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Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden · 1913-01-01 · Heft 1 (Januar 1913) · p. Seite 16

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Journal
Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
Volume
11 (1915)
Issue
Heft 1 (Januar 1913)
Article
Ehescheidungen im Jahre 1912
Date
1913-01-01
Page
Seite 16 (sequence 2)
Language
German
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- 16 — von Hundert aller Ehescheidungen: Katholiken . . . 55,8 Evangelische . 21,2 Israeliten.... 2,6 Mischehen . . 20,1 unbek. Religion 0,3 Unter 100 ungemischten Ehen entfielen auf solche, in denen beide Ehegatten Israeliten waren, im Jahre 1912 1,7. Der Prozentanteil der Ehescheidungen in rein jüdischen Ehen an der Gesamtzahl der Ehescheidungen ist demnach höher als der Anteil der ungemischten jüdischen Ehen an der Gesamtzahl der ungemischten Ehen. Läßt man auch bei den Ehescheidungen die Mischehen, die nicht weiter nach der Konfession der Ehegatten ausgeschieden sind, beiseite, so steigt der Prozentsatz der israelitischen Ehescheidungen auf 3,3. Elsaß-Lothringen Religion der zugegangenen Gefangenen im Jahre 1911. Im gleichen Jahrbuch finden sich nachstehende Angaben über die Religion der Gefangenen, welche im Jahre 1911 in das Zuchthaus, Gefängnis und Arbeitshaus hinzugekommen sind. Zuchthaus Gefängnis Arbeitshaus Religion kathol. . . evang. . . israel..... andersgl. . . m. 98 23 1 m. 2 698 714 31 6 w. 268 87 3 m. 82 43 3 1 w. 45 22 Unter den Zuchthausgefangenen machten die Israeliten 1 0,75% aus, unter den Gefängnisgefangenen 34 0,89%, unter den Arbeitshausgefangenen 2 1, 02%. Der Anteil der Juden an der Gesamtbevölkerung im Jahre 1910 betrug 1,69 %. Preußen ProzentuaS er Anteil der Kinder ans rein jüdischen Ehen an den ehelich Geborenen von 1907 bis 1912. Eine sehr interessante Berechnung über die durchschnittlich im Jahre geborene Anzahl von Kindern aus rein jüdischen Ehen im Verhältnis zur Gesamtzahl der ehelich Geborenen stellt das Statistische Jahrbuch für denPreußischen Staat 1913 auf. Danach waren unter 100 ehelich Geborenen durchschnittlich Kinder aus: rein rem rein evang. Ehen kath. Ehen jüd. Ehen anderen Ehen 1907 53,3 39,6 0,55 6,59 1908 53,6 39,9 0,55 6,65 1909 52,6 40,2 0,53 6,71 1910 52,3 40,4 0,52 6,75 1911 51,9 40,8 0,52 6,80 1912 51,6 41,1 0,51 6,80 Das wesentlichste Ergebnis dieser Tabelle ist» daß der Rückgang der Kinderzahl in rein jüdischen Ehen im großen und ganzen nicht stärker war als der Rückgang der ehelichen Geburten überhaupt, denn der Prozentsatz der Kinder aus rein jüdischen Ehen ist nur unerheblich gesunken. Württemberg Zahl der jüdischen Lehrkräfte an den Volksschulen, Mittelschulen und höheren Schulen im Jahre 1911. Im Jahre 19U hat gleich 1901 und 1906 eine schulstatistische Erhebung in den Bundesstaaten und zusammenfassend für das Reich stattgefunden. Von den fü das Kgr. Württemberg gewonnenen Ergebnissen nteressieren uns hier die Zahlen der jüdischen Lehrkräfte. Ges.-Zahl der Lehrkräfte 5 279 davon Juden 20 % der Juden 0,37 1. Volkschulen 2. Mittelschulen A) Knabenmittelschulen 3166 — — B) Mädchenmittelschulen 1481 — — C) Gemischte Mittelschulen 1631 — — Leider sind für die höheren Schulen keine Zahlen veröffentlicht. Der Anteil an der jüdischen Bevölkerung betrug im Jahre 1910 0,49%. Es entspricht daher die Zahl der angestellten jüdischen Lehrkrä fte an Volksschulen annähernd der Quote der jüdischen Bevölkerung. An den übrigen Schulen sind kiine jüdischen Lehrkräfte angestellt. Die Zahl der jüdischen Schüler in den Volksschulen betrug 344: es traf demnach 1 Lehrer auf 17,2 Schüler. Bei den Katholiken und Evangelischen trafen ein Lehrer auf 65,9 bezw. 67,4 Schüler. In Knabenmittelschulen gab es keine jüdischen Schüler; in Mädchenmittelschulen und gemischten Mittelschulen zusammen 98. (Statistisches Handbuch für das Königreich Württemberg, 22. Ausgabe» Jahrgang 1912 und 1913. Für die Redaktion verantwortlich: Rechtsanwalt Dr. Bruno Blau, Berlin-Charlottenburg. — Verlag von Max Schildberge r, Inhaber Arthur Schlesinger Berlin W. 62, Schillstrafie 3. Druck von E. Grüner, Bernau bei Berlin.

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