Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 9 (1845)
- Issue
- Heft 49 (1.12.1845)
- Date
- 1845-12-01
- Page
- Seite 732 (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
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732 zu erfragen bei Moses Heine in Mirow (Mecklenburg-Strelitz), direkt oder durch Vermittlung der Buchhandlung von C. Brün slow in Neubrandenburg. Die israelitische Gemeinde zu Tessin in Mecklenburg-Schwerin wünscht zu Ostern 1846 einen Religionslehrer, der zugleich Schächter und Dorbeter ist und einen Chor zu leiten versteht^ zu engagiren. Auch wird noch besonders gewünscht, daß derselbe in -deutschen Wissenschaften, wie in fremden Sprachen, Kenntnisse zum Unterrichten besitzt. Das jährliche Gehalt ist bei freier Station, Kost, Wohnung und Heizung, auf einhundert und dreißig Thaler Preuß. Kour. festgesetzt, außerdem sind noch auf circa 25 bis 30 Thaler für das Schächten. Noch wird bemerkt, daß der ertheilte Unterricht in den letztgenannten Wissenschaften besonders bezahlt wird. Hierauf Reflektirende können sich mit genügenden Zeugnissen über Fähigkeiten und moralisches Betragen in portofreien Briefen an den Unterzeichneten Vorsteher wenden. Tessin, im November 1845. I. Marcus. Ein vielseitig gebildeter und praktisch erfahrener Lehrer, preußischer Staatsbürger, der seit einer Reihe von Jahren in dem Hebräischen und den allgemeknenen Elementar und höheren Wissenschaften den gründlichsten Unterricht ertheilt, auch in einer nicht unbedeutenden Gemeinde den Gottesdienst leitet und deutsche Vortrage halt, wünscht zu Ostern k. I. eine seinen Fähigkeiten angemessene Stellung. Die vereheliche Dietcich'sche Buchhandlung in Göttingen wird unter der Adresse M. H. M. auf desfallsige frankirte Offerten das Nähere zu veranlassen die Güte haben. Ein junger Mann, jüdischen Glaubens, welcher bereits niedrere Jahre in einem Manufakturwaarengeschaft servirt, wünscht zu Ostern k. I. eine anderweitige gute Stelle anzunehmen. Derselbe kann sowol über sein Verhalten die besten Zeugnisse beibringen, als er auch fähig ist, die Führung der Bücher und der Korrespondenz zu besorgen, so wie beim Verkauf thatig zu sein: Jedoch reflektier derselbe nur auf eine solche Stelle, bei welcher ec an den Sabbat- und Festtagen vom Geschäft dispensirt ist. Offerten mit den näheren Bedingungen bittet man, in frankicten Briefen an die Buchhandlung von F. Förstemann kn Nordhausen unter der Chiffre L. M. zu senden. Ich beabsichtige, zu kommendem Neujahr einen Knaben mosaischer Religion in die Lehre zu nehmen, und ersuche Eltern oder Vormünder, die von dieser Anzeige Notiz nehmen, sich wegen der näheren Bedingungen in frankicten Briefen an mich zu wenden. Nordhausen, am 3. November 1845. I. Plaut zun., Nadelfabrikant. Bemerkungen. In einem'Schreiben an uns erklärt Herr I. Lehmann (Vorsteherder israelitischen Gemeinde zu Berlin), daß der Passus in dem Korresondenzartikel aus Berlin in Nr. 46, S. 684, Sp. 1: „die Herren Veit und Lehmann haben dafür gestimmt, die drei Wähler nicht einmal durch andere er- - setzen zu lassen, sondern anzunehmen, als ob die Minorität in dem Kollegium von. Sieben sich des Stimmrechts begeben hätte und demnach nur die vier anderen wählen zu lassen" der Wahrheit entgegen ist. Herrn S. D. in G. die Bemerkung, daß -sein Artikel als zu persönlich nicht ausgenommen werden kann. Wir bemerken: es-werden uns sehr häufig Nekrologe oft in ihren Lokalitäten sehr würdiger und wirksamer Männer übersandt. In den Text der Zeitung können aber nur die Nekrologe von Männern ausgenommen werden, welche als Schriftsteller oder durch, das Allgemeine betreffende Thaten der Oeffentlichkeit angehören. Alle anderen Nekrologe müssen wir in den „Anzeiger" oder in „Beilagen" verweisen. Die Reduktion Berichtigungen. Man bittet die verehrlichen Lestc der Protokolle der zweitenRabbinerversämmlung auf der letzten Seite Z. 4 v. u. statt S. Adler — A. Adler, und S. 359, Z. 12' v. u. „zur Bedingung" statt „zum Bedingnisse" zu setzen. L. Stein, Rabbiner. Wir bitten unsrerseits, S. 40, Z. 2 v. o. statt: „das Individuelle nicht, er will nur" zu lesen: „das Individuelle nicht allein, er will auch", so wie Z. 18 v. o. statt „Confessionen" — „Confession". Wir bitten überhaupt, in Betreff unsres Vortrages über die hebräische Sprache sich an unfern Bericht in dieser Zeitung Nr. 31, S. 472 zu halten, wohingegen im Uebrigen wir nichts zu erinnern finden. vr. Ludwig PhilippsvN. Druck von I, B. Hirschfeld.