Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 3 (1839)
- Issue
- Heft 79 (6.7.1839)
- Date
- 1839-07-06
- Page
- Seite 228 (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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228 eine Menge orientalischer Complimente mitgemacht, verfugte ich mich in CH. E'-S Hauü, wo dieselbe Scene sich wiederholte und eine Menge schön, und ganz wie die israelitischen Türkinnen geputzter Frauen — die kein einziges ihrer Haam sehen lassen — sich einfanden. Die HochzeitSgebräuche der Karäer sind weitläufig zu beschreiben, da sie 8 Lage lang dauern, jedoch ohne besonderes Interesse. Anzeiger. In demselben werden Annoncen aller Art gegen 1 Gr. Gebühren für die gespaltene Zeile aus Petit-Schrift oder deren Raum ausgenommen. Die Berlagshandlung. Im Verlage der Voß'schen Buchhandlung in Berlin sind erschienen, und durch alle Buchhandlungen des In- und Auslandes zu beziehen: Aktenstücke, die Reform der jüdischen Kolonien in den preußischen Staaten betreffend. Verfaßt herausgegeben und mit Einleitung versehen von David Frredländer. gr. 8. Preis 174 Sgr. — 14 gGr. Gebete der Juden, aus dem hebräischen übersetzt von Zsaac Euchel. Zweite vermehrte Auflage. 8. Preis 14 Thlr. Heinemann, M., Uebecsetzung des Kohelet, nebst grammat.- exeget. Commentar. 8. Preis 4 Thlr. Herz über die frühe Beerdigung der Juden. Zweite Aufl. 8., Preis 4 Thlr. Lessing Nathan der Weise. Achte Aufl. gr. 8. Preis 4 Thlr. Maimon, S., lVersuche über die Tcanscendentalphilosophie. 8. Preis 14 Thlr. Moses Mendelssohn philosophische Schriften. Derb. Aufl. 2 Thle. 8. Preis 14 Thlr. -Morgenstunden, oder Vorlesungen über das Dasein Gottes, Zweite Aufl. 8. Preis 1 Thlr. -Ritualgesetze der Juden, betreffend Erbschaften, Vormundschaftsachen, Testamente, Ehesachen rc. rc. - Fünfte Aufl. 8. Preis 4 Thlr. Bei B. S. Berendson in Hamburg ist in Commission erschienen: Hebräisches Buchstabier- und Lese-Buch Inach grammatikalischen Regeln nebst Wandfibel in 6 Blatt. (Bogen) von Moses Jsaac Zelle, Lehrer an der israel. Armenmädchenschule in Hamburg. Zweite verbesserte und vermehrte Auflage. Preis des Lesebuchs 3 gGr. — der Wandsibel 6 gGr. Dreß war die erste hebräische Wandfibel welche in Deutschland erschienen ist,,und hatte solche so vielen Beifall, daß ste nicht allein in viele jüdische Schulen eingeführt, sondern sie war auch Veranlassung zur Herausgabe ähnlicher Schriften; ist aber bisher die Einzige welche sich streng an Grammatik und Regina hält. Das Lesebuch ist in dieser zweiten Auflage mit sehr Vielem vermehrt,, und man wird Manches darin finden, was man in einem so kleinen Büchlein gewiß nicht erwartet hätte. Aufforderung. Der Färbergeselle Bernhard Simon, der am 3. Mai 1838 zum letzten Male aus Presburg an seine Eltern schrieb, sich zuletzt daselbst und in Pösing aufhielt, von da über Trentschin — wo er einen Paß zu erhalten glaubte.— nach Tyrol und der Schweiz zu reisen beabsichtigte, seitdem aber nichts wieder von sich hören ließ, wird hiermit aufgefocdert, Nachricht von sich zu geben, so wie auch Alle, die ihn in diesem Jahre kennen gelernt, dringend ersucht werden, über ihn Auskunft an den Unterzeichneten zu ertheilcn, und keine Kosten zu fürchten. Magdeburg. Abraham Simon, Küster der israelitischen Gemeinde, Der Unterzeichnete, seit mehr als 20 Jahren mit Erziehung und Unterricht hiesiger und auswärtiger Kinder beschäftigt, wünscht noch einige Pensionaire zwischen 8—14 Jahren unter billigen Bedingungen aufzunehmen. Die Zöglinge erfreuen sich einer, nach religiösen und moralischen Grundsätzen geleiteten liebevollen Behandlung, und. werden von demselben nicht nur in den gewöhnlichen Lehrgegenständen einer guten Bürgerschule, sondern auch, je nach ihren Fähigkeiten, in der hebräischen, französischen, lateinischen und italienischen.-Sprache, und, wenn es verlangt wird, in der Musik, gründlich unterrichtet. .Mündliche und schriftliche Zeugnisse anerkannter Autoritäten können Obiges zur Genüge bekunden. Schwerin an der Warthe, Mayer, Rektor der jüd. Gemsindeschule. Ein junger Schriftsetzer von gutem Herkommen sucht zu seiner fernern Ausbildung ein Placement. — Frankirte Briefe unter AI. F. besorgt die Redaktion. L e h r e r g e s n ch. Die jüdische Gemeinde zu Glückstadt in Holstein sucht einen unverhekratheten Elementarlehrer, der zugleich die Functionen eines Vorsängers und Schächters ver- . sehen kann. Dessen jährliche Emolumente sind mit Einschluß der Accidentien circa dreihundert und fünfzig Mark holsteinisch Courant oder Einhundert vierzig Thaler Preußisch, freie'Wohnung und Mittagstisch/ Die Bewerber um diese Stelle haben sich mit schriftlichen Zeugnissen über ihre Fähigkeiten und ihr sittliches Betragen in portofreien Briefen an die Unterzeichneten Gemeindevorsteher innerhalb 3 Wochen zu wenden. Glückstadt, den 20. Juni 1839. Mendel Philipp. S. D. Selke jun. Druck von I. B. Hirschfeld.