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Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden · 1915-10-01 · Heft 10-12 (Oktober 1915) · p. Seite 108

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Journal
Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
Volume
11 (1915)
Issue
Heft 10-12 (Oktober 1915)
Article
Eheschließungen nach dem Religionsbekenntnis 1912 und 1913
Date
1915-10-01
Page
Seite 108 (sequence 2)
Language
German
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— 108 — Bekenntnis Bekenntnis der Frau des Mannes Evan- Röm. Sonst. 1 Israe- Sonst. gel. kath. Christ! Ilten i; Bek. Zus. 1912 Evangelische 37728 1185 86 12 4 39015 Röm. kathol. 1704 571 7 — — 2 285 Sonst. Christ. 160 3 103 — — 266 Israeliten 13 6 2 74 2 103 Sonst. Bek. 21 2 3 — _ 26 Zus. 39632 1767 201 86 6 41692 1913 Bekenntnis Bekenntnis der Frau des Mannes Evan- Röm. Sonst Israe¬ Sonst. gel. kath. ehrst. litisch Bek. Zus. Evangelisch 36283 1256 76 8 3 37626 Röm. kathol. 1716 553 2 1 ___ 2 272 Sonst christl. 166 7 104 6 1 279 Israelitisch 19 1 1 74 1 96 Sonstige u. unbek. 28 — 1 — 5 34 Zus. 38212 1817 184 84 10 40307 Während die Zahl der Ehen im e ganzen sowie bei den beiden Hauptkonfessionen der Evangelischen und Katholiken abgenommen hat, ist sie bei den Israeliten unverändert geblieben. Es wurden im Jahre 1912 und 1913 je 74 ungemischte jüdische Ehen geschlossen. Die Zahl der jüdisch-christlichen Mischehen ist gesunken. Sie betrug 1912: 41, 1913: 32; auf je 1000 Personen der jüdischen Bevölkerung entfielen 1912: 5,3 Eheschließungen, 1913 nur 5,1. Es gingen eine Mischehe ein von 100 heiratenden Israeliten im Jahre 1912 22, im Jahre 1913 18. Geburten und Sterbefälle nach dem Religionsbekenntnis in Sachsen den Jahren 1912 und 1913. Der gleichen Quelle entnehmen wir die Ziffern der Geburten aus den Jahren 1912 und 1913. Auch hier machen wir wie oben bei den Eheschließungen die Wahrnehmung, daß eine Abnahme bei der Gesamtzahl, den Evangelischen und Römisch- Katholiken stattgefunden hat, nicht aber bei den Juden, die sogar eine Zunahme aufzuweisen haben. In rein jüdischen Ehen wurden 1912: 347 Kinder Bekenntnis des Vaters Bekenntnis der Mutter Evangel. Röm. kath. Sonst. Israej sonst. Christiiitisch «.unb. i i Zus. 19 12 Evangelisch 98011 2633 136 15 2 100797 Röm. kath. 3820 3349 25 1 — 7195 Sonst Christ, 363 46 625 3 — 1037 Israelitisch 22 5 3 347 .— 377 Sonst u. unb. 10 2 3 —- 7 22 Zus. 102226 6035 792 366 9 109428 Uneheliche 18402 1777 64 26 10 20279 Zus. 120628 7812 856 392 19 129707 19 13 Evangelisch 95229 2659 136 13 4 98041 Röm. kath. 3892 3286 15 1 1 7195 Sonst. Christ. 411 29 572 5 -. 1017 Israelitisch 31 3 1 388 — 423 Sonst, u unbek. 18 5 1 — 3 27 Zus. 99581 5982 725 407 8 106703 Uneheliche 18732 1973 45 25 4 20779 Zus. 118313 7955 770 432 12 127482 geboren, 1913, 388; die absolute Zunahme betrug 41, die prozentuale 12%. Bei den unehelichen Geburten zeigte sich keine Veränderung. Rechnet man die Geburten aus Mischehen zur Hälfte den jüdischen Geburten zu und fügt außerdem noch die unehelichen Geburten von jüdischen Müttern hinzu, so belief sich die Zahl der Geburten bei den Juden 1912 auf 403, 1913 auf 440. Die jüdische Geburtenziffer war in den beiden Jahren 22,9°/00, bezw. 25%0- Für die Gesamtbevölkerung lauten die entsprechenden Zahlen 26,9o/oo bezw. 26,5%0. Die Sterblichkeit erhellt aus der folgenden Zusammenstellung: Evang. Kathol. Israel. Zus. m. w. m. w. m. w. m. w. 1912 33462 31872 1851 1579 101 76 35750 33816 1913 32809 31385 1991 1553 105 90 35233 33279 Die jüdischen Sterbefälle haben im Jahre 1913 gegenüber 1912 um 16 zugenommen; dies bedeutet eine Zunahme um 9%. Die Zahl der Sterbefälle im ganzen ist um 1054=1,5% gesunken. Die jüdische Sterbeziffer lautete 1912: 10%0, 1913: 11%U. Sie ist außerordentlich niedrig, verglichen mit jener der Gesamtbevölkerung, die 14,5°/oo bezw. 14,2°/00 betrug. Für die Redaktion verantwortlich: Rechtsanwalt Dr. Bruno Blau, Berlin — Charlottenburg. — Verlag von Max Schildberg er Inhaber Arthur Schlesinger, Berlin W 62, Schillstrasse. 3 Dru k von E. Grüner, Bernau bei Berlin.

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