Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
- Journal
- Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
- Volume
- 10 (1914)
- Issue
- Heft 1 (Januar 1914)
- Article
- Die Bevölkerungsbewegung der Stadt Wien von 1900 bis 1911 mit besonderer Berücksichtigung der Juden
- Date
- 1914-01-01
- Page
- Seite 11 (sequence 7)
- Language
- German
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- 11 — Tabelle V. Geburten-Überschuß. Jahr Geburten- Überschuß bei Gesamt- Bevölk. _o blich In Prozenten männliche *L a o E: j3 f« 02 c , 3 & c £: "Ö O O 3 oo —: 5 o - inlich blicli In Prozenten! männliche i i. Auf 1000 Jud. Geburten- Überschuß E *3 Auf vvol Gel Übe JSI 1 "S £ 1880 8510 3 967 4 543 46,62 11,73 1035 489 546 47,24 14,12 1890 6896 3 250 3 646 47,13 8,22 998 463 535 46,39 9,97 1891 12 867 6 347 6 520 49,33 9,43 1 081 502 579 46,44 9,12 1900 18061 8 730 9 331 48,32 10,92 1 348 586 762 43,47 9,26 1901 18913 9 523 9 390 50,51 11,18 1 165 549 616 47,30 7,92 1902 18 688 9 523 9 165 51.— 10,82 974 407 567 41,79 6,58 1903 18 072 9 115 8 957 50,44 10,25 1 055 484 571 45,88 7,09 1904 18 623 9 597 9 026 51,53 10,35 891 445 446 49,94 5,94 1905 15 002 7 582 7 420 50,54 7,91 615 248 367 40,32 4,07 Jahrfünft 1901— 1905 89 298 45 340 43 958 50,80 10,10 4 700 2 133 2 507 45,00 0,32 1906 17 098 8 762 8 336 51.25 9,02 750 239 511 31,86 4,94 1907 15 781 7 876 7 905 49,91 8,23 687 287 400 41,78 4,50 19= 8 12 328 6 371 5 957 51,68 6,33 470 200 270 42,55 3,07 1909 II 150 5 459 5 691 48.96 5,92 254 42 212 16,53 1,66 1910 11 100 5 395 5 705 48,60 5,51 218 62 156 28,40 1.41 Jahrfünft 1906- 1910 07 457 38 803 33 594 50,08 t,— 2 379 830 1549 32,22 3,12 Jahrzehntl901- 1910 150 755 79 203 7 7 552 50,44 8,55 7 079 2 903 4110 38,01 4,72 1911 7 346 3510 3 836 47,78 3,56 - 20 — 90 4-70 — -0,13 um 22,80%, oder von 12,91 pro Mille auf j 14,99 gestiegen, so daß das Jahr 1911 gar j keinen Geburtenüberschuß, sondern vielmehr j ein Minus aufweist. Das Jahr 1912 ist noch! ungünstiger ausgefallen. Die Zahl der Tot-; geborenen ist auch bei der jüdischen Bej völkerung bis auf die letzten drei Jahre fort- \ während gestiegen, und die der männlich j Lebendgeborenen zugunsten der weiblichen j zurückgegangen, wobei noch in die Wagj schale fällt, daß bei den Juden die Sterbj lichkeit der männlichen Bevölkerung um j 3 pro Mille höher ist als die Zahl der Lebendgeborenen, infolgedessen die jüdische mann- ' liehe Bevölkerung bedeutend sinkt. Ich bin von befreundeter Seite darauf aufmerksam gemacht worden, daß vielleicht 1 aus dem Grunde die Sterblichkeitziffer bei der jüdischen Bevölkerung so hoch ist, weil viele ortsfremde kranke Juden aus der Provinz kommen, um sich ärztlich behandeln zu lassen und hier sterben. Ich habe mir darum angelegen sein lassen, dies näher zu untersuchen und die Zahl der verstorbenen ortsfremden Juden zusammengestellt, und bin zur Überzeugung gelangt, daß dieselbe von gar keinem Einfluß sein konnte. Es waren zwar solcher jüdischen Verstorbenen während des Jahrzehnts 1828, aber dagegen fanden 1746 mehr jüdische Begräbnisse, als Verstorbene verzeichnet wurden, und 582 jüdische Leichenüberführungen aus Wien, statt. Überdies sind auch unter den Lebendgeborenen viele orts-