Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 13 (1849)
- Issue
- Heft 38 (17.9.1849)
- Date
- 1849-09-17
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 96% known words query
- IRI
…/3224737-3225606-3225645--10457-3240510- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
XIII. Jahrgang. 9lo. 3^» Allgemeine Zeitung des Zudenthnms. Ein unparteiisches Organ für alles jüdische Interesse. R.-daktcur Dr. Ludwig Philippfon, Rabbiner zu Magdeburg. Verlag von Baumgärtners Buchhandlung zu Leipzig. Leipzig, den 17. September 1849. Diese Zeitung erscheint wöchentlich einmal, Montags, und wird jährlich 9 6 Bogen in Quart inkl. des Titels, Registersu.s.w. umfassen. Zn Gemäßheit des Zweckes derselben die allgemeinste Verbreitung zu geben, ist der Preis äußerst niedrig; mit 3 Thlr. für den Jahrgang; — 1 Thlr. 15 Ngr. (1 Thlr. 12 gGr.) für sechs Monate — 224 Ngr. (18 gGr.) für das Vierteljahr angesetzt worden. Alle Buchhandlungen, Postämter und Zeitungs-Erpeditionen nehmen Bestellungen an; der Hauptspedition für beide Letztere hat sich die königl. sachs. Zeitungs-Expedition allhier unterzogen. Inhalt. Harfenklänge r Neuere Psalmen (Fortsetzung), 12.13. 14.15. Leitender Artikel r (Eingesandt.) Ein Gespräch in dem Salon eines Gasthofes. Zeitungsnachricktenr Frankreich: Paris. Italien: Rom, Turin, Venedig. Oesterreichisch er Kaiserstaat: Pesth, Pesth, Pesth, Prag. Deutschland: Kraisdorf, Karlsruhe, Heidelberg, Posen, Posen, Berlin, Lübbecke. Harfenklänge. Neuere Psalmen- (Fortsetzung.) 12. Ging hinaus in die Natur; Einsam durch die blühende Flur Schreitend, Gleitend Einsam durch Gesträuch und Gebüsch; Frisch Berge hinan! Kühn wie ein Mann Hinaus auf die Klippe getreten .. . Siehe, da liegt sie mir wieder in Dörfern und Städten Vor die Augen gerückt, Die Menschheit, ach! die ich an die Brust gedrückt In der Zugend flammenden Lagen, Und nun muß ich sie ewig da tragen! Flieh! Wie? Leg Deinen Königen Dich an's Herz, Deinen Richtern und Fürsten — Sie werden fühlen Deinen Schmerz, Dein Weh zu lindern dürsten; Die Gekrönten, Besternten, Die Deine Schätze und Mächte ernten, Die ihren Willen An Deinem Schaffen stillen: Sie werden doch sinnen und streben, Dir Heil zu geben. . . . Sag, was zerrst Du an mir, Dem armen, dem kleinen? Was hilft Dir Mein Zürnen, mein Weinen? Warum kann ich die Sonne nicht blicken, Ohn' an den Brand, der Dich senget, zu denken? Nicht die Rose pflücken, Ohn' daß Deine Dornen in's Herz sich mir senken? Dort das Felsenthor Führt mich in Dein Gefängniß; Drängt sich der Waldstrom hervor. Denk' ich Deine Bedrängniß. .. Käm' doch der Tod Mit dem Abendroth! — Wohl, ich weiß es: wie diese Welt, die unumschränkte, Sich aufbaut aus unendlichen Fernen, Aus Sternen,