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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1846-12-14 · Heft 51 (14.12.1846) · p. Seite 750

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
10 (1846)
Issue
Heft 51 (14.12.1846)
Date
1846-12-14
Page
Seite 750 (sequence 14)
Language
German
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750 Wohl der Eisenkchnarbeiter in ärztlicher und gesundheitspolizeilicher Hinsicht vielfache Verdienste erworben, welche schon im vorigen Jahre von Seiten eines hohen Ministeriums des Innern eine ehrenwcrthe Anerkennung gefunden,, ist. am heutigen Tage die Ehre eines hudvollen Schreibens Sr. königlichen Hoheit des Kronprinzen zu Theil geworden, mit der Austcherung, auch höchst dessen Wohlgefallen sich erworben zu haben. Wien, im Dezember. Der Großhändler Max. Todesco ist zum .großherz, mecklenburgischen Konsul in Wien ernannt worden. (Hinsichtlich des Konsularamtes. scheint also kein Staat mehr auf Ausschließung der Juden zu halten.) Literarische Nachrichten. Jumnitz, 17. November. Literarische T Hörigkeit in Oesterreich. Die bereits früher besprochene periodische Schrift Kochbe Zizchak von Herrn Stern, von der bereits fünf Hefte erschienen sind, gewinnt immer mehr festen Boden und scheint jetzt eine wissenschaftlichere Bahn betreten zu haben, zu der wir ihr vom Herzen Glück wünschen. Möge der verdienstvolle Herausgeber, der kürzlich, als Zeichen der Anerkennung, die k. k. österreichische Medaille für Wissenschaft und Kunst erhalten hat, den goldnen Horazischen Spruch: Ormre tulit puneluni nur roiscuU utile dulci nie aus den Augen lassen und ln der betretenen Bahn rüstig fortsahren. . t Ein ähnliches Unternehmen ist nun irn/»Werden. Herr Simon Deutsch in Wien beabsichtigt eine Volksschrift für Juden in zwanglosen Heften herauszugeben. — Unter der Presse befindet sich ein von Herrn Deutsch im Verein mit Herrn A. Kraft, Skriptor der k. k. Hofbibliothek, bearbeitete Beurtheilung und Beschreibung der Manuscripta der k. k. Hosbibliothek in Wien, wovon Herr D. in den Oesterreichischen Blattern für Kunst und Literatur manche schöne Probe mitgetheilt hat, die zu den schönsten Erwartungen berechtigen. Ein größeres, fast allein dastehendes Unternehmen soll mit dem Beginn des neuen Jahres in's Leben treten. Herr Franz Gräsfer, ein thätiger und rühmlichste bekannter Schriftsteller in Wien, beabsichtigt einen jüdischen Plutarch, Biographien der berühmtesten Juden und Jüdinnen aller Zeiten und Staaten, mit besonderer Bezugnahme auf Oesterreich, herauszugeben, wobei Herr Deutsch auch einen Theil der Redaktion übernommen hat. Wir können diesen Gedanken nur als einen glücklichen bezeichnen, dem wir die bestmöglichste Ausführung wünschen. Es ist dies ein Gebiet, worauf noch Vieles, ja sehr Vieles zu thun ist, und selbst das darin in der Neuzeit, Geleistete liegt so sehr zerstreut in Zeitschriften und Broschüren, daß es große Umsicht und unermüdlichen Fleiß erfordert, um des ganzen Materials Meister zu werden. Die Biographik gehört zu den^dunkelsten Partien der jüdischen Geschichte, die noch große. Forschungen voraussetzt, vorzüglich sind es die Brief- und Gutachtensammlungen, die noch einer - reichlichen Ausbeute entgegensetzen. Möge dem schönen Unternehmen diejenige Theilnahme werden, die es verdient! Op hm. Anzeiger. In demselben werden Annoncen aller Art gegen lV»Ngr. (1 gGr.) Gebühren für die gespaltene Zeile aus Petit-Schrift oder deren Raum sowie literarische, merkantile u. a. Beilagen ausgenommen. Die Verlags Handlung. Gesuch. Die israelitische Gemeinde zu Salzgitter, Landrabbinat Hildesheim, sucht zu t*« riS 1847 einen unverheirateten Religionslehrer (für 2 kleine Mädchen), Schächter und Vorsänger. Hierauf Reflektirende können das Nähere auf portofreie Anfragen erfahren, durch den Vorsteher Moses Fischer. Aufforderung. Das erledigte Amt eines Landesrabbiners für die ^israelitischen Gemeinden in Mecklenburg-Schwerin ist spätestens Michaelis k. I. wieder zu besetzen. Diejenigen, welche sich um dieses Amt bewerben -.wollen, haben sich binnen acht Wochen bei den Unterzeichneten Kommissarien in portofreien Zuschriften zu melden und sich auszuweisen: 1) über ihren religiös-sittlichen Lebenswandel, 2) darüber, daß sie mit einer Hattorah versehen sind, 3) daß sie ein deutsches Gymnasium besucht, 4) auf der Universität dem Studium der Philosophie obgelegen haben, 5) mit den Grundsätzen der Pädagogik bekannt sind, und

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