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Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden · 1913-01-01 · Heft 1 (Januar 1913) · p. Seite 2

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Journal
Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
Volume
9 (1913)
Issue
Heft 1 (Januar 1913)
Article
Geheimer Sanitätsrat Dr. Louis Maretzki
Date
1913-01-01
Page
Seite 2 (sequence 2)
Language
German
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— 2 — Massnahmen. Bekannt ist sein wertvoller Aufsatz über die Mischehe, den wir an dieser Stelle nicht unerwähnt lassen wollen, Wer einmal einer Versammlung des Vereins iür Statistik der Juden beigewohnt hat, weiss, wie Maretzki von unserer hohen Aufgabe durchdrungen ist und wie meisterhaft er es versteht, in kurzen, prägnanten Worten unsere Ziele darzulegen- Es ist daher nur natürlich, dass er sich mit einem solchen Eifer an die Spitze unseres Vereins gestellt und ihm zur Blüte verholien hat. Wir selbst können es am besten beurteilen, mit welchem Interesse er unsere Tätigkeit ständig verfolgt und welchen Anteil er an dem Wachsen und Gedeihen unseres Bureaus nimmt. Auch bedeutsame Anregungen für die Arbeiten des Bureaus für Statistik Vereis* und Bureau fiä Dr. Brun der Juden hat Maretzki gegeben. So nennen wir nur die demnächst erscheinende wichtige Untersuchung über die Wohlfahrtseinrichtungen der jüdischen Gemeinden, welche auf seine Initiative zurückzuführen ist. Stets ist er uns ein unermüdlicher Berater und stellt uns aus dem reichen Schatze seiner Erfahrungen sein Bestes zur Verfügung; noch nie haben wir uns vergebens an ihn gewandt, wenn wir seiner Hülfe bedurften. Indem wir dem hochverehrten Jubilar unseren Glückwunsch darbringen, geben wir der Hoffnung Ausdruck, dass; wir noch viele Jahre das Glück haben mögen, ihn an der Spitze unseres Kuratoriums zu sehen. r Statistik der Juden o Blau. Der %mntmUUm tmd die SterbücöUeit bei der jüdischen Be90lRertm$. Mit 4 graphischen Darstellungen. Von Regierungsrat L, Knöpfel -Darmstadt. Der Aufforderung der Redaktion, einige graphische Darstellungen aus meiner kürzlich erschienenen Broschüre „Die Zukunft Deutschlands"*) in diese Zeitschrift übergehen zu lassen, komme ich hiermit gern nach und füge die folgenden Erläuterungen hinzu. Zu Tafel 1. Diese Tafel soll einen allgemeinen Ueberblick über die Bevölkerungsbewegung im Deutschen Reich während des Zeitraums 1841—1910 geben. Die Zahl der Lebendgeborenen hat von 1841 an ununterbrochen bis zu *) 24 farbige Tafeln mit Text. Bearbeitet von Regierungsrat Knöpfel Staatsverlag, Darmstadt, 1912. 50 Pfg. einer Höhe von rund 2 Millionen durchschnittlich jährlich zugenommen. Nur im letzten Jahrfünft 1906/10 ist eine Abnahme wahrzunehmen. Anders sieht allerdings das Bild aus, wenn man die Geburtenhäufigkeit untersucht, also die Zahl der Lebendgeborenen zur Einwohnerzahl ins Verhältnis setzt; dann bemerkt man, dass im Zeitraum 1841 bis 1900 die Geburtenhäufigkeit nicht allzugrossen Schwankungen ausgesetzt war. Nur das auf den deutsch-französischen Krieg folgende Jahrzehnt 1871/80 zeichnet sich durch eine hohe Geburtenhäufigkeit aus. Vom Jahr 1901 an tritt jedoch eine entschiedene Verminderung der Geburtenhäufigkeit ein, die im Jahr 1911 unter 30 Lebendgeborene, auf 1000 Einwohner berechnet« herabsinkt.

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