Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
- Journal
- Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
- Volume
- 9 (1913)
- Issue
- Heft 6 (Juni 1913)
- Article
- Jüdische Kürschnerarbeiter in Paris
- Date
- 1913-06-01
- Page
- Seite 95 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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95 — klar und verständlich ist, daß diese ungelernte Arbeitskraft durch die Notlage nach allen Regeln der Kunst ausgenutzt wurde, wenngleich ein großer Teil bei jüdischen Kammermeistern beschäftigt wurde. Am 15. November 1907 wurde eine jüdische Kürschnerarbeitersektion gegründet, die im Jahre 1908 auf ca. 100 Mitglieder stieg, um 1909 wieder auf 40 Mitglieder zu fallen. Die Beziehungen der jüdischen Sektion zum „Chambre Syndicale" sind aus einer Reihe von Gründen sehr gespannt. Ungarn Ergebnisse der Volkszählung _ 1910. In einem der nächsten riefte dieser Zeitschrift gedenken wie zum ersten Mal eine kurze zusammenfassende Darstellung des Bevölkerungsstandes und der Bevölkerungsbewegung der ungarischen Juden seit der Mitte des vorigen Jahrhunderts zu geben. Heute möge nur die zahlenmäßige Entwicklung der Religionen nach den Zählungen von 1890, 1900, 1910 zur Veröffentlichung gelangen. Religion Kath l iat / gr. Reformiert . Evang. A. Kon f. Griech. Orient Unnitarisch . . Israelitisch . . Sonstige . . Ritus Anzahl in % der Ge3. Bev. im Jahre 1890 1900 1910 i 1890 \ 1900; 1910 Zunahme in 0/. in den Jahren rsöo^iQöö^ 1900 I 1910 8885942 1678969 2239197 1212634 2644951 62053 730342 9703 9919913 1854143 2441142 1288942 2815713 68568 851378 14760!10888138 | 2025508! 2621329! 1340143! 2987163 74296 I 932458 | 17452 50,9 i 9,6: 12.8! 6,9 | 15,1 : 0,4 1 4,2: 0,1 51,5 9 2 12,6 6,7 14,6 0,4 4,4 0,1 52,1 9,7 12,6 6,4 14,3 0,3 4,5 0,1 Zusammen . 17463791 19254559! 20886487 (Ungarisches Statistisches Jahrbuch. Neue Folge X 11,6 10,4 9,0 6,3 6,5 10,5 16,6 52,1 9,8 9.2 7i4 4,0 6,1 8,4 9,5 18,2 Neuseeland Ergebnisse der Volkszählung 1911. 1100,0; 100,0; 100,0! 3 0,3 j 8,5 IX. 1911. Budapest 1913.) Prozetitanteil an der Ges. Bev. Soeben ist der Bericht über die Resultate der Volkszählung in Neu-Seeland erschienen, die am 2. April 1911 stattgefunden hat. Wir entnehmen ihm die folgenden die Verteilung der Bevölkerung nach der Religion betreffenden Angaben. Konfession Abs. Zahl 1891 1896 li)01 1906 Gesellsch. d. Freund« 412 0,05 0,05 0,04 0,04 1 316 u.05 0,00 0,06 ü,09 Sonst. Protestanten 20 424 1,82 2,16 2,19 2,07 Rom. Kath. u. sonst. Kath........ 14Ö523 13,96 14,07 14.23 14,32 Griech. Kirche . . . 265 0 01 0,02 0,02 0,03 Juden ...... 2 123 0,23 0.22 0,21 0,21 Uebrige...... 57 087 4,77 4,40 4,06 4,38 1911 0,04 0,13 2.03 13,97 0,08 0,21 5.43 Konfession Abs. Zahl Engliche Kirche . . 413 842 Presbyterianer ... 234 662 Methodisten .... 94 827 Baptisten..... 20 042 Coneregt tionalisten 3 756 Lutheraner .... 4 477 Heilsarmee .... 9 707 Prozentanteil an der Ges. Bev. 1891 1896 1901 1906 1911 40,51 40,27 40,84 43,51 41,11 22,62 22,78 22,87 22,96 23.33 10,14 10,45 10,86 10,06 9,43 2,37 2,28 2,08 2,00 1,99 1,07 0,97 0,8? 0,83 0,87 0,-90 0,79 ü,63 0,55 0,44 1,50 1,50 1,04 0,95 0,96 Zusammen . . . .1 008 468 100,00 100,00 100,00 100,00 100,00 Der Anteil der Juden, der an sich schon überaus gering ist, blieb seit 1901 konstant. Die Zunahme seit 1906 betrug 261 Personen, d. h. 13 98%. Von den 2128 Juden waren 1130 männlich und 998 weiblich; es trafen demnach auf 1000 männliche 883 weibliche Juden. (Census of New- Zealand, 1911. Governement Statistician's Report.) Mittel Dem Jahresbericht des Vereins für die j Statistik der Juden in München für 1912! entnehmen wir folgendes: i Im Jahre 1912 suchten wir hauptsächlich unsere j Vereinsarbeiten auf eine breitere finanzielle Basis | zu stellen- Leider waren unsere bezüglichen Bej mühungen bis jetzt noch nicht von Erfolg gekrönt. \ Ursprünglich beabsichtigten wir, nach dem Muster j des Berliner Vereins ein Büro zu gründen und in der Kuratoriumssitzung vom 21. Februar 1912 wurden die dazu notwendigen Propagandaarbeiten lung. besprochen. Den Beratungen lag ein Referat zu Grunde, das unser I. Vorsitzender, Professor Cohen ausgearbeitet hatte. Da jedoch die Kuitusgemeinde München auf ihrem Standpunkt beharrt, daß sie aus Etatsmlrteln nur für eigentliche Kultuszwecke Aufwendungen machen dürfe und die anderen bayerischen Kuitusgemeinden bei dieser Sachlage sich sehr zurückhaltend zeigten, so kamen wir von diesem Plane wieder zurück. Dagegen wurde in der Vorstandssitzung von 30. November 1912 ein vom 1. Vorsitzenden Prof, Cohen vorgelegter