Mannheim
Compact Memory

Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden · 1915-07-01 · Heft 7-9 (Juli 1915) · p. Seite 81

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
Volume
11 (1915)
Issue
Heft 7-9 (Juli 1915)
Article
Eheschließungen in den Jahren 1912 und 1913
Date
1915-07-01
Page
Seite 81 (sequence 1)
Language
German
Belongs to
chapter
OCR quality
97% known words query
IRI
…/2650397-3187753-3187757--4576-3194007
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

81 - Statistisches Archiv. Deutsches Reich Eheschließungen in den Jahren 1912 und 1913. Die Zahl der ungemischten und gemischten Ehen beider Gesamtbevölkerung, den Evangelischen, Katholiken und Israeliten betrug in den Jahren 1912 und 1913 folgendermaßen: Jahr Gesamtzahl der Ehen Ungemischte Ehen Gemischte Ehen Evang. Kath. o er CO CO o OjO CO n >r"H ° 5 . § 3 « «5 2 o Z'^X >^ U CO CC •— ^> -irS-O w c ca 3 C 2 o ~ d5 *o ra c . . -*o Sfil .2 c - o 1912 1913 523 491 513 283 309 779 301 646 154 871 3 833 153 369! 3 621 54 7121 24 838 54 373| 25 019 28 135 27 720 25978 25473 24 306 24 442 647 642 483 480 Bei der Gegenüberstellung dieser beiden Zahlenreihen fällt der Rückgang in der Gesamtzahl der Eheschließungen, der sich nur bei den ungemischten Ehen bemerkbar macht, auf. Er betrug im ganzen 10208-2o/0, bei den Juden 212=5,5 %. Dagegen hat sich in der Verteilung der Mischehen wenig geändert; ihre Zahl ist im ganzen und bei den einzelnen Konfessionen mit geringen Abweichungen unverändert geblieben. Vergleicht man die Ziffern von 1912 und 1913 mit Ziffern aus den Jahren 1901, 1905 und 1910, so ergibt sich folgendes: Die Gesamtzahl der Eheschließungen betrug im Jahre 1901:468 329, 1905:485 906, 1910:496 396, demnach ist mit Einschluß von 1912 eine ununter, brochene starke Steigerung zu verzeichnen. Von 1901 bis 1912 betrug die Zunahme 55 162, bis 1913 um 102Ö8 weniger also 44 954. Bei den Israeliten betrug die Zahl der ungemischten Ehen i. J. 1901:3 878, 1905:3 905, 1910:3 880 und 1913:3 621, also ein Rückgang um 257, d. h. im Verlauf von 12 Jahren war die Abnahme der jüdischen Eheschließungen nicht höher als in den Jahren 1912/13. Das Wachstum der gemischten jüdischen Ehen war in der gleichen Zeitspanne nicht unbeträchtlich. Die Zahl jener Mischehen, in welchen der Mann judisch, die Frau anderer Konfession war, betrug i. J. 1901:342, 1905 : 458, 1910 : 565 und 1913 : 642, also eine Zunahme von 300--=87°/o; die Zahl der Mischehen, in welchen die Frau jüdisch, der Mann anderer Konfession war, stieg von 316 i. J. 1901 auf 361 i. J. 1905, 4S8 i. J. 1910 und 480 i. J. 1913; hier war demnach die absolute und relative Steigerung viel geringer. Sie betrug absolut 164, prozentual 51,9%. Die Berechnung der Eheziffer und der Mischehenquote ergibt verglichen mit den Jahren 1901, 1905 und 1910 für die beiden Jahre 1912 und 1913 nachstehendes Bild. Jahr Es betrug die Zahl der Ehen auf je 1U)0 Pcrs. Auf je 100 ungern. Eh. traf. Mischeh. bei OS U-, 0=3 O üs ■ob £ Kath. > Jud. Evang. Kath. Jud. 1901 1905 1910 1912 1913 8,24 8,07 7,70 8,06 7,90 8,39 J 8,04 8,32 7,70 7,99 1 7,27 8,4l| 7,55 8,20! 7,49 7,14 7,12 7,13 7,15 6,79 14,65 15,18 16,48 17,10 17,48 27,18 28,78 31,05 32,47 32,54 16,97 20,97 25,85 29,48 30,98 (Statistisches Jahrbuch Deutsche Reich 1914 und 1915,) für das Preußen Jüdische Professoren u. Oberlehre*1 im Schuljahr 1914 in den preußischen Provinzen. Nach dem Kalender für das höhere Schulwesen Preußens und einiger anderer deutschen Staaten, 21. Jahrgang betrug im Schuljahr 1914 in den einzelnen Provinzen Preußens die Zahl dar jüdischen Professoren und Oberlehrer folgendermaßen: 8. Sachsen 1 9. Schleswig-Holstein — lö. Hannover — 11. Westfalen — 12. Hessen-Nassau 24 13. Rheinprovinz — 1. Ostpreußen 2. Westpreußen 3. Brandenburg 4. Berlin 5. Pommern 6. Posen 7. Schlesien 1 3 7 52 Zusammen 95

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.