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Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden · 1912-09-01 · Heft 9 (September 1912) · p. 121

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Journal
Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
Volume
8 (1912)
Issue
Heft 9 (September 1912)
Article
Inhalt
Date
1912-09-01
Page
121 (sequence 1)
Language
German
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Erscheint monatlich. Abonnements-Preis für das ganze Jahr 6,— AI., für das halbe Jahr 3,50 M. =m Zu beziehen durch das Bureau für Statistik der Juden, Berlin C.2, An der Spandauer Brücke Nr. 15 =Ü Herausgegeben vom Bureau für Statistik der Juden Berlin C. 2, An der Spanaauer Brücke 15 Schriftleitung: Dr. Bruno Blau, Berlin. 8. Jahrgang September 1912 Heft Nr. 9 INHALT: (Die nicht von den Verfassern gezeichneten Artikel sind Arbeiten des Bureaus für Statistik der Juden). I, <&bl*ax^c£3.-u.z*gex&. Joseph Schal mann, Warschau: Die Eheschliessungen der Juden in Warschau von l'.Mtl bis 19 L0. — B. (Joldberg-, Wilna: Zur Kriminalität der Juden in Russland. —Austritte aus dem Judentum und Uehertritte v.um Judentum in Wien im Jahre V.)10 mit Rückblicken. II* Statistisches Aacciniv. -Bericht über die Israelitische Gewerbeschule zu Strassburg i. E. — Geburten und Eheschliessungen in Oesterreich im Jahre und — Städte in'Ungarn mit über 100U Juden im Jahre 1U00. HI. Iwite2*atti3r. Nachdruck der Abhandlungen ist nur mit besonderer Genehmigung, des übrigen Inhalts nur mit vollständiger Quellenangabe gestattet. Die €!*e$cDiie$$tiügeif der üttde» Von Joseph Sch; In einer Reihe von Aufsätzen gedenke ich die Bevölkerungsbewegung der Juden in Warschau zu behandeln und beginne mit der Statistik der Eheschliessungen. Zunächst einige Worte über die zahlenmässige Entwicklung der jüdischen Bevölkerung in Warschau. Dies scheint mir für eine richtige Beurteilung der Ehefrequenz unentbehrlich. Wenn man ein(e soziale Erscheinung statistisch beleuchten will, muss man sie für eine Reihe von Jahren zurückverfolgen, denn das Leben fliesst nicht gleichmässig dahin. Bald steigen seine Wogen, bald sinken sie. Nur wenn der Statistiker die Erscheinungen des menschlichen Lebens, welche der zähl- und messbaren Massenftt lUa?$cftatt von 1901 M$ 1910. lmann, Warschau. beobachtung unterliegen, durch die Prisma der Zeit anschaut, die gewonnenen Resultate in Durchschnittszahlen ausdrückt, darf er überzeugt sein, dass die Abweichungen von dem normalen Verlauf der Entwickelung kompensiert werden, mit anderen Worten, dass die Unterschiede in den einzelnen Jahren ausgeglichen sind. Ich greife daher als Grundlage für meine Betrachtung das Dezennium 1901/10 heraus.*) Die absolute Zahl der jüdischen Bevölkerung beträgt 272 466 36,07 Proz. der Gesamtbevölkerung der Stadt; Folgendes Diagramm zeigt deutlicher,, als absolute und relative Zahlen es vermögen, den Anteil der Juden innerhalb der konfessionellen Zusammensetzung der Bevölkerung War-

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