Religion zugehörenden Gurau'schon Eheleute ihre sechszigj ährige JubelhochLeit. Unter den zahlreichen' Gästen - welche sich zur Feier dieses seltenen Festes Vereinigt hatten, befand sich auch der Oberbürgermeister Kraus nick und ein anderer Deputirter des Magistrats, welcher Letztere dem rüstigen und geachteten Jubelpaare ein Glückwunschschreiben der Kommunalbehörden überbrachte. —. Die „N. Pr. Ztg," widerruft selbst in einer ihrer jüngsten Nummern die von uns in vor. Nr. bekämpfte Angabe, daß der Misstonsverein in den letzten 20 Jahren 80,000 Juden zum Christenthume übergeführt habe, und.-zwar dahin 1) daß eS nicht 80,000, sondern — 8000 seien, 2) daß nicht der Misstonsverein diese übergeführt habe^ sondern daß dies die Zahl der überhaupt'getauften Juden ist — also auf der ganzen Erde, was bei der auf 8 Millionen von den besten Statistikern - angenommenen Gesammtzahl der Juden in - 20 Jahren auf. 1000 Juden 1, oder jährlich auf.20,000 — einen macht — 3) daß sie dies uus einem Berichtendes Missionärs Kalthoff beim berliner Missionsfeste hat, dessen. Glaubwürdigkeitüber diese Angabe wir dem Leser zu beurtheilen überlassen. In demselben Berichte heißt es wörtlich : „Wer sonst den Juden, die unter uns leben, wenig Liebe und Beachtung/zuzuwenden gewohnt.ist, mußte - Hier eine, kräftige Anregung .finden-, für das auserwählte Volk Gottes -betend die Hände zu erheben, daß rc." Wir unsrerseits bemerken hierzu, daß, da wir längst von der wenigen „Liebe" überzeugt sind, welche die „N. Pr. Z// uns zuzuwenden/gewohnt