Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
- Journal
- Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
- Volume
- 9 (1913)
- Issue
- Heft 10 (Oktober 1913)
- Article
- Inhalt
- Date
- 1913-10-01
- Page
- 137 (sequence 1)
- Language
- German
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Erscheint monatlich. Abonnementspreis für das ganze Jahr 6,— M., für das halbe Jahr 3,50 M. Zu beziehen durch den Verlag Max Schildberger, Inhaber Arthur Schlesinger, Berlin W. 62, Schillstrasse 3 oder durch sämtliche Buchhandlungen Demographie imi MI der Juden. Herausgegeben vom Bureau für Statistik der Juden Berlin C. 29 An der Spandauer Brücke 15 Schriftleitung: Dn Bruno Blau, Berlin. 9.Jahrgang Oktober 1913 Heft Hr. 10 INHALT : Die nicht von den Verfassern gezeichneten Artikel sind Arbeiten des Bureaus für Statistik der Juden I. Abhandlungen: Dr. oec. publ. Jacob Segall, Berlin: Die Berufszählung in München im Jahre 1907. (Fortsetzung.) — E. May, Hamburg: Die Zahl der Israeliten am Sinai und ihre Fruchtbarkeit in Ägypten. II. Statistisches Archiv: Religion der Schüler in den mittleren Unterrichtsanstalten in Berlin im Jahre 1911. — Eheschließungen in Amsterdam im Jahre 1911 und 1912. — Die Ergebnisse der Volkszählung in Irrland im Jahre 1911. — Die Ergebnisse der Volkszählung in Britisch-Indien im Jahre 1911. — Stand der jüdischen Kolonien in Argentinien im Jahre 1912. Nachdruck der Abhandlungen ist nur mit besonderer Genehmigung; des übrigen Inhalts nur mit vollständiger Quellenangabe gestattet. Die Berufszöhlung in München im Jahre 1907. Von Dr. oec. publ. Jacob Segal (Fortsetzung,) Berlin. Während nämlich im Jahre 1882 nur 15% der erwerbstätigen Juden dem weiblichen Geschlechte angehörten, waren es im Jahre 1895 bereits 19% und im Jahre 1907 schon 22%. Ein Vergleich der Zunahme der jüdischen Berufs bevölkerung mit der jüdischen Gesamt bevölkerung während der drei Berufszählungen ergibt folgendes Bild. Die jüdische Gesamtbevölkerung nahm zu von 1880 bis 1895 um 47,65%, die Berufsbevölkerung (d. h. die Erwerbstätigen mit Ausschluß der Dienenden) um 91%; von 1895 bis 1905 bezw. 1907 wuchs die jüdische Gesamtbevölkerung um 40%, die Berufsbevölkerung um 32%. Die Verschiedenheit, die sich bei der Zunahme der Berufsbevölkerung in den beiden Perioden zeigt, mag vielleicht in folgendem begründet sein. In dem Zeitraum von 1882 bis 1895 befanden sich unter den Zugewanderten vorwiegend junge Leute, die in dem Alter standen, daß sie beruflich tätig sein konnten, daher war das Wachstum der Erwerbstätigen größer als jenes der Gesamtbevölkemng, in der zweiten Periode dagegen, namentlich im Jahrfünft 1900 bis 1905 hatte die Zuwanderung einen gewissen Sättigungspunkt erreicht, sodaß die Frauen, Kinder und älteren Personen nunmehr das Hauptkontingent der Einwanderer stellten; daher hatte einerseits der Zunahmekoeffizient der Berufsbevölkerung von 1895 bis 1907 eine viel geringere Höhe als in der vorangegangenen Zeitstrecke und andrerseits blieb er hinter jenem der jüdischen Gesamtbevölkerung zurück. Die Teilnahme der männlichen Juden am Erwerbsleben vollzog sich von 1882