Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
- Journal
- Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
- Volume
- 12 (1916)
- Issue
- Heft 4-6 (April 1916)
- Article
- Die Bewegung der jüdischen Bevölkerung in Preussen, Bayern und Hessen von 1910 bis 1914
- Date
- 1916-04-01
- Page
- Seite 32 (sequence 8)
- Language
- German
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Die bloße Betrachtung der prozentualen ' rend gleichzeitig der Prozentanteil um 10% Anteile der unehelichen Geburten an der gestiegen ist. In Bayern ist sogar eine Er¬ Gesamtzahl der Geburten gibt keine klare; höhung des Prozentsatzes bei einer Abnahme Vorstellung von dem wirklichen Stande der j der absoluten Zahl erfolgt. Aehnlich liegen unehelichen Fruchtbarkeit. Es muß stets | die Verhältnisse in Hessen. Bei den Juden zugleich der Verlauf der ehelichen Fruchtj hat zwar, wenn man von Hessen absieht, barkeit berücksichtigt werden. Es kann j eine — wenn auch nicht gleichmäßig fortnämlich der Fall eintreten, daß der Prozentj schreitende — Veistärkung der unehelichen satz der unehelichen Geburten steigt und j Geburtenquote stattgefunden. So stieg sie zwar erheblich, ohne daß man von einem j in Preußen von 1910 bis 1913 von 300 bis starken Anwachsen der absoluten Zahl der j 374, um dann allerdings im Jahre 1914 bis unehelichen Geburten reden kann. Dies ist! auf 322 wieder zu fallen. Trotzdem hielt der Fall, wenn gleichzeitig die Zahl der! sie nicht gleichen Schritt mit der Steigerung ehelichen Geburten konstant bleibt oder gar j des Prozentsatzes. Während nämlich die abnimmt. Der Berechnung liegt nämlich i relative Zunahme der unehelichen Geburten die Gesamtzahl derGeburten, der unehelichen | von 1910 bis 1913 24% betrug, belief sich wie ehelichen, zugrunde, und es wird natur-; das Anwachsen der prozentualen Ziffer auf gemäß der eine Faktor — hier die Quote! 31%. Ebenso war es in Bayern. Man kann der unehelichen Geburten - um so stärker in : wohl sagen, daß im Laufe der letzten Jahrdie Erscheinung treten, je schwächer der; fünfte die uneheliche Fruchtbarkeit bei den andere wird. Sowohl die Entwicklung der Juden größer geworden ist, als Maßstab unehelichen Geburten bei den Christen als j darf aber nicht allein der Vergleich zwischen insbesondere bei den Juden bestätigt dies. : dem prozentualen Anteil der unehelichen In Preußen beispielsweise hat sich die Zahl Geburten in früheren Jahren und heute geder christlichen unehelichen Geburten I nommeii werden, von 1910 bis 1914 um 5% vermehrt, wäh- \ Tab. 9 Preußen Bayern Hessen Jahr Die Totgeborenen machten aus den Geborenen aus bei Die Totgeborenen machten aus bei den Geborenen aus Die Totgeborenen machten aus bei den Geborenen aus chrstl. Ehen jüd. Ehen Misch - eh. mit christl. Mann Mischen., mit jüd. Mann unehl. von christl. Mutter unehi. von jüd. Mutter il c qz; o tn JZ3 "c3 o _ V § V, ~£ o T3 P :ü u :> E ~£ CJ . J= *o CJ oo £ 21 fl 3 > -1 *o jEL, 5 > 15 c CJ |s Tj c CJ _ CJ CJ co JZZ ~ CÜ jcS o *u OO CJ s s <u . •5:2 cß IZL, §s £"3 v-i o sz c u. 3 > u - -d OjS 5 > 1910 1911 1912 1913 1914 2,84 2,80 2.82 2,84 2,85 2,94 3,06 2,54 2,89 2,33 3,38 2,38 3,54 2,47 2,15 2.93 L51 3,05 2,54 2,10 4.30 4.37 4?27 4,30 4,46 5.33 4,48 4,93 2,41 4,35 2,63 2,63 2,63 2,57 2,52 1,07 2.47 2,09 7,41 4,00 3,33 2,94 6,06 3,27 2,96 3,07 2,94 4,35 11,54 16,66 3,07 3,31 3,06 2,96 3,07 1,74 2,36 2,56 1,93 1,64 7,14 13,33 11,11 14,72 3,77 3,58 3,24 3,28 4.31 5,87 Die Abnahme der ehelichen Geburten Vitalität im großen und ganzen, wie die Tain den drei von uns betrachteten Staaten belle zeigt, unverändert geblieben ist. Wegen ist nicht von einer Abnahme von Totgeburten; der kleinen absoluten Zahlen, weiche die begleitet gewesen; daher kommt es, daß die j Statistik der Totgeburten in Bayern und