Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
- Journal
- Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
- Volume
- 17 (1923)
- Issue
- Heft 1-3 (Januar 1923)
- Article
- Die Zahl der Juden in Palästina
- Date
- 1923-01-01
- Page
- Seite 2 (sequence 2)
- Language
- German
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Mentioned entities
- Safed 2× ep/1046078
- Tiberias 2× ep/1048138
- Haifa 1× ep/1047930
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- 2 — Es sind in der amtlichen Zählung unter einer Gesamtbevölkerung von 757182 Personen 83794 Juden 11,7 % ermittelt worden. Es kann an dieser Steile nicht untersucht werden, ob diese Ziffer den tatsäch- I « 1-» \/Hl i-«-^ « % rr*A 1 \rr\*r*t ä-ts +o r*» 4 iAVAAV^ii V i,iijy,itiiioovii v vii&tv/AiUüvii ciii^}jii^u ts In einer der nächsten Nummern wird der Versuch gemacht werden, die Ergebnisse dieser 1. Volkszählung kritisch zu beleuchten. Die mohammedanische Bevölkerung betrug 590890 Seelen 78,06 %; die Christen machten 73024 9,64^ aus. Außerdem wurden noch 7028 Drusen, 163 Sarnaritaner, 265 Bahais, 156 Metavilles, 1 454 Hindus und 408 Sikhs gezählt. Die Sarnaritaner, die uns interessieren, leben in ganz wenigen versprengten Grüppchen, im Distrikt Samaria 155 Personen, davon wohnen 147 im Subdistrikt Nablus. Die Verteilung der jüdischen Bevölkerung auf das Land ergibt, daß irn Distrikt Samaria und im Süddistrikt verschwindend wenig Juden wohnen, in beiden zusammen etwa 1600 Personen. Ihr prozentualer Anteil an der Gesamtbevölkerung ist daher auch in diesen beiden Distrikten außerordentlich gering, nämlich 0,43 im Süddistrikt und 0,55 % im Distrikt Samaria. Hier liegt allerdings ein Subdistrikt Baisan, in dem die Juden 6,56 % ausmachen. Am dichtesten wohnen die Juden im Distrikt Jaffa, wo zirka 25^' der Gesamtbevölkerung Juden sind. Im Subdistrikt Jaffa selbst steigt ihr Anteil sogar auf 37 %', der nur noch im Subdistrikt Jerusalem mit zirka 38 % an Stärke übertroffen wird. Es ist das der Bezirk, der den größten Prozentsatz der jüdischen Bevölkerung überhaupt enthält. Recht beträchtlich ist auch noch der Anteil der Juden im Subdistrikt Tiberias mit 30,10%, in weitem Abstand folgt dann Safed mit 16,87%. Es gibt nur einen Subdistrikt in Palästina, in welchem die mohammedanische Bevölkerung nicht die absolute Mehrheit ausmacht, nämlich im Subdistrikt Jerusalem. Die jüdische Bevölkerung ist am stärksten im Distrikt Jerusalem konzentriert und zwar ausschließlich im Subdistrikt Jerusalem. Es wohnen hier % der palästinensischen Juden, nämlich 41,09%; 7s lebt im Distrikt Jaffa, etwas über V3 im Norddistrikt, und zwar hauptsächlich in Haifa, Tiberias und Safed. Die mohammedanische Bevölkerung ist viel gleichmäßiger über ganz Palästina verteilt. Es wohnen von ihr im Norddistrikt 7s, dagegen im Distrikt Jerusalem und Jaffa nur 13,74% bezw. 12,54%. Die christliche Bevölkerung weist insofern eine Aehnlichkeit mit der jüdischen auf, als auch sie zu mehr als 2/s ihre Siedlung im Jerusalemer Bezirk hat, und zwar in den beiden Subdistrikten Jerusalem und Bethlehem. Es ist charakteristisch, daß die Juden vorzugsweise in den wirtschaftlich aufblühenden Landesteilen ihren Wohnsitz haben. Die amtliche Statistik gibt auch einen Ueberblick über die Verteilung nach dem Geschlecht, Wir bringen das Material in nachstehender Tabelle. Gleichgewicht der Geschlechter ist nur bei den Christen zu konstatieren. Am ineisten überwiegen die Männer bei den Juden, wo auf 1000 Männer nur 910 Frauen entfallen. In den einzelnen Bezirken ist das gegenseitige Verhältnis recht verschieden. Nur im Distrikt Jerusalem, und zwar im Subdistrikt i Jerusalem, wo eine alteingesessene jüdische Bevölkerung existiert, sind die Frauen etwas! zahlreicher bei den Juden vertreten als die j Männer. Es trafen hier auf 1000 Männer j 1032 Frauen. Im Distrikt Jaffa und im Nord- I distrikt (in dem Haifa gelegen ist) überwiegen die Männer ganz bedeutend, weil hier bekanntlich die zugewanderte Bevölkerung, die ihrer ganzen Zusammensetzung nach aus jugendlichen arbeitenden Personen