Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
- Journal
- Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
- Volume
- 8 (1912)
- Issue
- Heft 7-8 (Juli 1912)
- Article
- Geburten und Sterbefälle im Grossherzogtum Baden im Jahre 1910
- Date
- 1912-07-01
- Page
- Seite 119 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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— 119 — noch kein Schluss auf ein Steigen der Quote der unehelichen Geburten ziehen. Die Sterblichkeit ist im Berichtsjahre etwas j heruntergegangen. j ___ i Jahr Absolute Zahl der Sterbefälle insges. Kath. Prot. Israel. 1908 37878! i 23796 i 13601 1 349 1909 37726 23854! 13368! 364 1910 35683 22594! 12584; 349 Die Sterbeziffer der Gesamtbevölkerung belief sich auf 18,2 u/00, 17,9 u/w und 16,7 %ü( die der Juden auf 15,94 %, 16,62 15,48 °'(0. Die natürliche Zunahme der Juden betrug absolut L J. 1908 132, i. J. 1909 42, i. J. 1910 87, also insgesamt in drei Jahren 261. In Wirklichkeit aber hat die Zahl der Juden in Baden in diesen Jahren überhaupt nicht zugenommen, ist vielmehr konstant geblieben. Ob dies auf Abwanderung oder Taufe zurückzuführen ist, muss untersucht werden. Interessant bleibt jedenfalls die Tatsache, dass unter normalen Verhältnissen die Juden in Baden ein Wachstum aus sich heraus zu verzeichnen gehabt hätten. (Statistische Mitteilungen überdas Grossherzogtum Baden. Neue Folge Bd. IL (1909) u. III. (1910). Württem b er g In den Die Eheschliessungen im Königreich Würtim Jahre 1909. Wür11 e m bergischen Jahrbüchern iür Statistik und Landeskunde, Jhrg. 1911 sind die Eheschliessungen für 1909 nach Konfessionen enthalten. Wir werfen bei dieser Gelegenheit einen Rückblick bis 1901. Jahr Eheschl. insges. Ungemischte Ehen Gemischte Ehen insges. evang. kath. israel. insges. Mann j Frau er. | cv. Mann kath. Frau kath. Mann israel. Frau israel. 1901 1902 1903 1904 1905 1906 1907 1908 1909 17339 17177 17338 18179 18594 18617 18626 18073 17511 16075 15987 16041 16808 17192 17148 17997 16618 16121 11818 11718 11717 12255 12465 12370 12375 17 964 11679 4166 4152 4233 4446 4612 4641 4630 4547 4304 77 106 76 92 84 122 71 83 105 1264 1190 1297 1371 1402 1469 1529 1455 1390 508 | 746 501 i 678 508! 746 550! 808 543! 836 553 \ 890 592 918 601 833 590 783 749 679 749 807 838 892 919 835 783 508 501 508 550 636 543 581 594 579 1 3 1 2 5 5 3 7 4 8 3 2 3 3 5 In der Entwicklung der Ehezahlen lässt sich keine bestimmte Tendenz erkennen. Sie ist sprunghaft. In dem einen Jahre steigt plötzlich die Ehehäufigkeit, so im Jahre 1902 oder 1906 und sinkt dann wieder im darauffolgenden Jahre. Die Eheziffer der Gesamtbevölkerung betrug von 1901 ab: 7,94, 7,94, 7,77, 7,75, 8,03, 8,12, 8,03, 7,94, 7,61 7,61, 7,28 pro Mille. Bei den Juden betrug sie 6,62, 9.11, 6?42. 7,82, 7,14, 10,37, 6,15, 7,40, 8,91 pro Mille. Sowohl absolut wie relativ ist die Zahl der jüdischen Mischehen nicht gross. Die Höchstzahl war 12 im Jahre 1908. Auf je 100 ungemischte jüdische Ehen trafen Mischehen i. J. 1901 6,49, L J. 1902 5,66, i. J. 1903 3,94, L J. 1904 5,48, i. J. 1905 5,95, i. J. 1906 4,09, i. J. 1907 8,45, i. J. 1908 14.45, i. J. 1909 3,80. Sachsen Eheschliessungen im Königreich Sachsen im Jahre 1909. Wir besitzen Angaben über die Konfession der Eheschliessenden im Königreich Sachsen seit 1885. Von 1901 ab sind auch detaillierte Angaben über Mischehen vorhanden. Es ist charakteristisch für Sachsen, dass trotz des Anwachsens der jüdischen Bevölkerung infolge der Zuwanderung die Zahl der ungemischten Eheschliessungen nicht zunimmt. Im letzten Jahre ist allerdings eine Zunahme zu verzeichnen, doch lässt sich auf Grund eines Jahres kein Schluss ziehen. Die jüdische Eheziffer ist daher auch ausserordentlich niedrig; sie schwankt stets um 4 pro Mille. Da-