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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1839-09-21 · Heft 90 (21.9.1839) · p. Seite 481

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
3 (1839)
Issue
Heft 90 (21.9.1839)
Date
1839-09-21
Page
Seite 481 (sequence 9)
Language
German
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481 Ephraim ben Jehuda, Vers. des Sulat zum ersten Pesachtage ist vielleicht der bekannte Rabbenu Ephraim, Alfasi's Schüler, vielleicht derselbe auch Parchons Lehrer. Ein Ephraim ben Jehuda wird in mm 2“ia k. 134 , c, angeführt. In diesem Sulat ist Exod. 12, 29 — 42, oder die Fest-Parascha, zu Stcophenanfängen und Endungen angewandt, z. B. prni 2rn^2 2“iS72 ^bn yp72 *»mi mTm 2£3>2 2“>b.i-T ürnniL 127212 -nto ji-it Tws .2m£72 ymm 'n -mNSS bs iss1' ümsm nrab Der Reichthum des provenzalischen Machsor stammt indeß meist aus der ersten Hälfte des zwölften Jahrhunderts, und zunächst von den drei großen Dichtern 8) R. Jehuda Halevi, 9) Mose b. Esra, 10) Abraham b. Esra, der Zeitgenossen anderer ausgezeichneter Männer in Spanien und Provence (Joseph Megas, Rabbenu Ephraim, Baruch Albalia, Joseph, b. Sahal, Joseph b. Zadik, Jehuda b. Esra, Jehuda Abas, Jehuda Al.barzelloni, Maimon b..Joseph, Jsaac Halevi), und selber auf spate Zeiten hin in mehr als einer Richtung wirksam. Es gibt keinen jüdischen Ritus, der sich nicht mit den Poesien R. Jehuda Halevi's zu bereichern beeilt hätte; warum gibt es keinen reich Gewordenen, der die umhergestreueten Perlen zu einer Schnur zusammenreihet? Auch in dem Machsor von Avignon ist fast kein Festtag, der nicht mit seinen Piutim ausgestattet wäre. Sein Hymnus schlägt Feuer aus dürrem Holz, wie seine Klage die Thränen aus dem Felsen; daher haben die Provenzalen seinem weinenden Zion kein zweites zur Seite gestellt, auch nicht — wie der Karäer Kaleb Afandopulo ln nb^S *>2“i2 gethan — seinem ätherreinen nbi2S ■»s'in (s. oben Jomkippur, und vergleiche was in S. Pleßners „die kostbare Perle," Berlin 1837, S. 241 u. f. angegeben ist). Sein sind die Sclichot 24 brr (auch im römischen Machsor), 29 tm 'r*, 33 2*»ir?s, 51 69 182 78 mmm. Das ‘mium ist abgedruckt in 1N12N nb^s f. 148, und das in coä. Rosst 850 befindliche Elohai maassaw, ist sein erwähntes Neujahrs-Sulat, der also anhebt: rnrrbsd rna mbsm “»nhs v^s-112 Tm im^s mrr-Od i-nrn ^brr wrr2 mbnV i“>22 ns. . . 2->srnp n2mpi"»2 -;s ö*»Küfn ni72i2 ns ./ trs^ipa wy .-sbvn “>22b An Gabkrol's yns NS7212 erinnert das zärtliche (Sab. Sachar): rni2 y-25 ^mm nnsis!-; w b mrn?22 ^ri-1272 m2bi “pnaTi mnm sb y-isa ts sbn yoi moi yss uim rnswi .mr-i ib irni Die Piutim zu S. Para, gezeichnet nms (dergleichen auch in africanischen Siddurim erscheint) sind vielleicht von keinem andern als Jehuda Halevi. Seiner Keduscha °»22 N“> 2°>i2iip gedenkt R. Samuel Tibbon (2“>?2ii iip^ S. 44). Einen unbekannten Schatz heben wir in unserm Machsor an den klangvollen, tiefsinnigen Piutim R. Mose b. Jacob ben Esra's aus Granada (so zeichnet er sich in dem Reschut, Schacharit des Versöhnungstages), von dessen zahlreichen, schönen Selichot (s. die Nummern 8. 26. 39. 40. 41. 46. 53. 58. 68. 88. 94. 95. 99. 102. 103 2mm wahrsch.' 116. 121) in dem neuen spanischen Siddur nichts.zu finden ist; derselbe enthält nur sma bs nb^b^, was die Provenzalen verkürzt haben. Aeltere sefardische Machsorim bewahren außer der Selicha (68) '21-172 i2T7pi Mehreres von Mose b. 'Esra, was nicht im avrgnonschen Ritus vorkommt, als: der Klagegesang nsb3 b^bnb , die Gebete: 2''bm72ri b2 , 222 K3S , ^2^2 ‘»aiT’an, ■»ns-ip , mbnn “>nb^ , bs> nrnri72b , ^2ib72 ri^272 , -si2i2S “^12S m , n^>2L72 — vielleicht ausgefallene Theile des Seder für den Versöhnungstag, „dessen Worte kostbarer sind als Gold" (Tachkemoni), und der die Zierde dieses Machsor ist. Von selbigem hat der neuere spanische Rltus nichts gerettet als zwei kurze Piutim aus dem'letzten Theile (Neila): s-,y»b3> sma bs und die Keduscha, die jetzt für Mincha verwandt wird. Zn alteren Machsorim finden sich zwar noch einige Sachen (als: , ni22bn “>72-772, ms* mp72 , mbsm pysm): aber das Ganze im Zusammenhänge und mit all dem Reichthum der Reschut, Nischmat, Silluk u. s. f. hat nur das gegenwärtige Machsor. Vielleicht gehört diesem Seder auch noch m-i (s. zweiten Neujahrstag) an, das in Handschriften unter dem Dersöhnungstag zu finden ist, wie Dukes mitgetheilt. Vielleicht berichtet dieser Gelehrte in der versprochenen Biographie unseres Dichters auch über dessen Sachen im griechischen Machsor. Hier finde noch sein Ofan des Schacharit Platz: 2“>rran imnmirr N7N72 *»£0.72 msi yrnbsn .firn lampn 90 *

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