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Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden · 1913-02-01 · Heft 2 (Februar 1913) · p. Seite 18

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Journal
Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
Volume
9 (1913)
Issue
Heft 2 (Februar 1913)
Article
Die jüdische Bevölkerung in den Städten Galiziens 1881 - 1910
Date
1913-02-01
Page
Seite 18 (sequence 9)
Language
German
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— 18 — weise ist die Tatsache {spezieil im letzten Jahrzehnt 1900—1910) darauf zurückzuführen, dass die umliegenden Gemeinden der Stadt Krakau einverleibt wurden und so das „Gross - Krakau" bilden und dass diese eingemeindeten Territorien eine rein polnische (römisch-katholische) Bevölkerung hatten. Aber ausser diesem Umstände ist hervorzuheben, dass die relative Bevölkerungsziffer stets sinkt — 30,7 — 28,1 — 27,0, wenn man nur die Grenzjahre Tab 1880, 1890 und 1900 in Betracht zieht. Krasser noch wird diese Erscheinung hervortreten, wenn wir die Zahlen mit denen der römisch-katholischen Bevölkerung zusammenstellen; die absoluten sowie die relativen Zahlen zeigen die stets absteigende Linie ihrer Entwickelung; auch die Zuwachsrate, wiewohl sie bei den Juden eine ziemlich erhebliche ist, erreicht bei weitem nicht diejenige der römisch-katholischen Bevölkerung. eile L Absolute Zahl In Prorenten Insgesamt Röm. Griech. Juden Andere Röm. Griech. Juden f And. Katholiken KathoL J Rath. Kath. 1800 66095 44799 308 20269 719 67,8 0,4 30,7 1,0 1800 74593 52459 593 20939 602 70,3 0,8 28,1 0,8 1900 97372 69567 935 25910 960 71,0 1,0 27,0 1,0 1910 151886 116656 1698 32821 1211 76,8 1,1 21,8 0,8 Zubezw. Abnahme absolut Insgesamt Röm. Katholiken Griech. Katholik Juden And. Insg-es. Röm. Kath. Griech. Kath. Juden 1881 — 1890 8498 7660 285 670 117 12,9 17,1 92,5 3,3 1891 —1900 22779 17108 342 4971 358 30,5 32,6 57,7 23,7 1901 — 1910 54514 47089 763 6411 257 56,0 67,7 81,6 27,7 1881 — 1910 85791 71857 1390 12052 492 129,8 160,7 451,3 59,4 In Prozenten Von den 30 grösseren Städten, welche sich auf Grund des Gesetzes vom Jahre 1889 mit Magistraten von 36 Gemeinderäten gebildet haben, hat Westgalizien nur 11 (Podgorze, Tarnow, Rzeszow, Neu-Sandez, Jaslo, Krosno, Biala, Wadowice, Wieliczka, Bochnia und Gorlice). Die Bevölkerung dieser 11 Städte in absoluten und relativen Zahlen und in ihrem Verhältnis zu einander zeigt die Tabelle IL Dasselbe Bild wiederholt sich hier: die relative Ziffer fällt immer mehr, eine Besserung ist jedoch im Jahre 1910 im Verhältnis zu 1900 zu verzeichnen, (31,2 : 30,9). Schliesslich folgen die 56 Städtchen, welche auf Grund des Gesetzes vom Jahre 1896 gebildet sind (Gemeinderat von 24 Personen). Auch hier ist dieselbe Entwicklung, fast dieselbe Zuwachsziffer; die Verhältniszahl zur gesamten Bevölkerung beträgt 32,2 Prozent im Jahre 1880 gegen 30,6im Jahre 1910. Und das ist eben befremdend, wenn man bedenkt, dass gerade die kleinen Städtchen eine grössere jüdische Bevölkerung aufweisen (relativ!), da in dem halbagrarischen Galizien die Juden die Funktionen des Handels und Gewerbes übernommen haben. Der Verfasser der genannten Schrift weist auf die Auswanderung der Juden hin

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