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Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden · 1915-07-01 · Heft 7-9 (Juli 1915) · p. Seite 82

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Journal
Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
Volume
11 (1915)
Issue
Heft 7-9 (Juli 1915)
Article
Anteil der Bekenntnisse am Schulbesuch der höheren Lehranstalten in Preußen 1914
Date
1915-07-01
Page
Seite 82 (sequence 1)
Language
German
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— 82 — Preußen ] Anteil de? Bekenntnisse am I Schulbesuch der höheren Lehranstaltesa in Preußen 1914. Von den Besuchern der höheren Lehranstalten für die männliche Jugend mit Einschluß der Vorschüler im ganzen 277 725 im Winter 1913/14 waren 70,6 % evangelisch, 23,4% katholisch, 5,17% jüdisch und 0,3% sonstigen Bekenntnisses, während in der preußischen Bevölkerung die Bekenntnisse nach der letzten Volkzählung mit 62,2%, 37,3%, 1% und 0,4% vertreten waren. Die Evangelischen und Juden sind über ihren Volksanteil, die Katholiken um er diesem beteiligt, jedoch zeigen sich bei den verschiedenen Anstaltsarten bedeutende Unterschiede. Es besuchten; Evang. Kath. Jud. Sonst. Zus. die Gytni nasien u. | die Propym-j nasien I ReaJgym- ( nasien und 1 Prorealj gyinnasien t Oberreali schulen \ Real- / schulen I Zus. t - 70858 -5ü,9!,/o 551 OS =77,2% 41990 ^80,2% 27804 -78,40/0 195940 70,6% 39889 7266 264 118277 =33,7% -6,2% -0,2% -100 11722 4274 307 71501 =16,4% -6,0% -0,4% =100 8154 -15,6% 5184 -14,6% 64949 -23,4% 2004 =3,80/0 2324 -6,5% 15868 -5,7% 225 =0,4% 172 =0,5% 968 =0,3% 52373 -100 35574 =100 27772 100 Die Bevorzugung der humanistischen Schulen seitens der Katholiken besteht fort wie früher. Wenngleich ihre Besuchsziffer noch immer nicht voll ihrem Bcvöikemngsanteil entspricht, kommt sie ihm doch am nächsten, dagegen sind die Gymnasien und Progymnasien diejenigen Anstalten, die die niedrigste Besuchsziffer der Evangelischen aufweisen. Sie ist die einzige, die unter ihrem Bevölkerungsanteil bleibt. Die Juden schicken 5,7 mal Kinder auf die höheren Schulen als ihnen ihrer Gesamtzahl noch zukommt. Bei den einzelnen Schularten abwankt die Ziffer zwischen 3,8 und 6,5. Von den Schülerinnen der höheren Lehranstalten für die weibliche Jugend, im ganzen 161072 im Winter 1913/14, waren dem Bekenntnisse nach: in den Lyccen E. i 100380 * -=68,2% f 0019 K. 350'30 -24,4% 3258 =63,7% =34,3% Studien- ) 2758 anstalten\ -62,2% Zus i 109157 ^us>" [ -67,8% 1133 25,5% 90321 =■-25,0% J. 10509 -=7,2% 9?3 =2,4% 526 11,9% 11258 —7 (UV ■ — «>u/o ■ s. 317 1 -0,2% 2 -0,0% 17 =0,4% 330 101072 -0,2% =100 Z. 47136 =100 9502 =100 4434 100 Preußen Die höheren Lehranstalten für die weibliche Jugend in Preußen am 1. Februar 1915. Schülerinnen der Es besuchten Staats- Gemeinde- Stiftungs- Privat- Anstalten das Ly cc um 1443 94 075 1 310 52 983 dav. Evang. 1 037 76 143 1 245 23 867 Kath. 256 10 419 32 25 880 Jüdische 145 7 223 31 3173 Sonstige 5 290 2 63 dasOberlyceum741 5004 248 2 664 das Evang. 517 3 968 245 758 Kath. 196 925 2 1 777 Jüdische 27 108 1 129 Sonstige 1 3 — — fliß stüliBnanstalten 470 3 655 — 544 dav. Evang. 293 2 459 — 109 Kath. 118 682 - 418 Jüdische 58 487 — 17 Sonstige 1 27 * — — Unter den Privatanstalten sind 75, die hauptsächlich von Stiftungen, Ordensgenossenschaften usw. unterhalten werden und nach ihrem Wesen den Stiftungsanstalten zuzurechnen sind. In ihnen wurden 21 280 Schülerinnen und zwar 507 evaugelische 20 109 katholische und 664 jüdischen Bekenntnisses unterrichtet. Die Lehramtspüfung bestanden von 1885 Seminaristinnen 1874 und zwar 1304 evangelischen, 536 katholischen, 33 jüdischen, und 1 sonstigen Bekenntnisses. Die Reifeprüfung hatten 290 Schülerinnen der Studienanstalten abgelegt und zwar 221 der rcalgymnasialen, 22 der gymnasialen, 47 der Oberrealschulrichtung. Evangelisch waren unter den im ganzen Bestandenen 175, katholisch 59, jüdisch 44, sonstigen Bekenntnisses 3 oder unter den bestandenen 22 Gymnasiastinnen in gleicher Folge 8,10, 4,0, unter den 212 Realgymnasiastinnen 135 bezw. 41 bezw. 33 bezw. 3, unter den 47 Oberrealschülerinnen 32 bezw. 8 bezw. 7 und 0. (Statistische Korrespondenz, Jahrgang XL! Nr. 26.) Preußen Die Prüfungen für das höhere Lehramt in Preußen i. J. 1913. Vor den königlichen wissenschaftlichen Prüfungskommissionen sind im Jahre 1913/14 2325 Schiriamtskandidaten für das höhere Lehramt geprüft worden. Der Religion nach waren: 1. In Religion und Hebräisch: 39 Ev. und 28 Kath. 2. Lateinisch und Griechisch: 207 Ev., 158 Kath.,4Jud.

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