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Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden · 1912-07-01 · Heft 7-8 (Juli 1912) · p. Seite 118

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Journal
Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
Volume
8 (1912)
Issue
Heft 7-8 (Juli 1912)
Article
Geburten und Sterbefälle im Königreich Bayern im Jahre 1910 mit Rückblicken
Date
1912-07-01
Page
Seite 118 (sequence 3)
Language
German
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— 118 — Jahr Absolute Zahl der Sterbefälle Es trafen Sterbefälk auf je Personen der irisges. Rath. Prot. Israel. Ges. Bev. Kath. Prot. Israel. 1906 139081 104801 33239 684 21,20 22,62 17,92 12,38 1907 158696 104367 33278 703 20,91 22,28 17,76 12,73 1908 139732 104467 34166 745 20,84 22,06 18,04 13,51 1909 136960 103568 32371 727 20,21 21r64 16,92 13,19 1910 130858 98766 31111 644 19,07 20,42 16,09 11,70 Zum Schlüsse noch folgende Berechnung des Geburtenüberschusses: Jahr Absoluter Geburtenüberschuss Relativer Geburtenüberschuss insges. Kath. Prot. j Israel. insges. | Kath. Prot. Israel. 1906 87773 63591 23696 1 270 13,32 13,72 12,78 4,88 1907 85160 61867 22811! 236 12,76 13,21 12,17 4 28 1908 86218 63796 22043 | 145 12,75 13,48 11,65 2,63 1909 84001 61894 22330 i 73 12,27 12,83 11,67 1,49 1910 84682 62501 21972 178 1'2,39 12,92 11,38 2,24 Baden' G^urten ünd Sterbeiälle im Gross- __! Herzogtum Baden im Jakre 1918. Seit dem Jahre 1908 scheidet auch die amtliche badische Statistik die Geburten und Sterbefälle nach der Konfession aus, sodass gegenwärtig in Deutschland nur Sachsen und Elsass - Lothringen keinen Aufsschluss über die Geburten und Sterbefälle nach der Konfession gewähren. Die Eheschliessungen werden in allen grösseren Staaten nach der Konfession bekannt gegeben. Die Ver- | öffentlichung der Ergebnisse der Volkszählung vom | 1. Dezember 1910 für Baden hat ermöglicht, die | Zahl der Evangelischen, Katholiken und Israeliten seit 1905 für jedes Jahr korrekt zu berechnen und damit eine sichere Grundlage für die Gewinnung der Geburten-, Sterbe- und Eheziffer zu gewinnen. Betrachten wir zunächst die Geburten, die man auch für Baden in Geburten einschliesslich Totgeborene und Lebendgeburten zerlegen kann. Jahr Gesamtzahl der Geburten Eheliche Geburten aus Uneheliche Geburten Gesamtzahl der Geborenen rein kath. Ehen rein prot. Ehen rein israel. Ehen Kath.- prot. Misch. israel. Mischehen von ins- , , i kath. Sfes. i & Mutt. von prot. Mütt. von israel. Mütt. kath. prot. israel. 1908 1909 1Ö10 69058 66719 69706 35786 34694 36768 19874 19271 20713 464 392 416 7355 7015 6669 31 24 31 53,0 5052 5109 2859 2784 2756 2413 2245 2322 17 12 17 42279 40991 42866 25971 25029 26377 496 41« 448 Sowohl die Zahl der ehlichen wie unehelichen jüdischen Geburten hat im Jahre 1910 etwas zugenommen, während im Jahre 1909 ein relativ sehr beträchtlicher Rückgang zu verzeichnen war. Dieselbe Erscheinung zeigt sich bei den Katholiken und Evangelischen. Die Geburtenziffer der Gesamtbevölkerung betrug 1908 33,2 %u, 1909 31,7 ü/oü, 1910 30,5 °/oo, die Geburtenziffer der Juden in den entsprechenden Jahren: 22,65, 18,99 und 20,46 pro Mille; sie ist zwar auch gesunken, aber immer noch höher als die Geburtenziffer der Juden in Preussen, Bayern und Württemberg. Die Zahl der jüdischen Lebendgeburten betrug in den einzelnen Jahren 481, 406 und 436, daher die Lebendgeburtenziffer 21,97; 18,54 und 19,91. Was die Totgeburten anlangt, so betrug der Prozentsatz derselben in rein israelitischen Ehen i. J. 1908 3,23, i. J. 1909 2,55 und l J. 1910 2,64. Der Anteil der unehelichen jüdischen Geburten ist etwa ebenso gross wie in Bayern. Er betrug i. J. 1908 3,43 Proz., L J. 1909 2,89 Proz. und i. J. 1910 3,75 Proz. Infolge der Kleinheit der Zahlen lässt sich aus dem einmaligen Anschwellen

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