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Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden · 1914-11-01 · Heft 11-12 (November 1914) · p. Seite 146

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Journal
Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
Volume
10 (1914)
Issue
Heft 11-12 (November 1914)
Article
Zehn Jahre "Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden!"
Date
1914-11-01
Page
Seite 146 (sequence 2)
Language
German
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— 146 — willkommene Gelegenheit bieten. Insbesondere wird dies in der Sammelschrift geschehen, welche zu der Jubiläumsfeier vorbereitet wird. Nur die eine Tatsache wollen wir aussprechen, daß der bisherige Inhalt unserer Zeitschrift in Verbindung mit den übrigen Veröffentlichungen des Büros für Statistik der Juden unendlich viel für die Aufhellung der verschiedenen Erscheinungsformen des Gesellschaftslebens der Judenheit geleistet und auch wichtige Fingerzeige für die allgemeine Gesellschaftslehre gegeben hat. Dies wird von den berufensten Seiten anerkannt. Indem wir nachstehend einen für die oben erwähnte Sammelschrift bestimmten Aufsatz des Vorsitzenden des Vereins für die Statistik der Juden in München, Herrn Prof, Dr. ArthurCohen, zum Abdruck bringen, zeigen wir gleichzeitig, wie sich seit Begründung der Zeitschrift die Auffassung von der Bedeutung der Statistik der Juden vertieft und fortentwickelt hat. Denn der Feder desselben Verfassers entstammt ein Aufsatz über das gleiche Thema, der im ersten Jahrgang der Zeitschrift (Heft III, Seite 11) enthalten ist. Allen denen, die durch treue Mitarbeit oder durch anderweite Unterstützung unsere Zeitschrift gefördert und sie zu ihrem jetzigen Stande geführt haben, unseren wärmsten Dank auszusprechen, ist uns in diesem Augenblick ein tiefes Bedürfnis. Insbesondere gebührt dieser Dank dem verdienstvollen Begründer der Zeitschrift, Herrn Dr. Arthur Ruppin, der für immer ihre Richtlinien angegeben und zahlreiche eigene Beiträge geliefert hat. Die Schriftleitang der Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden Dr. Bruno Blau. Jadenfrage Von Prof. Dr. Arth I. Die Wertung der Statistik in der Judenheit ist nicht einheitlich. Die Stellung der jüdischen Literatur zur Statistik, der Grad ihrer Wertung in der jüdischen Welt ist davon abhängig, was als „Judenfrage" betrachtet wird. Das Kulturjudentum, das zum Teil den Golus (Exil) für eine teleologisch präterminierte Periode in der Geschichte des Judentums, zum Teil wenigstens die Erhaltung und Pflege des jüdischen Kultus, der jüdischen Sitten, der hebräischen oder jiddischen Sprache für den Hauptinhalt der Judenfrage hält, wird für eine statistische und Statistik. u r Cohen, München. Behandlung der Verhältnisse in der Judenheit nicht viel übrig haben, ja einen Zusammenhang zwischen Judenfrage und Statistik kaum einzusehen vermögen. Aber auch diejenigen, die sich der Erforschung der Judenfrage in ihrem ganzen sachlichen Bereich widmen, werden in ein verschiedenes Verhältnis zur statistischen Methode kommen, ihr fremd bleiben oder sich zu ihr geradezu hingetrieben sehen, je nachdem sie sich darauf beschränken, die jüdische Vergangenheit zu betrachten oder Zustandsschilderung pflegen. Denn der Historiker kennt nicht nur Quantitäts-, sondern auch Qualitäts-

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