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Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden · 1915-04-01 · Heft 4-6 (April 1915) · p. Seite 62

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Journal
Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
Volume
11 (1915)
Issue
Heft 4-6 (April 1915)
Article
Die Bewegung der jüdischen Bevölkerung in den Jahren 1912 und 1913
Date
1915-04-01
Page
Seite 62 (sequence 1)
Language
German
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- 62 - iatistiscfies Archiv. Preußen Die Belegungder jüdischen Revoüienmg' in desa Jahren 1912 csad 1913. . Mit Rücksicht darauf, daß die Bevölkerungsbewegung im Jahre 1914 infolge des Krieges einen anormalen Charakter trägt, dürfte es angebracht erscheinen, die jähre 1912 und 1913, deren Ergebnisse jetzt vorliegen, gesondert von jenen für das Jahr 1914 die in Bälde zu erwarten sind, zu behandeln. Wir legen dem Aufbau der Tabellen auch diesmal dasselbe Schema zu gründe wie bei den analogen Veröffentlichungen im zweiten, dritten, vierten, fünften, sechsten und neunten Jahrgang dieser Zeitschrift und bringen zum Vergleiche die Zahlen für die Jahre 1910 und 1911. Im Jahre Ehelich Geborene aus christl. Ehen Geborene überhaupt aus jüd. Ehen jj___aus Mischehen davon jjGeborene \ dav. Totgeb. (überhaupt Totgb. iMann christl. j Frau jüd. Geb. dav Mann jüd. Frau christl. Geb. dav. v_.to>. uav. | v>cu. uav. überh.; Totgeb.'! überh. (Totgeb Unehelich Geborene m cliiisü. Mutter Geborene überhaupt dav. Totgb. tob mi. Msr <u! 5 | j dav. I 1! Totgbo S ' 1910 1 151 083 32 714 6 042 178 384 j 13 409! 12 98 395 4 233 300! 16 1911 1 120 696 31 405 5 916 181 378! 3 396! 6 97 370 4 258^ 335! 15 1912 1 114 262 31 412 5 694 145 367 | 13 466! 17 101014 4 3201 365! 18 1913 1 100 583 31 291 5 661 164 364 i 9! 432 i 11 101 971 4 4851 374! 9 Die ehelichen Geburten aus christlichen Ehen sind in starkem Rückgang begriffen. Ihre Zahl hat von 1910 bis 1914, also in 3 Jahren absolut um 50 500, relativ um 4,4% abgenommen. Bei den Geburten aus jüdischen Ehen fand die größte Abnahme im Jahre 1911/12 statt; im Jahre 1913 hat keine weitere Abnahme stattgefunden. Das Gleiche ergibt sich für die Kinder aus Mischehen, in denen der Mann christlich, die Frau jüdisch ist, während die Geburten aus Mischehen mit jüdischem Manne und christlicher Frau sich etwas verringert haben. Im großen und ganzen aber sind die Veränderungen in den einzelnen Jahren nicht allzu beträchtlich. Die unehelichen Geburteu von christlicher Mutter wraren im Jahre 1913 ebenso zahlreich wie im Jahre 1912 und sind gegen 1911 gestiegen, die jüdischen unehelichen Geburten sind in langsamen aber fortdauernden Steigen begriffen. Über den prozentualen Anteil der christlichen und jüdischen unehelichen Geburten an der Gesamtzahl der Geborenen gibt folgende Tabelle Auskunft Jahr Christi, unehei. Geburten Von 100 christlich Geb. war. unehelich Jüdische unehei. Geburten Von 100 jüd. Geb. waren unehelich 1910 98 395 7,90 300 4,45 1911 97 370 8,00 335 5,05 1912 101014 8,31 365 5,64 1913 101971 8,48 374 5,81 Je mehr die Zahl der ehelich jüdischen Geburten abnimmt, umso deutlicher tritt der Prozentsatz der unehelichen jüdischen Geburten in die Erscheinung, auch ohne daß ihre absolute Zunahme besonders hoch ist. Doch ist auch diese nicht unbeträchtlich; sie betrug von 1910 bis 1913 74, d. h. 24%. Bei den Christen wuchs im gleichen Zeitraum die Quote der unehelichen Geburten um 3 576, d. h. um 3,68%. Was die Vitalität der Geborenen anlangt, so machten die Totgeborenen aus bei den Geborenen aus Jahr christlichen 1 Ehen jüdischen j Ehen! Mischehen mit christl. Mann j Mischehen , mit jüdischem Mann unehei. Geb. v. christliclier Mutter i unehei. Geb.; v. jüdischer j Mutter! 1910 2,84 2,94 3,38 2,93 4,30 5,33 1911 2,80 3,06 0,79 1,51 4,37 4,40 1912 2,82 2,54 3,54 3,65 4,27 4.93 1913 2,84 2,89 2,47 2,54 4,39 2,41 Die Vitalität der Geborenen aus christlichen und jüdischen Ehen ist im allgemeinen gleich hoch; sie wird um das Doppelte von der Vitalität unehelicher Geburten übertroffen. Relativ am günstigsten liegen die Verhältnisse bei den Geburten aus Mischehen mit jüdischem Manne. Die Entwicklung der Eheschließungen in den Jahren 1910 bis 1913 zeigt folgende Übersicht.

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