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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1850-06-24 · Heft 26 (24.6.1850) · p. [Seite]

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
14 (1850)
Issue
Heft 26 (24.6.1850)
Date
1850-06-24
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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XIV. Jahrgang. No. L« Allgemeine Zeitung -es Zudenthums. unparteiisches Organ für alles jüdische Interesse. Redakteur Dr. Ludwig Philippfon, Rabbiner zu Magdeburg. Verlag von Baumgärtners Buchhandlung zu Le ipzig. Leipzig, den 24. Juni 1850. Diese Zeitung erscheint wöchentlich einmal, Montags, und wird jährlich 96 Bogen in Quart inkl. des Titels, Registers u. s. w. umfassen. In Gemäßheit des Zweckes derselben die allgemeinste Verbreitung zu geben, ist der Preis äußerst niedrig: mit 3 Thlr. für den Jahrgang; — 1 Thlr. \h Ngr. (1 Thlr. 12 gGr.) für sechs Monate — 22'/2 Ngr. (18 gGr.) für das Vierteljahr angesetzt worden. Me Buchhandlungen, Postämter und Zeitungs-Expeditionen nehmen Bestellungen an; der Hauptspedition für beide Letztere hat sich die königl. sachs. Zeitungs-Expedition allhier unterzogen. ' Inhalt. Harfenklänge r Dichtung und Wahrheit. (Fortsetzung.) Leitender Artikel: Anklage gegen die Neue Preußische Zeitung. Zeitungsnachrichten: Deutschland: Hamburg, Berlin, Posen, aus Mttelfranken, München. Oesterreichischer Kaiser st aal: ans Mähren, Olmütz, Olmütz, Brünn, Krakau, Prag, Pesth, Brody, Lemberg. Frankreich: Paris. Rußland: aus Polen. Nordamerika: San Francisco. Australien: Sydnev. China: Stettin. Korrespondenz: Krefeld, Lehrerkonferenz. Belletristisches: Der Schlemiehl. Eine Skizze aus dem Leben. (Fortsetzung.) H arsenklänge. Dichtung und Wahrheit. 8. Einst saßen weinend wir an Babels Dachen, Die Zionsharfm hingen an den Weiden; Des Herren Jubel wollten wir nicht sprechen, Und nicht von unsren Leiden; Wir dachten Dein, Jerusalem, und unsre Herzen, Sie brachen vor dem Sturm der Schmerzen. Und jetzt, und jetzt-nicht wohnt in unsrem Munde Der Jubel und des Sieges Feier, Still hören wir selbst der Befreiung Kunde, Kein Lied entklinget unsrer Leier — Und doch auch Thranen nicht entrollen unsren Blicken, Mag tiefes Weh die Brust bedrücken. Wir denken, Zion, Dein, doch ohne Thranen, Und unsre Heimath schafft uns keine Freuden, Dir sind wir fremd, und diese uns — das Sehnen, Der Liebe Jubelrausch umfaßt drum keins von beiden — Das ist das Leid, das keine Zähren kennet, Und das kein Name nennet. 9. Verklinge, Wehmuthsklang, In der Gefühle Drang, In der Saiten Schwirren Hör' auf zu irren, Zu suchen, zu grübeln Won den Uebeln. Im goldnen Sonnengtanz, Im sanften Lenzeswehen, Wie sollt' ich sehen Die Welt im Todtenkranz, In des Todes Schleier Bei der Auferstehungsfeier? Wo die Blumen blühen, Wo die Blüten glühen Rosig und weiß. Und die Nachtigall leis

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