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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1846-11-09 · Heft 46 (9.11.1846) · p. Seite 675

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
10 (1846)
Issue
Heft 46 (9.11.1846)
Date
1846-11-09
Page
Seite 675 (sequence 15)
Language
German
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wrs No. 88 im ZeitungSblakte, Hegiunend: 'Ätfjfee tot Mähren —7 abgedruckt erscheint. Zu derdazu gehörigen Anmerkung: „Am gefließenttichen Mißdeutungen it*'/ üo Lch über den Gebrauch Don Kaparath-Umschlageri spreche, hat sich der Herr Redakteur erlaubt — aus welcher Ursache es geschah, ob mit Absicht oder ohne Absicht, kann ich wahrlich nicht errathen 8^2:;2 kV) ''-rer rr^r r? — dem Worte Gebrauch das Wort „Narren", und dem Namen die zwei Wörter „Krakauer Rigorist" vorzusetzen; drei inhaltsschwere Worte! wodurch ich meinen Charakter angetastet und als mährischer Rab- ^inatSkandidar meine künftige Lebensbahn abgeschnitten sehe —- bei uns in Mähren sind Ausdrücke dererlei Art sehr gefährlich. r- Ebenso erkläre ich frei und offen, daß ich in demselben Bericht, wo -ich von der getroffenen Einrichtung der Uebertragung der Trauungen in die Synagoge und fett dabei adgehaltenen Trauungsrede, mit dem ringektamrnerten Sätzchen: „es müßte ein sehr armes Braut^ärchrn sein" nichts anderes gesagt haben will, als) da ein armes Brautpaar mur äußerst .selten^ ^a fast gar nicht die Bewilligung zum Heirathen erhält, aveil diese mit großen Kosten vechun^y-D/.,.bie'.,'Hrauungen daher nicht frei,' sondem vielmcht Hn ^streng^em' Vvxvtto abgehalten werden müssen rmd-nncht einmal ^Dvm^Äab»^ biner selbst; daher auch eo ipsLFe^neLrapungSrede^be! einer solchen Trauung abgehattenkchertzxn kann vn^vars — keineswegs aberwie eS mehrere Schmarotzer meiner Gemeinde absichtlich verstehen,. datz-jch.das sogenannte^ ,Ieoiinl«rrvL?^vor Artzen' hatteltäbLmuh'deswegen^ änf^ eine'verleumderische Weise bei unserm Herrn Rabbiner anzufeinden und anzuklagen'suchen. ' - ■ * * Aussee in Mähren.^ 7 *. r.- r- >•'. Leopold Singer, Rabbinatskandidat. <Uus^Rh ei nh essen.) ^^Nachfolgenden -Brief habe ich^ unlängst von einem Freunde erhalten. ' Er lautet: Lieber Freund. Sie wissen, ich bin nicht leicht zum Streite zu reizen und gegen den muntern Gesellen, der mit dem Pfeile spielt/ wenn rr puch gerade kein Amor Allerwenigsten. Es entrüstet Sie, daß der <J— Korrespondent im Israelit des 19.^. Lber Jbie Rabdineryersammlung und einige Mitglieder derselben so unwürdig, so gassenbübisch sich äußert. Jedenfalls'haben Sie keinen Grund dazu. Entweder Sie haben Recht, ks 'ist Alles bei ihm so buchstäblich zu nehmen, wie n *$ rgUbt, — dann gehört ec der Klasse schmutziger Skribler M, die, weil sie selber keine Gesinnung haben, keine Gesinnung zu würdigen wissen rund keines Ehrenmannes Zornes werth sind; oder, wie ich 'kaum.' daran zweifle, es steckt M Andrer Sinn dahinter, eS ist fein Geschwätz bloß ^eme Larve, rin possiger Kniff, — und -dann -muß ihm Gerechtigkeit werden. Hören-Sie! Neulich brachte. mir ein Freund die verschrienen Nummern 39 und 40 des Israelit deS 19. I., wo unser Marktschreier mit bitterem ErnL^M'Hchnz AH^MAaHRisterr sich geberdet, las mir die liedenöwürdigey Artikelchen vor und bemerkte haun — von semerüMtä^öpun'kteMS,er Alles für daare Münze nahm:MMd'chen' Derfasier' üur für einen gereizten, verwirrten, überall Schmach und. Verrath witternden Narren halten konnte, — sehr treffend, es ginge demselben wie lenem'Fremden in Berlin, welcher, ohne es zu wissen, einen abscheulich üblen Geruch mit sich führte und De-Halb/ to:*r, wohin er auch ging und floh, diesen garstigen Begleiter nicht los werden konnte, endlich wizthend-sthri^: das Haus stinkt, die Lust stinkt, die ganze'Welt stinkt^ Zch. nahm die Blätter zur Hand, lasrselber und iprüfteund fartd) 'daß Narren, um verstanden »zu werden, sh gut studixtsein wollen, wie die Reden der Weisen/ Ihr versteht *den Schalk nicht; er meint es gut, herzlich gut mit uns vnd rtnfrer Sache, man muß ihn nur jani hören^ mit Urtheil anhören. Die Sache nst Einfach.'^ Wenü Bajazzo mitten aus ^n^lMn^N^ekbauMn^elaM^^^ kappe zurechtsetzt, "bas Maul 'volkmmmt,And Mit'ernster Miene eine LapLzzineroredigt<gegen dieMbbinerversamM unterbricht „dlMl w!/ber'm^^r Prkdi gt'ji rt^und in dieser drolligen Weise sich zum Wottsiahrer der Nnklax^Lttzwi^tzje ^z^fiGDnheit selbst blamiren, ec will ^die unsinniM^lrma^n'Egegen die Rabbinerversammlung als Gegenstand der Lächerlichkeit und Belästigung zeich- und sich den Dank der Gutgesinvten erworben.^ - — Ihr '* 8. r rM&fÖtJru ir».' v.r Nachdem die ^Lonferenzey, jMschm sichrer des Konsistoüq'lb^irkes Krefeld Hen^iUrPg ^ynigflcher Hegieruhg riLu'rKüsseldorf.vermalst -chjchen/.H sikrizHS vom 16. Zuni d. I. /r^aCter^ §alje^ ^ie^errf^ Lehrer, welche Jixc? die., Hebung mtp Fortschritt deS Schulwesens sich' iütereMen',' chr>tt>urch' ^zum'^Besuche 'der laut §. 3 der Statuten am 21. Dezember d. I. hiesselbst stattfindenden zweiten Konferenz mit der Bitte zember,Dem Unterzeichneten gefälligst anzeigm zu wollen. — Bemerkt wird,^daß einigtz^ höchst,wichtige Aylrage in Beziehung aufDechesseruÄErzrehürzgs'- 'und Schulwesens, welchein jbiefec ^§5e^tainiTi1ung zu'r Berathuttg und Entscheidung komwett,/bereits eingegangen und )n/h/ tere Schulbücher^ worunter sich auch das von'Herrn Lehrer Friedländer, kn.. d/r erste nAonferepz .versprochene Lesebuch für israetit.ischb Schulen ln Manuskript ^besindet, zur Prüfung und Beurtheilung eingesandt worden sind'. Krefelh,^den 27. Oktober 1846. . . Der Oberrabbiner des Konsistormlbezirkes, n :;.iü HL. Bvdettheimer.

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