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Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden · 1913-12-01 · Heft 12 (Dezember 1913) · p. Seite 176

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Journal
Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
Volume
9 (1913)
Issue
Heft 12 (Dezember 1913)
Article
Zur Statistik der Juden in Amsterdam
Date
1913-12-01
Page
Seite 176 (sequence 2)
Language
German
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— 176 — Hieraus sehen wir, daß die Zahl der; unehelichen Geburten bei den Juden ein \ viertel so groß ist als bei den Nichtjuden. j Dies ist eine Merkwürdigkeit, welche nur j zu erklären ist durch eine ganz andere Auf-! fassung des Lebens, der Ethik und der j Sterblichkeit der Männer und Frauen nach der Religion auf 1C00 Personen Männer Frauen JE o o er! je "Sd <Ji jn 'So Evangel Rom. k; Jüdisc ohne Rel Total *c3 &c > lü Sc o QS Jüdisc ohne Reli JS ~G 1899 17,7 19,0 13,1 5,5 16,6 15,8 16,4 H,4 5,3 14,9 1909 15,8 16,4 12.9 3,7 14,3 14,7 14,2 10,4 3.6 13,2 1912 13,3 13,2 10,1 4,2 11,7 12,1 11,3 9,7 3,9 10,9 Sitten; und dieses hat wieder seinen Ursprung in der Religion unserer Väter. — In der letzten Tabelle wollen wrir noch die Sterblichkeitsziffern geben,welche bei den Juden niedriger sind als bei den Nichtjuden. Einiges Erstaunen erregen vielleicht die Zahlen der Konfessionslosen. Hier findet man eine sehr niedrige Sterblichkeit. Die Erklärung dafür ist aber leicht. Die Zunahme des Unglaubens unter der jüngeren Generation ist ein Zeichen der Zeit. Diejenigen, die sich als konfessionslos bezeichnen, werden also zumeist Personen sein, die in der Blüte des Lebens stehen; daher ihre geringe Sterblichkeit. Zur Statistik der Wohnungsfrage in den J Von Max Rosen Die Wohnungsfrage gehörte im Vormärz zu den am meisten in den Regierungsakten besprochenen jüdischen Problemen. Diese engen, den hygienischen Grundsätzen hohnsprechenden —(wie die amtlichen Berichte ausführten) — Behausungen trugen dazu bei, daß die Regierungsorgane sich gezwungen fühlten, die Sanierungsarbeiten in der Richtung vorzunehmen, daß der Ankauf von neuem, bisher in den christlichen Händen sich befindenden Boden bewilligt wurde und so die Ghetto's vergrößert und successiv, so zu sagen von Innen heraus gesprengt wurden. Die Tabelle zeigt annähernd, wie die Verhältnisse in 18 galizischen und west-österreichischen Städten beschaffen waren. Wir besitzen ausführliche Berichte über die Notwendigkeit der Assanierung des Prager Viertels, aber leider ohne nähere Daten, die auf die Zahl der Häuser und Wohnungen Bezug hätten. Zur Illustration, wie ernst die Landes- und Zentral-Organe die Sache bedenvierieln Österreichs vor der Revolution. u s c h , Drohobycz. handelt haben, können folgende Berichts- Auszüge dienen: I. Aus einem „Allunt. Vortrage der o. Hofkanzlei, 24 Jänner 1845, wegen Erweiterung des Wohnbezirkes für die Juden in der Hauptstadt Prag: Guberniale Erhebungen : Im Jahre 1843 waren in Prag 8360 Juden konskribiert, darunter 936 fremde. In der Judenstadt wohnen 5362 einheimische und 567 fremde Juden; 2 062 einheimische und 369 fremde Juden wohnen teils mit teils ohne Bewilligung in der Christenstadt. — Es wird eine Erweiterung von 278 Häusern in der Nähe der Judenstadt vorgeschlagen/ — Auf verschiedene Schwierigkeiten und Widerstände seitens der Provinzial-Behörden hinweisend bringt das Gutachten weiter folgendes vor: „Die Anstände in Ausfindung geeigneter Wohnungen für die Juden erneuern sich immer wieder und steigen bei Vermehrung der jüdischen Population immer mehr und mehr. Bei diesem Steigen des

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