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Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden · 1916-04-01 · Heft 4-6 (April 1916) · p. Seite 46

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Journal
Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
Volume
12 (1916)
Issue
Heft 4-6 (April 1916)
Article
Grundzüge einer Bevölkerungsstatistik der Juden
Date
1916-04-01
Page
Seite 46 (sequence 4)
Language
German
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IRI
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— 46 — gehende geographische Detail darzustellen. Wie beispielsweise i durch die amtliche Statistik im Deutschen ■ Reiche und den Bundesstaaten die Kon-; fessionszugehörigkeit der Bevölkerung nach : Provinzen, Bezirken, Kreisen ausgeschieden wird, so werden in mehr oder \ weniger weitgehendem Maße auch in den j andern Staaten die Volkszählungsergebnisse! für die Konfessionen nach Verwaltungsdistrikten veröffentlicht. Da naturgemäß der Statistiker ein großes Interesse daran hat, j die zu untersuchende Masse auch nach j örtlichen Gesichtspunkten möglichst einj gehend zu gliedern, ist ihm so die Möglich-! keit gegeben, seinen Wunsch erfüllt zu sehen, j Im Zusammenhang mit dieser rein ort-! liehen Betrachtung steht die Frage nach der j Verteilung der Juden auf Stadt und j Land. Sie läßt sich in einer nahezu eii schöpfenden Weise beantworten. Teils wird j sie von der amtlichen Statistik unmittelbar j gelöst, teils ist genügend Material vorhan-; den, um durch Berechnung die erforderlichen I Tabellen aufstellen zu können. Da natürlich in vielen Ländern durch die Volkszählung die Konfession der Bevölkerung in samtj liehen Ortschaften ermittelt wird, lassen sich j Ortsgrößenklassen aufstellen und die Zahl \ der Angehörigen der Konfessionen innerhalb! derselben errechnen. Auf diese Weise sowohl j wie durch die zu wiederholten Malen er-; folgte Aufnahme der Verteilung auf Stadt j und Land ist es möglich, in den meisten Ländern den Zug vom Lande i n die Stadt, j den Anhäufungsprozess in den größeren j Städten, den wachsenden Anfeil der hauptj städtischen Bevölkerung an der gesamten j Landesbevölkerung festzustellen. Von amts-; wegen ist die Ausscheidung nach dem eben angeführten Gesichtspunkt erfolgt in Schweden, Dänemark, Holland, Preußen, Bayern, j Sachsen, Württemberg, Ungarn, Schweiz, Rußland, Bulgarien, Serbien, sowie den meisten Staaten Australiens. Durch Berechnung läßt sich in den genannten Staaten sowie in den übrigen nicht erwähnten Ländern das notwendige Material finden 'bezw. vertiefen. Eine wichtige Ergänzung zu diesem Kapitel liefert die Zahl der jüdischen Bevölkerung in den Städten. Volkszählungsergebnisse, private Berichte, so vor allem Berichte von Leitern jüdischer Schulen in den Städten des Orients, Schätzungen von Konsuln, liefern genügend Angaben, um den Stand der jüdischen Bevölkerung in nähezu sämtlichen größeren Städten der Welt kennen zu lernen. Eine Statistik aller Orte der Erde mit 1000 und mehr Juden läßt sich infolgedessen nahezu lückenlos aufstellen. Wir haben uns bisher mit der Ermittlung der Gesamtzahl der Juden auf der Erde, ihrer Verteilung auf Länder und Verwaltungsdistrikte, der zeitlichen Entwicklung, dem Agglomerationsverhäitnis und der Stadtstatistik befaßt. Betrachten wir nun die Masse als solche. Läßt sie sich nach natürlichen und sozialen Unterscheidungsmerkmalen gliedern? Für die Unterscheidung nach wesentlichen natürlichen Gesichtspunkten kommt das g e g e n s e i t i g e V e Y h ä 11 n i s d ej* Geschlechter und die Schichtung nach dem Alter in Betracht und hierüber sind wir hinreichend orientiert Nicht als ob wir angeben könnten, wieviel von der ganzen jüdischen Bevölkerung männlich bezw. weiblich sind, oder wie sie sich auf die einzelnen Altersklassen verteilt. Es genügt aber zur Entscheidung darüber, ob bei den Juden im allgemeinen ein Ueberschuß des männlichen oder weiblichen Geschlechtes besteht, daß wir die Zusammensetzung eines absolut und relativ

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