Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
- Journal
- Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
- Volume
- 10 (1914)
- Issue
- Heft 3 (März 1914)
- Article
- Inhalt
- Date
- 1914-03-01
- Page
- 33 (sequence 1)
- Language
- German
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Erscheint monatlich. Abonsementspreis ffir das ganz© Jahr 6,— M., ffir das halbe Jahr 3,50 M. Z12 beziehen durch den Verlag Max Schildberger, Inhaber Arthur Schlesinger, Berlin W. 62, Schillttraase 3 oder durch simtliche Buchhandlungen Ir Demographie und Statt der Joden. Herausgegeben vom Bureau für Statistik der Juden Bertis C. 2, An der Spaadaner Brücke 15 Schriftleitung: Dr# Bruno Blau, Berlin. 10.Jahrgang März 1914 Heft Hr. 3 INHALT : Die nicht von den Verfassern gezeichneten Artikel sind Arbelten des Bureaus für Statistik der Juden I.Abhandlungen: Dr. oec. publ. Jacob Segall, Berlin: Die Juden im Königreich Sachsen von 1832 bis 191U. — Maximilian P a u 1 - S c h i f f in Wien: Die statistischen Ziffern für Austritte aus dem Judentum und Mischehen Ii. Statistisches Archiv: Verhältnisse der israelitischen Kultusgemeinden in Bayern im Jahre 1911 .— Ehescheidungen in Bayern im Jahre 1911. Nachdruck der Abhandlungen ist nur mit besonderer Genehmigung, des übrigen Inhalts nur mit vollständiger Quellenangabe gestattet. Die Juden im Königreich von Dr. oec. publ. J In der Volkszählung 1832 wurde zum ersten Male die Zahl der Evangelischen, Katholiken, Israeliten und Bekenner der sonstigen Religionsformen für das Königreich Sachsen ermittelt und für die einzelnen Amtshauptmannschaften und Gemeinden mit Unterscheidung nach Stadt und Land festgestellt. Seitdem ist die Auszählung nach der Konfession ein regelmäßiger Bestandteil jeder Volkszählung geworden, der in den letzten Zählungen mit steigender Sorgfalt behandelt wird. Unter dem Gesichtspunkt der Bevölkerungsentwicklung können wir die ganze Zeitspanne von 80 Jahren, soweit die jüdische Bevölkerung in Frage kommt, in drei Teilstrecken zerlegen, in die Zeit von 1832 -bis 1849, von da bis 1885 und in die dritte Periode, welche in unsere Tage hineindauert Sachsen von 1832 bis 1910. acob Segali, Berlin. Sie bilden in Ihrer Aufeinanderfolge gewissermaßen eine Stufenleiter. Zuerst Stagnation, dann langsames Fortschreiten der Bevölkerung und endlich in der neuesten Zeit stürmische Aufwärtsentwicklung. Die Zeit von 1832 bis 1849 ist für die sächsische Judenheit eine Zeit vollkommener Stagnation. Es hängt dies aufs Engste mit ihrer damaligen politischen Lage zusammen. Es betrug die absolute Zahl und der Prozentsatz der Juden in den Zählungen von 1832 bis 1849: Jahr Gesamtbevölkerung Juden % der Juden 1832 1 558 153 874 0,056 1834 1 595 668 850 0,053 1837 1652 114 848 0,051 1840 1 706 276 868 0,05 1843 1 757 800 882 0,05 * 1846 1 836 433 988 0,05 1849 1 894 431 I 022 0,05