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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1847-11-29 · Heft 49 (29.11.1847) · p. Seite 728

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
11 (1847)
Issue
Heft 49 (29.11.1847)
Date
1847-11-29
Page
Seite 728 (sequence 16)
Language
German
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728 buch für den ersten Unterricht im Hebräischen, mit einem Wortregister. Preis 3 Sgr. Bestellungen auf obige in sehr vielen Schulen eingeführten Bücher nimmt jede Buchhandlung des In- und Auslandes an. F. E C. Leuckart in Breslau. In Baumgärtners Buchhandlung in Leipzig ist erschienen und durch alle Buchhandlungen zu beziehen: Siloah eine Auswahl von Predigten. Zur Erbauung so wie besonders zum Vorlesen in Synagogen, die des Redners ermangeln. Von Dr. Ludw. Philippson, Rabbiner in Magdeburg und Redakteur der allgem. Zeitung des Judenthums. 2te Sammlung. 308 Seiten in gr. 8. broch. Preis 1 Thlr. 10 Ngr. (1 Thlr. 8 gGr.) Die erste Sammlung kostet ebenfalls 1 Thlr. 10 Ngr. <1 Thlr. 8 gGr.) Ferner: Geschichte bet Juden von der Zerstörung Jerusalems an bis auf die gegenwärtigen Zeiten. Von HannaAdamsin Boston Ln Nordamerika. 2 Thle. gr. 8. 3 Thlr. Todesanzeige. Den heute Mittags 1 Uhr an den Folgen der Lungenschwindsucht erfolgten Tod meines unvergeßlichen Lehrers und Freundes, des Herrn Aaron Lipschütz ausRabianka in Polen, beehre ich mich den entfernten Freunden und Bekannten des Verewigten hiermit anzuzeigen. Sr eg bürg, den 17. November 1847. Samuel Isaak Bürger. Erklärung. Es ist jetzt unter unseren Glaubensgenoffen leider! zu gewöhnlich geworden, daß, was auch geschehe, und sei es das Einfachste und Lauterste, vom Geifer unreifer Jünglinge befleckt werde. Jndeß läßt man sich von dergleichen nicht im Geringsten mehr beirren. Solches ist auch von einem vr. Hildesheimer in Bezug auf die am 20sten und 21sten Oktober stattgefundene Versammlung der Vorstände der israelitischen Gemeinden der Provinz Sachsen geschehen, und zwar im „Orient". Ich glaube nicht, daß diese Versammlung es ihrer Würde angemessen finden wird, auf solche Schmähartikel nur irgend einzugehen. Ich, meinen Theils, kann, meinen bisherigen Grundsätzen gemäß, solchen Gegnern nur mit verachtendem Stillschweigen zu antworten, nur Folgendes zum ersten und letzten Male darauf erwidern: 1) es ist eine Unwahrheit, daß der vr. Hildesheimer Deputirter der Gemeinde Halberstadt war. Als Beweis dient: das Schreiben dieser Gemeinde an den hiesigen Vorstand, worin lediglich Herr I. Hirsch als ihr Deputirter angezeigt wurde. Ebenso versicherten mehre Mitglieder des hatberst. Vorstandes, die ich befragt, ausdrücklich, daß von der Absendung des Hildesheimer als Deputirter in ihrer Sitzung durchaus gar keine Rede war. Wenn er nun mit seinem Schwager, I. Hirsch, zu der Versammlung gekommen, so hatte ihn der hiefige Vorstand lediglich aus Nachsicht zugelassen, weil ja keine Geheimnisse zu verhandeln gewesen. 2) es ist eine Unwahrheit, daß der p. Hildesheimer nicht zum Worte gelassen worden. Vielmehr hat er an fünfmal gesprochen, worauf sich Einige der anwesenden Herren Vorsteher erhoben, und sagten: „sie hätten nicht die Reise gemacht, um das Gewäsch und die ganz nutzlosen und gar nicht dahin gehörigen Bemerkungen des p. Hildesheimer zu hören, ihre Zeit wäre kostbarer, man sollte auf die Sache selbst eingehen." 3) es ist eine Unwahrheit, daß im Entwürfe gestanden, ein Religionslehrer und Schächter, die gegessen, sollten nicht abgesetzt werden. Erstens war der p. Hildesheimer an dem Tage, wo über die Absetzung der Genannten debattirt wurde, gar nicht mehr zugegen, sondern abgereist; zweitens, ist es doch ein wenig zu unverständig, von Jemandem vorauszusetzen, er wolle einen Schächter beibehalten wissen, der Trefa gegessen, denn wozu dann überhaupt einen Schächter anstellen? Dieses nicht allein von mir, sondern auch von dem hiesigen Vorstande, in dessen Namen die Vorlagen vorgetragen wurden, voraussetzen, ist, wie gesagt, zu thöricht, um nicht sofort als Unwahrheit erkannt zu werden. Drittens war im Entwürfe selbst auch nicht im Geringsten hiervon die Rede, sondern nur: „daß bei moralischen und religiösen Vergehen die Dienstentsetzung sofort, bei Dienstvergehen eine dreimalige Verwarnung erfolgen solle." Wir begnügen uns, diese drei ausgemachten Unwahrheiten dem p. Hildesheimer nachzuweisen, und glauben nun das Publikum in den Stand gesetzt zu haben, das ganze Gerede beurteilen zu können. Wir könnten dem Publikum auch Einiges über die Motive des Herrn Hildesheimer und seine Umtriebe in Halberstadt aufdecken — allein wir haben uns hinreichend mit ihm beschäftigt. Zwietracht zu säen ist das Ziel hirnloser Frömmler; wir wollen ihnen das Verdienstliche dieser Werke ganz allein überlassen. Magdeburg, 21. November 1847. Dr. Ludwig PhilippsvN. Druck von I. B. Hirschseld.

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