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Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden · 1916-07-01 · Heft 7-9 (Juli 1916) · p. Seite 111

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Journal
Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
Volume
12 (1916)
Issue
Heft 7-9 (Juli 1916)
Article
Eheschließungen in den Jahren 1913 und 1914
Date
1916-07-01
Page
Seite 111 (sequence 2)
Language
German
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— _ III - auf die EheschHeßungshäuriffkett bei den Evangelischen augeübt, bedeutend größer war die Wirkung bei den Katholiken und amj stärksten äußerte sie sich die bei den Juden, wo nahezu l(z Ehen weniger geschlossen wurden als im vorangegangenen Jahre, Spielt hier die Religion eine Rolle? Oder zeigt sieh hierin ein Maßstab für das Verantwort lieh keitsge fühl, mit welchem die Angehörigen der einzelnen Konfession zur Ehe schreiten? Unberührt vom Kriege blieben die gemiehten Ehen, wenn man die Gesamtzahl ins Auge faßt, Sie haben sogar etwas zugenommen, nämlich absolut um 890, prozentual um .1,6%. Diese Tatsache ist wohl auch darauf zurückzuführen, daß unter den Kriegs™ trauurigen sich viele Mischehen befanden. Interessant ist es zu vergleichen, wie im einzelnen innerhalb der Mischehen die Zahlen für 1914 gegenüber jenen von 1913 lauten. Die Fälle, in denen ein evangelischer Mann mit einer Frau anderen Bekenntnisses eine Ehe einging, haben um 675 - 2,7 % zugenommen die Eheschließungen zwischen evangelischer Frau und Manne anderer Konfession am 958 - 3T5 %; dagegen haben die Eheschließungen zwischen katholischem Mann und Frau anderen Bekenntnisses um 1555- 5,6% abgenommen. Die übrigen Rubriken unserer Tabelle weisen ebenfalls ein Wachstum auf und zwar haben die Ehen zwischen katholischen Frauen und Männern sonstiger Konfession eine absolute Zunahme von 680 bezw, von 1,7% zu verzeichnen. Die jüdischen Mischehen sind gleichfalls bedeutend gestiegen, Die Falle, in denen ein jüdischer Mann mit einer Frau anderen Bekenntnisses eine Ehe einging, stiegen um 152 - 23,7 %, die Ehen zwischen israelitischer Frau und; Manne sonstigen Bekenntnisses wuchsen um 70 - 14,6 %, Berechnen wir zum Schlüsse noch den Anteil der gemischten jüdischen Ehen an der Gesamtzahl der jüdischen Eheschließungen in den drei Jahren 1912/13/14. Von .100 mann], Jud. gingen Von 100 weibL Jud. gingen eine Mischehe ein eine Mischehe ein 1912 14,44 11,19. 1913 15,06 11,70 1914 23,27 17,87 (Statistisches Jahrbuch für das Deutsche Reich. 37. Jahrgang,) ISachscn Zur Statistik des- Juden Im __K5i*%a-eich Sachsen* Dem Verwaltungber ic,ht der Israelitischen Religion sge me'.ind e zu Dresden für dasJahr 1915 entnehmen wir folgendes: Das Königreich Sachsen hatte im Jahre 1910 4 806 661 Einwohner, darunter 17 587 0,37 % Juden | gegen 14 697 Juden von 4 508 601 oder 0,32 % Juden | im Jahre 1905, Die Zahl der Juden in Sachsen hat J sich also etwas vermehrt. | Die Juden Sachsens verteilen sich auf die einzelnen Gemeinden folgendermaßen : 1910 iy()5 Annaberg 130 147 Bautzen 77 75 Chemnitz 19U 1569 Dresden 4255 ^931 Leipzig 9728 7938 Plauen 953 609 Zittau 227 197 Zwickau 306 231 17587 14697 An der Vermehrung sind also alle sächsischen Gemeinden beteiligt. in Dresden wurden auf dem Gemeindeamt im Jahre .1915 angemeldet 46 Geburten, und zwar 26 mannliche und 20 weibliche, 3 Eheschließungen, 72 Todesfälle, und zwar von je 36 männlichen und weibdchen Personen. Im Jahre 1914 betrug die Geburtenzahl 74 und die Ziffer der Eheschließungen 6. Es ist . also eine verhältnismäßig sehr beträchtliche Abnahme der Geburten und Heiraten festzustellen — offenbar als Folge des Krieges, Die Austritte aus dem Judentum beliefen sich auf 7, Die Übertritte zum Judentum auf 3. Der Kultussteuerbedarf betrug im Jahre 1915 M 80 300; die wirkliche Einnahme war um 11 223,52 M. höher. Die 1097 elnkommensteuerpflichtigen Juden brachten 503 915 M. Staatseinkommensteuer auf. Arn Religionsunterricht nahmen aus Dresden und den Vororten im Schuljahre 1915/1916-560 Kinder teil, Rumänien Zakl und ¥©rt«ilimg der Juden in Rumänien L J. 1912 < In der im Jahre 1917 in Wien erschienenen 2 Auflage des ausgezeichneten Werkes : Rumünic n. Landes- und wirtschaftsstatistische sowie topographische Uebersichten, bearbeitet von der Direktion des K-K. Oesterreichischen Handelsmuseums, sind interessante und wichtige Angaben über die Zahl und Verteilung der Juden in Rumänien auf grund der letzten Volkszählung i. J, 1912 enthalten. Bekanntlich ist im vergangenen Jahrhundert nur einmal eine Volkszählung

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