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Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden · 1914-07-01 · Heft 7-8 (Juli 1914) · p. Seite 120

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Journal
Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
Volume
10 (1914)
Issue
Heft 7-8 (Juli 1914)
Article
Statistik der Juden in Leipzig
Date
1914-07-01
Page
Seite 120 (sequence 2)
Language
German
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— 120 — Ungarn . . . Rußland . . . Andere Staaten . 85 1 062 232 63 944 159 148 2 006 391 zusammen 4 994 4 440 9 434 II. Die jüdische Bevölkerung Leipzigs seit 1832. Alt-Leipzig Neu-Leipzig absolut prozentual '1832 140 0,33 1849 320 0,51 1858 713 0,96 1861 786 1,00 1864 1 027 1,20 1867 1 148 1,26 1871 1739 1,63 1875 2 551 2,00 1880 3 179 2,13 1885 3 640 2,14 1890 3 796 2,11 1895 4 393 2,40 1900 5 504 2,87 1905 6 736 3,57 1910 8 031 4,18 ( 1890 274 0,24 1895 451 0,21 { 1900 667 0,25 1905 940 0,30 \ 1910 1 403 0,35 Gesamt-Leizpzig 1890 1895 1900 1905 6910 4 070 4 844 6 171 7 676 9 434 1,38 1,21 1,35 1,52 1,60 III. Eheschließungen im Jahre 1911. Es wurden 31 rein jüdische Ehen geschlossen und 15 Mischehen, an denen Juden beteiligt waren, nämlich 7 Ehen zwischen einem jüdischen Mann und einer evangelisch-lutherischen Frau, 4 Ehen zwischen einem evangelisch-lutherischen Mann und einer jüdischen Frau; an den übrigen 4 Mischehen waren je zwei jüdische Männer und Frauen beteiligt. IV. Geburten im Jahre 1911. Ehelich geboren wurden 240 Kinder, deren mindestens ein Elternteil jüdisch war. Aus rein jüdischen Ehen entstammten 214 Kinder, aus Mischehen 26 Kinder. Von ledigen jüdischen Müttern wurden 18 Kinder geboren. V. S t e i b e f ä 11 e im Jahre 1911. Es starben 108 Juden, und zwar 56 männliche und 52 weibliche. Davon waren 35(17 männliche und 18 weibliche) in Leipzig, 31 (15 männliche und 16 weibliche) im übrigen Deutschland und 42 (24 männliche und 18 weibliche) im Ausland geboren Mitteilung. Am 16. Mai 1914 hieit der Verein für die Statistik der Juden in München im Lokal der München-Loge seine heurige Generalversammlung ab. Nachdem der Vereinsleitung Decharge ertetlt worden war, wurde dieselbe wiedergewählt. Hierauf hielt Herr Rechtsanwalt Dr. Elias Straus ein Referat über die Revision des bayerischen Judenediktes und die Statistik der Juden. Der Referent gab zunächst einen Überblick über die statistischen Ziffern, die bei der Revision des Judenediktes zu berücksichtigen seien und bei dieser gesetzgeberischen Arbeitzur Verfügung stünden (Bevölkerungsstatistik, Kultusstatistik, Finanzstatistik), und warf sodann die Frage auf, nach welchen Richtungen hin dieselben einer Ergänzung bedürfen, um für den erwähnten Zweck ein vollständiges statistisches Material zu gewinnen. Er kam zu dem Ergebnisse, daß es wünschenswert sei, die vorhandenen statistischen Ziffern nach folgenden Richtungen hin zu ergänzen: Organisationsformen der Gemeinden (Vorstand, Satzungen) Wahlstatistik, Steuerklassen, Bedeutung der Ausländer (Beitrag zu den Kultuslasten, Wahlrecht) Gehaltsverhältnisse der Beamten (Kultusbeamten, anderen Beamten). Schließlich bemerkte der Referent, daß die Revision des Judenediktes auch eine passende, dabei unwiderbringliche Gelegenheit darstelle, gewisse Forderungen zu erfüllen, die die Statistik schon seit längerer Zeit an die bayerische Judenschaft stelle, nämlich 1. für eine d a u - ernde Organisation der statistischen Arbeit durch regelmäßige budgetäre Aufwendungen zu sorgen; dies würde eine Aufgabe der geplanten zentralen Kassenorganisation zu bilden haben, 2. bei der jedenfalls im Anschluß an die Revision des Judenediktes notwendigen Umarbeitung der Satzungen der Kultusgemeinden jene Bestimmungen zu entfernen, die es den Kultusgemeinden unmöglich machen, für soziale und wissenschaftliche Zwecke Gelder aufzuwenden. Nach einer ausgedehnten Diskussion faßte die Generalversammlung eine Resolution, worin sie ihr Einverständnis mit dem Referat bekundete und die Vereinsleitung beauftragte, in diesem Sinne zu wirken Für die Redaktion verantwortlich: Rechtsanwalt Dr. Bruno Blau, Berlin-Charlottenburg. — Verlag von Max Schildberger Inhaber Arthur Schlesinger :Berlin W. 62, Schillstraße 3. Druck von E. Grüner, Bernau bei Berlin

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