Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
- Journal
- Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
- Volume
- 9 (1913)
- Issue
- Heft 7-8 (Juli 1913)
- Article
- Unterrichtsstatistik für das Jahr 1910 in Galizien
- Date
- 1913-07-01
- Page
- Seite 111 (sequence 2)
- Language
- German
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— III — In der Akademie der schönen Künste in Krakau war folgende Frequenz der Juden zu verzeichnen: Katholiken Evangelische Juden i 880 58 — 3 189:, 46 — ,i : VüO 77 —. 2 1905 m 4 10 1906 \ 12 2 13 1907 137 2 10 ls'08 129 1 11 1909 146 i 14 Ein wichtiges Kapitel bilden die Lehrer-; Seminare, das interessant wäre, wenn die; Landesstatistik in diesem Punkte genauer; wäre und Ergänzungen betreffs der Anstellung; von Lehrern nach Konfession veröffentlichen wollte bezw., wenn sie die Zahl der Vclksschuliehrer nach Konfessionen publizieren j möchte. Das Lehrerelend in GaÜzien würde j dann den besten Ausdruck in den Zahlen der j veröffentlichten Statistik finden. Wir müssen uns j also zunächst mit der bloßen Angabe der! Schülerzahl der einzelnen Seminare begnügen, um ein Bild der jüdischen Frequenz zu gewinnen. A) Männliche Seminare 1880/1881 1890/1891 1900/1901 1905/1906 1906/1907 19» »7/1908 1908/1909 1909/1910 1910/1911 1880/1881 1890 1891 1900/1901 1905/1906 19OO/1907 1907/1908 1908/1909 1909/1910 1910/1911 5« 1021 855 2561 8033 3145 3222 3439 3562 8614 ^i% 746:73,1 628173,5 16S7:65,9 2052 67,6 2128,67,7 2244;69,6 891 2462171,6 89' 2535171,2 2565.710 O o/o 21320,8 186:21,7 725*28,3 876:28,9 922:29,3 27/7 97 26,1 948!26,6 073'26,9 59 39 142 93; 87! 741 66 70! 65 o.S1 4,6 5,5 3,1 2.8 2 1,9 2,0 Iß bJC n 0' u 10 3 0 2 0 7 0,3 12 0,4 80,2 110,7 13|0,7 810/2 10j0,3 B) Weib! t c he S e m i n a r e. 713 546:76,6 66 0,3 98 .13,7 3 0,4 579 503 86,9 7L 7,1 34 5,9 1|0,1 698 593:85,0 9343,3 8: 1,1 4|0,6 745 630 84,6 104 14,0 7: 0,9 4:0,5 822 712 86,6 96:12,0 7; 0,9 4:0,5 867 747:86,2 106 12.2 8. 0.9 6 0,7 938 816 87,0 110:11,8 6 0,6 1:0,6 975 S55 87.7 112!ll,o (r. 0,6 2|052 1017 880:8615 125 12,3 6; 0.6 6j0,6 Die Ziffern zeigen deutlich ein rapides Fallen der Schülerzahl und zwar absolut und relativ sowohl in den männlichen als auch in den weiblichen Anstalten; in den ersteren von 142 im Jahre 1900/01 au? 65 im Jahre i9i0/]i. In sämtlichen i4 männlichen Seminaren gab es im Zähljahre i 910/Ii insgesamt 65 jüdische Schüler und in den 4 weiblichen nur 6 jüdische Schülerinnen! ~~ Dabei sei erwähnt, da£5 von den männlich e n Seminaren die in Krakau, Tarnow, Rzeszow, also in den größten Städten W t s t g a 1 i z i e n s mit polnischer Unterrichissprache, ferner die .reminare in Alt- Sandez, Kely, Ruduck gleichfalls mit polnischer Unterrichtssprache j-u den rein sind, schlieQ- Hch noch das Seminar in Sambor mit polnischer und athenischer Unterrichtssprache ebenfalls: von den weiblichen Seminaren ist das;eminar in Krakau ohne jüdische Schülerinnen. Gymnasien, Realschulen. Hier ist das Bild für die Juden em günstiges, in den Gymnasien sogar bedeutend günstiger als bei anderen Konfessionen. In GaÜzien gibt es nach dem letzten Ausweise des Landesschulrates im Jahre IV; 0/1; insgesamt 86 Gymnasien und 14 Realschulen, also » Gymnasium auf 93,322 Einwohner und eine Realschule auf 573,262 Seelen. Die Entwicklung ist. eine sehr rasche. Noch im Jahre i 900/01 gab es 1 Gymnasium auf nur 243,865 und 1 Realschule auf 1045,134 Einwohner! im Jahre I9i0/U gab es iden staatlichen Gymnasien 16,6 S 4 Römisch- Katholische (53,4%), 6664 Griechisch-Kathoiische 122,8" <0, 30 Armeno - Katholische (0,1%), 163 (0,6%) Evangelische und 6757 Juden (23,: %), 7 andere, insgesamt 29155 Schüler; in den 17 Privatgymnasien mit Öffentlichkeitsrecht gab es 987 (49,0 %), Römisch-Katholische, 570(28,6%), Griechisch- Kaiholische, 22 (1,1) Armeno - Katholische»