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Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden · 1916-04-01 · Heft 4-6 (April 1916) · p. Seite 34

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Journal
Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
Volume
12 (1916)
Issue
Heft 4-6 (April 1916)
Article
Die Bewegung der jüdischen Bevölkerung in Preussen, Bayern und Hessen von 1910 bis 1914
Date
1916-04-01
Page
Seite 34 (sequence 10)
Language
German
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- 34 — vollzogen wurden. Dagegen schnellte bei ihnen die Zahl der Mischehen mächtig in die Höhe und — dies ist interessant — vor allem dieZahlderMischehen mit jüdischem j Manne und christlicher Frau. In Preußen, I wo bereits in den letzten Jahren vor dem j Kriege von 100 heiratenden Juden 16 eine j Nichtjüdin heirateten, gingen 1914 25% der männlichen heiratenden Juden eine Mischehe ein. Wie es in dieser Beziehung in Bayern steht, wissen wir nicht, da die Unterlagen noch nicht vorliegen. Zum Schlüsse möge noch die Tabelle der Geburten-,Sterbe-u. Eheziffer folgen (Tab. 13). Die Berufe der Juden in Manchen, Von Dr. Paula Weiner-Oden heimer, Regensburg. Zweiter Artikel. Die Berufe der Münchener Juden mit Berücksichtigung der Gebürtigkeit. I. Allgeraeines.; Daher legte der Verein für die Statistik Im ersten Artikel (11. Jahrgangs. 85-86) j der Juden in München, dem ich, wie im haben wir die Berufe der Münchener Juden j vorigen Artikel (S. 86) konstatiert, das nachim Ganzen betrachtet, d. h. ohne einen Un- I folgende Material verdanke, mit Recht auf terschied unter ihnen nach der Gebürtigkeit j die Kombination zwischen Beruf und Gezu machen. Wenn man nun aber einen j bürtigkeit das größte Gewicht, klaren Einblick ins Berufsgefüge bekommen j Segall 2) hat festgestellt, daß die Zuwill, so läßt sich ganz besonders bei den j nahme der jüdischen Bevölkerung in Mün- Juden eine Kombination von Beruf und Herj chen in den letzten jahrzehnten3 namentlich kunft nicht umgehen. Denn die jüdische j seit l880j nicht biologische Gründe (Gebur- Bevölkerung in Deutschland ist nicht einj tenüberschuß), sondern demologische Gründe heitlich, sondern sie unterscheidet sich, je j hat, insbesondere Wanderungen, und zwar war nach ihrer Herkunft, sehr wesentlich. Besteht! es in der ersten Hälfte des in Frage kommenden schon ein sozialer Unterschied zwischen dem I Zeitraumes (1880- 1895) hauptsächlich die in der Großstadt geborenen und dem vom j Wanderung vom Lande in die Stadt (von Lande (Kleinstädte) zugezogenen Juden, j den bayerischen Provinzen und aus dem so ist das Milieu des deutschen und des j deuschen Osten), welche eine Bevölkerungsausländischen Juden ganz verschieden. Ja j zunahme zur Folge gehabt hat, in der zweiten die Frage nach dem Unterschiede zwischen j m]üe (1895 bis zur letzten Volkszählung den in einem Berufe tätigen Inländern und j 1910) hauptsächlich die Zuwanderung vom Ausländern wird gewissermaßen von selbst! Ausland- Um so interessanter ist es, die Art zu einem Bestandteil der Konfessionsstatistik, j der Erwerbstätigkeit und die berufliche Stelindem die Ausländerfrage in Deutschland j lmg dieser verschiedenen Bevölkerungsbekanntlich zum großen Teil eine Judenfrage j schichten kennen zu lernen, ist. 1)_______ 1) Unter den im Jahre 1900 gezählten 779 000 2} Segall, Jacob, Die Entwicklung der jüdischen Ausländern waren 41 113 Juden, also 5% gegen 1% Bevölkerung in München 1875—1905. Ein Beitrag bei der Bevölkerung überhaupt (Vierteljahreshefte \ zur Kommunalstatistik, herausgegeben vom Verein zur Statistik des Deutschen Reiches 1905, I. Ergän-; für die Statistik derJuden in München(Veröffentlichungen zungsheft) des Bureaus für Statistik der Juden, Heft7), 1910.

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