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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1845-04-14 · Heft 16 (14.4.1845) · p. Seite 243

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
9 (1845)
Issue
Heft 16 (14.4.1845)
Date
1845-04-14
Page
Seite 243 (sequence 15)
Language
German
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243 nicht unter den Chaffidim, die ihre Kinder nur darum nicht besser erziehen lassen, weil sie keine befähigte Individuen finden! Aber ob die Ausbildung der galizischen jüdischen Jugend denen, die eine Verbesserung der geistigen Zustände wünschen, so sehr am Herzen liegt, daß sie auch zu etwanigen Opfern bereit wären, scheint die schwierigste Frage in dieser Sache zu sein. Leider sind unsere Aufgeklärte meistens inhuman gegen ihre vernachlässigten und verführten Brüder, und werden eher zum Bau einer Kirche ohne Unterschied der christlichen Konfession beitragen, als ihren unwissenden Brüdern beistehen.— Werfet nur einen ernsten Blick auf die Umtriebe der chassidischen Rebbes; besuchet nur, erleuchtete Mitbrüder! einen derselben, und beim ersten Anblick, werdet ihr von der traurigen Lage der geistigen Zustände,' überzeugt werden. — Deutschland. München, 19. März. Hier ist eine strenge Verordnung erschienen, nach welcher den Juden aller Viehhandel und aller Viehzwischenhandel ein für allemal verboten worden. (Nur immerzu verboten, verboten, genommen, beschränkt — wozu sollen auch die Juden das Recht zu leben haben!) Personal- und Lokalnachrichten. Mergentheim, 26. März. (Eingesandt.) Das Frankfurter Journal No. 57 theilt uns die Nachricht mit, daß dahier eine von Lehrer Jakob Löwenstein zu Heubach (soll wol heißen Hohebach) verfaßte Petition um Emanzipation der Juden von einer zahlreichen Versammlung von würtembergischen Rabbinen, Lehrern, Gemeindevorstehern rc. unterzeichnet worden sei. Von den Entstellungen, welche diese Korrespondenzvachrirht im Allgemeinen enthält,' verdient namentlich berichtigt zu werden, daß jene Eingabe aus einer vielgeübteru Feder als der des provisorischen Schullehrers Jakob Lowenstein geflossen ist. Roch stehet es gottlob nicht so schlimm bei uns, daß wir unsere Petitionen in He ubach fertigen lassen müssen. Ebenso auffallend ist es, wenn es im Orient Ro. 12 heißt, daß die Versammlung, in welcher jene Petition beschlossen worden, unter dem Vorsitze des Lehrers I. Löwenstein stattgefunden habe. Es wäre dieses in der That wenigstens von Setten unserer Rabbinen die Bescheidenheit zu weit getrieben, wenn sie dem angehenden Schullehrer in ihrer Versammlung den Vorsitz eingeräumt hätten. Ueber den Letztem selbst wollen wir uns in dieser Beziehung eines jeden weitern Urtheils enthalten. Anzeiger. In demselben werden Annoncen aller Art gegen iVrNgk. (I gGr.) Gebühren für die gespaltene Zeile aus Petit-Schrift oder deren Raum sowie literarische, merkantile u. a. Beilagen ausgenommen. Die Verlagshandlung. Anzeige. Es wird zum sofortigen Antritt ein tüchtiger Lehrer gesucht, der zugleich auch das Amt als Vorsänger und Schächter mit vorstehen muß. Nur auf brauchbare, mit guten Zeugnissen versehene Subjekte wird Rücksicht genommen. Der Gehalt betragt 130 Thtr. nebst freier Wohnung und Kost. Adelepsen bei Göttingen im Marz 1845. S. M. Freudenstein, Vorsteher dev israelitischen Gemeinde. In Baumgartners Buchhandlung in Leipzig sind erschienen und durch alle deutsche Buchhandlungen zu beziehen: iitlffl' ‘>33 All» oder Israelitischer Kind erfreu«-. Ein Lese-- und Lehrbuch für Schule und Haus. In ausschließlich erzählender Form, als in der ein- . zigen dem kindlichen Gemüthe zusagenden Lehrweise abgesaßt von S. Mauer, Lehrer und Prediger der isr. Gemeinde in Münden. 349 Seiten in gr. 8. Preis 20 Ngr. (16 gGr.) Ferner:

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