Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
- Journal
- Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
- Volume
- 8 (1912)
- Issue
- Heft 10 (Oktober 1912)
- Article
- Inhalt
- Date
- 1912-10-01
- Page
- 137 (sequence 1)
- Language
- German
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Erscheint monatlich. Abonnements-Preis für das ganze Jahr 6t— M., für dasjialbe Jahr 3,50 M. Zu beziehen durch das Bureau für Statistik der Juden, Berlin C2S An der Spandauer Brücke Nr. 15 Herausgegeben vom Bureau für Statistik der Juden Berlin C. 2, An der Spantsauer Brücke 15 Schriftleiumg: Dr. BmnO BlSU? Berlin. 3. Jahrgang OKtober Heft Nr. lO . INHALT: >l-•■ ~iei;z von den Verfassern gezeichneten Artikel sind Arbeiten des Bureaus für Statistik der Juden). £. J-^arv<12^2.2».^"•ej.Tt. : Corut Trap, Direktor des kommunalistisehen Bui-:?.j-s In Kopenhagen: Die russischen Juden in » Kopenhagen. — i >r. Theodor Haas, Advokat in Brunn: Die Ergebnisse der Volkszählung vom 31. Dezember 1910 und die judische Bevölkerung in Oesterteich. — Tlorator: Die jüdischen Ordens-Brüderschaften in England. ZI. Statistisches Archiv, Berufsgliederung und Todesursachen der jüdischen und nichtjüdischen Bevölkerung Amsterdams. — Aktien-Gesellschaft zur Beschaffung billiger Wohnungen in London. III. I*iles*at*2.r. Nachdruck der Abhandlungen ist nur mit besonderer Genehmigung, des übrigen Inhalts nur mit vollständiger Quellenangabe gestattet. Die rts$$i$cben 3Utti in Kopenhagen* Von Cordt Trap, Direktor des kommunalstatistis chen Bureaus in Kopenhagen. In der „Nationalökonomischen Zeitschrift54 1907 habe ich eine Untersuchung über die Juden in Kopenhagen veröffentlicht, die sich im wesentlichen auf den Volkszählungslisten des Jahres 1906 aufbaut. Während die Hauptstadt allmählich den grössten Teil der recht grossen jüdischen Kolonien der. Provinzstädte in sich aufgenommen hattS||fer die Einwanderung vom Auslände herr>verhältnismässig klein gewesen, so dass der grösste Teil der hiesigen mosaischen Gemeinde von Geburt an an Dänemark geknüpft war. Aber kurz vorher waren Ereignisse.eingetreten, die wesentlich dazu beitrügen, dieses Verhältnis zu verrücken, nämlich die Judenverfolgungen in Russland, die eine sehr bedeutende Auswanderung hervorriefen, namentlich nach Nord-Amerika, wo u. a. Newyork einen mächtigen Zuwachs an seiner jüdischen Bevölk^un^ erhielt, die jetzt gegen eine Million beträgt, und wo der grösste Teil der Konfektionsindustrie und d°s Handels mit festen Besitztümern sich in den Händen der Juden befindet. Um dieselbe Zeit fand auch eine Einwanderung nach unserer Hauptstadt statt, und bei der Volkszählung von 1906 zählte man in Kopenhagen, worunter hier und in dem folgenden auch die Gemeinden Frederiksberg und Gentofte einbegriffen sind, im ganzen 264 russische Juden,, die. in den letzten 5 Jahren eingewandert waren, zum grösstsn Teile in den i1/? Jahren vor der Volkszählung. Da die mo-