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Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden · 1914-07-01 · Heft 7-8 (Juli 1914) · p. Seite 116

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Journal
Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
Volume
10 (1914)
Issue
Heft 7-8 (Juli 1914)
Article
Zur Statistik der Juden in Hannover
Date
1914-07-01
Page
Seite 116 (sequence 7)
Language
German
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- 116 — nicht ganz zuverlässig sein, da die Ausländer öfters (teils absichtlich, teils unabsichtlich) sich der polizeilichen An- oder Abmeldung entziehen." Die vorstehenden Zusammenstellungen bedürfen einer näheren Erläuterung nicht. Ähnliche Auszählungen für die jüdische Bevölkerung einer Stadt nach der Gebürtigkeit sind außer für München (vgl. Veröffentlichungen des Bureaus für Statistik der Juden, Heft 7 und diese Zeitschrift, Jahrgang 1909, S. 17 ff., 33 ff.) nicht veröffentlicht worden. Für Groß-Berlin sind jetzt Tabellen nach der Gebürtigkeit unter Hervorhebung der verschiedensten Merkmale hergestellt; dieselben werden in der vom Bureau für Statistik der Juden vorbereiteten Untersuchung über die jüdische Bevölkerung Groß-Berlins eingehend verwertet werden. — Den Hauptanteil an der weiteren Ausgestaltung der Hannoveranischen Gemeindestatistik hat wiederum der erste Vorsitzende der Gemeinde, Herr Senator Leopold Fischer. Nicht nur die statistische Wissenschaft, sondern auch die von ihm geleitete Gemeinde weiß ihm dafür Dank. Denn auch der praktische Nutzen der Statistik für die Verwaltungszwecke der Gemeinde wird sich bald erweisen. Hoffentlich wirkt die Bekanntgabe der Statistik der Gemeinde Hannover nacheifernd auf andere Gemeinden! Die stßtistischen Ziffern für austritt Von H Im Märzheft der Zeitschrift hat Maximilian Paul-Schiff einige Bemerkungen über meine Angaben bezüglich der Austritte aus dem Judentum und der Mischehen in Wien gemacht, die mit meinen Ausführungen im Wesentlichen garnicht im Widerspruch stehen, sie vielmehr nur näher erläutern- Aber er hat die Richtigkeit meiner Behauptungen in Zweifel gezogen, und deshalb finde ich mich veranlaßt, zu betonen, daß ich dieselben durchweg aufrecht halte und sie durch Ziffern erhärten will, indem ich die korrespondierenden Zahlen für Wien und Berlin einander gegenüberstelle. Wohl habe ich die Eintritte bezw. Rücktritte, die in Berlin ganz gering an Zahl sind, nicht in Betracht ziehen können, weil ich die betreffenden Daten nicht erlangen konnte. Aber diese würden das Verhältnis garnicht anders gestalten. Als Beweis hiefür wird die Angabe der Zahl der Austritte und Eintritte für das Jahr 1903 in ganz Deutschte gern Judentum und Mischehen. r a t o r. land im Verhältnis zur Stadt Wien dienen können. Es waren im genannten Jahre in ganz Deutschland bei einer jüdischen Bevölkerung von über 500000 Seelen nur 259 Austritte und 20 Eintritte, somit ein Verlust von 239 Seelen, während in Wien in derselben Zeit 638 Austritte und 105 Eintritte, somit ein Verlust von 533 Seelen, also mehr als doppelt soviel als in ganz Deutschland zu verzeichnen waren. Ich muß bei dieser Gelegenheit bemerken, daß auch in Deutschland, wo die Zivilehe zulässig ist, die Zahl der Eintritte nach authentischen Berichten in der letzten Zeit zugenommen hat. So sind in einem Quartal des Jahres 1912 in Berlin allein 36 Personen, darunter 33 Frauen zum Judentum übergetreten. Aus der beigefügten Tabelle ist zu ersehen, daß ich nicht die absoluten, sondern die Verhältnisziffern auf Grund der an-

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