Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
- Journal
- Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
- Volume
- 10 (1914)
- Issue
- Heft 7-8 (Juli 1914)
- Article
- Die Leistungen der Armenkommission der jüdischen Gemeinde zu Berlin
- Date
- 1914-07-01
- Page
- Seite 110 (sequence 14)
- Language
- German
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- 110 — der männlichen und weiblichen Ledigen j stark angewachsen ist, während die Verj heirateten einen kleinen Rückgang aufweisen, j ebenso die männlichen Witwer. Dagegen j haben die Witwen sehr erheblich, nämlich j um ca. 10^ abgenommen. j Was zum Schlüsse die Verteilung der j Almosenempfänger nach der Gebürtigkeit j anlangt, so zeigt uns die vorstehende j statistische Zusammenstellung aus den \ Jahren 1903 — 1911, daß sowohl die einmal j wie laufend Unterstützten zum weitaus größten Teil in Deutschland gebürtig sind. Bei den einmalig Unterstützten sind es mehr als 3/4, bei den laufend Unterstützten sogar über 90^9. An zweiter Stelle stehen die Österreicher und Ungarn, an dritter die Russen. Diese Tatsache steht im Widerspruch mit der oft gehörten Behauptung, daß unter den von der Gemeinde unterstützten Personen zahlreiche Ausländer seien. Zur Statistik der Ji Von Dr. Bruno Wie bereits früher in dieser Zeilschrift (Jahrgang 1912, Seite 70 ff.) hervorgehoben wurde, hat der Vorstand der Synagogengemeinde Hannover schon seit einigen Jahren die Statistik den Zwecken der Gemeindeverwaltung in hervorragender Weise dienstbar gemacht. Dem Haushaltsplan der Gemeinde für das Rechnungsjahr 1914 sind auf 35 Seiten wieder eine größere Anzahl Tabellen als .Statistische Verwaltungs-Chronik" beigefügt Die Tabellen behandeln die Bewegung in der Zahl der Gemeindemitglieder seit 1844, die Zahl der jüdischen Seelen, der Gemeindemitglieder und die finanziellen Leistungen seit 1852, j die Steuerstatistik der Israeliten in Stadt und I Provinz Hannover seit 1901, j die Zuschüsse für die Aufgaben der Gej meinde seit 1903, die Zuschüsse der Gemeinde zur Landrabbinatskasse seit 1852, die Barmizwoth und Religionsweihen, die Spenden in der Synagoge seit 1909, die Geburten, Eheschließungen und Todesfälle, [den in Hannover. Blau, Berlin. die Ausländerstatistik, die Rechte und Pflichten der Gemeinde gegenüber Dritten (Personen, Instituten, Stiftungen), die Angestellten-, Invalden- und Krankenversicherung und schließlich wird ein Sonderabdruck aus dem ,,Handbuch der jüdischen Gemeindeverwaltung" angefügt, welcher die Angaben über die Anstalten, Vereine und Stiftungen der Gemeinde enthält Die erste der genannten Tabellen über die Bewegung des Mitgliederstandes der Gemeinde bringen wir zum Abdruck (Tabelle I). Die beiden folgenden Tabellen sind im Wesentlichen bereits an dieser Stelle (Jahrgang 1912, Seite 72 u.73) wiedergegeben. Sie sind diesmal nur durch einige neue Rubriken und durch die Ziffern für die Jahre 1912, 1913 und 1914 ergänzt Aus letzteren ergibt sich, daß die Zahl der Mitglieder der Gemeinde Hannover im Jahre 1913: 1 047 und im Jahre 1914: 1081 betrug und der Gemeindeetat im Jahre 1913 die Höhe von 185000 M. und im Jahre 1914 von 193000 M. erneichte. Aus der Steuerstatistik entnehmen wir