Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
- Journal
- Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
- Volume
- 9 (1913)
- Issue
- Heft 4 (April 1913)
- Article
- Statistische Notizen über die Zahl und Verteilung der Juden im ehemaligen Königreich Hannover
- Date
- 1913-04-01
- Page
- Seite 63 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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- 63 - 2. Die Juden im Königreich Hannover nach der allgemeinen Volkszählung vom 3. Dezember 185 2. Lutb. Kath. Israel. °4a^r a) Selbständige Städte..... 212991 21524 4579 0,25* b) Arntssässige Städte u. Flecken 171741 22509 3865 0,21 c) Sonstige Landgemeinden . . 1109301 173334 3113 0,17 1494033 217367 11562 3. Statistische Tabel le der Bevölkerung im Königreich Hannover nach der Zählung von 186 4. Landrosteibezirk Luth. Ref. Kath. Israel. Hannover .... 365757 2201 9201 3914 Hildesheim . . . 299926 7446 61591 2811 Lüneburg .... 372113 886 1896 1119 Stade....... 289918 7741 1862 1249 Osnabrück. . . . 91340 26866 146954 834 132691 52853 4425 2497 Bergh. Clausthal 33022 17 80 — Königreich 1584767 98010 226009 12424 82,39% 5,09% 11,75% 0,65% Im ganzen Königreiche ist gegen den Bestand von 3. Dezember 1861 eine Zunahme eingetreten: bei den Lutheranern um 29319 - 1,88% „ „ Reformierten „ 992 — 1,02 „ „ „ Katholiken „ 4433 2,00 „ „ „ Israeliten „ 339 2,81 „ Baden Erwerb und Verlust: der Staatsangehörigkeit von 1902 bis 1911. Ober die Anzahl der Juden, die im Großherzogtum Baden in den einzelnen Jahren von 1902 bis 1911 die badische Staatsangehörigkeit erlangten und sie wieder verloren, gibt nachfolgende Zusammenstellung Auskunft: Juden 11902:1903 1904!I905j 1906 1907 1908! 1909!I9l0j!91ll zus. Erwerb I 85; 108 283] 118} 76 Verlust 30 I 43; 27l 401 41 112143:101 3l| 15! 19 Es haben demnach in 10 Jahren 1200 Juden die Staatsangehörigkeit erlangt und 316 sie verloren. Indirekt lassen diese Zahlen auch einen annähernden Schluß au! dis Stärke der Zu- und Abwanderung von Juden zu. (Statistisches Jahrbuch für das Großherrogtum Baden, 39. Jhrg. 1912.) 108;12OO 39! 326 Baden Zahl der Juden in den Städten mit über 8000 Einwohnern im Großherzogtum Baden im Jahre 1910. In einem Anhang zum „Statistischen Jahrbuch für das Großherzogtum Baden" veröffentlicht das Statistische Landesamt von Baden regelmäßig die hauptsächlichsten Ergebnisse der letzten Volkszählung für die Städte mit über 3000, neuerdings mit über 8000 Einwohnern. Dem Jahrbuch für 1912 entnehmen wir hierüber folgende Angaben: Städte Gesamtbevölkerung Evangelische t c XL cc X cz OJ * Israeliten c O) 3-> *- °-5 er. ° Si Mannheim 193 902 99 134 84 069 6402 3,3 Karlsruhe 134 313 67 491 62 450 3058 2,3 Freibürg 83 324 23 886 57 678 1320 1,6 Pforzheim 69 082 53 296 13 808 766 U Heidelberg 56 016 34 212 20 OiO 1242 2,2 Konstanz 27 591 5 724 21 110 574 2,1 Baden 22 066 5 432 16 208 302 '.3 Offenburg 16 848 3 845 12 646 288 1,7 Bruchsal 15 391 4 364 10 288 711 4,6 Rastatt 15 196 4 456 10 529 200 1,3 Lahr 15 191 8 888 6 102 124 0,8 Lörrach 14 756 8 095 6 451 183 1,2 Weinheim 14 170 10 384 3 543 188 1,3 Durlach 13 896 10 275 3 420 49 0,3 Villingen 10 924 2 120 8 728 60 0,5 Ettlingen 9 407 2 572 6 734 75 0,8 Kehl 8 858 5 925 2 740 153 1.7 Emmendingen 8 379 4 277 3 739 351 4,2 Singen 8 359 1 219 7 089 32 0,4 Die Dichtigkeit der jüdischen Bevölkerung im Großherzogtum Baden betrug im Jahre 1910 1,2 %. Demnach war in allen Städten mit über 8000 Einwohnern mit Ausnahme von Pforzheim, Lahr, Durlach, Villingen, Ettlingen, Singen, die Dichtigkeit der Juden stärker als im Lande. Die relativ stärkste jüdische Bevölkerung hat Bruchsal aufzuweisen (4,6%), dann folgt Emmendingen (4,2 %) und erst an dritter Stelle Mannheim mit 3,3 und an vierter Stelle Karlsruhe mit 2,3 %. Württemberg Seibstmordfälie im Königreich Württemberg von 1901 bis 1910. Die Selbstmordfälle verteilten sich in den Jahren 1901 bis 1910 nach dem Religionsbekenntnis folgendermaßen: