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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1843-09-18 · Heft 38 (18.9.1843) · p. Seite 576

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
7 (1843)
Issue
Heft 38 (18.9.1843)
Date
1843-09-18
Page
Seite 576 (sequence 16)
Language
German
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576 Entgegnung. Ihre Anforderung an die Rabbinen (Zeitung des Judettthums No. 34) Seite 513 um mit Minjan beten zu können -pn» zu sein, fordert auch mich auf, aus Talmud 2b tfn das Gegentheil zu beweisen. Es heißt dort in der Mischna: n'b bll) ‘isuiitnhntt nN '■p'Y'Stfö ^N rus. w.; dasselbe sagtauch «"2 '2 ispn '’ö ö^n m Ein Beweis also, daß v^vinri -iid^rr so wichtig ist, daß sogar das biblische Gebot 4 Mos. 29, 1 davor weichen muß; um so mehr wird die NM mit Minjan zu beten davor weichen - müssen. Der aus 2b t'fe NM2 geführte Beweis aber, kann nach genauerer Betrachtung als kein Beweis angesehen werden. Die Ursache, daß niLv b-'ü'inn -will) nS'rpn verdrängen kann, erklärt der Talmud n"n zur angeführten Stelle auf folgende Weise: nN ist eine •ibw nihpn niata , ,-wn Nb und aber nur ein und ein kann nü^n Nb und nun nicht, verdrängen.^ (Wie so aber, nN was nur 122-n ist heißt nur^ und ^ll)2n Nb, siehe üN"i2N- Pb i'b zur angeführten Stelle Ä2p "v). Seinen Sklaven die Freiheit geben ist nur nll)N, daher muß es vor der ms:» auf Minjan zu beten, welche wichtiger ist, wie der Talmud daselbst ^Nw bw tttfc73, weichen. Gegen nN aber, muß die nM mit Msnjan zu beten., verdrängt werden, weil jenes Nwb» und nwn Nb, dieses aber nur ein Nll)9 ist. Da aber, die NM mit Minjan zu beten NiLb triVi ist; sollte man meinen, kann es nN verdrängen; -will) n^pn niLb aber ist sogar' nach aller Meinung tr>2"n iiiSÄö und nach «miTm und muß vor ^iv^N v^binn weichen, um so mehr wird!^ll)V2 bbsnnb NM vor n'rr weichen müssen. H. S. Herzfeld, Rabbiner zu Pudewitz. Durch alle deutsche-Buchhandlungen zu beziehen : Kleiner Katechismus 'der ifraelit. Religion. Von Dr. Ludwig Philippfon, Rabbiner. Preis 2% Ngr. (23@r.). Geb. 3 Rgr. 8 Pf. (3 9®r.) Anzeige. Die hiesige Gemeinde errichtet ^ine jüdische Elementarschule, wobei ein Ober- und ein Unterlehrer angestellt werden soll; wir ersuchen demnach diejenigen Herren Lehrer, welche die Staatsprüfung bestanden haben und .auf diese Stelle reflektkren sollten, ihre Zeugnisse recht bald an uns franko einfenden zu wollen. Das Gehalt des Oberlehrers ist auf 25ü Thlr. jährlich nebst freier Wohnung, das des Unterlehrers, auf 150 Thlr. jährlich und freier Wohnung festgesetzt. Thorn im September 1843. Der Vorstand der Zlrdengemeitrde. H. Clkan. Salomon Cohn. Todesanzeige. Meinen Freunden widme ich die traurige Nachricht, daß mir am 6.,September früh 8 Uhr meine geliebte Frau, Julie, geb. Wolfs-Stein, nach langem Schmerzenslager, im 28sten Jahre ihres Lebens, im achten unsrer glücklichen Ehe, entrissen worden. Viele Thränen fließen an ihrem Grabe. Nur die Zuversicht vermag die Traurendm zu stärken. Magdeburg. Dr. Ludwig Philippfon. B e irr e r k u n g e n. Für das Hospital und die Schule in Jerusalem sind wieder eingegangen: eine Liste von Geschenken von der Gemeinde zu Schönebeck im Betrage von 19 Thalern; . von demselben Anonymus und dessen Familie, von dem wir laut No. 34 bereits 7 Thlr. erhalten, abermals 10 Thaler. Es sind auf die Aufforderung des Herrn Landrabbinen Vr. Herzfeld in Braunschweig in No, 34 bereits mehre Antworten erfolgt. Außer-der vom Rabb. Herrn Herzfeld in Pudewitz, der seine Bemerkung sofort im Anzeiger veröffentlicht haben wollte, haben wir die Einsendungen dem Herrn vr. H. überschickt, und wird das Nähere erfolgen. Die Akeduktiou. Druck von I. B. Hivfchfeld.

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