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Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden · 1912-06-01 · Heft 6 (Juni 1912) · p. Seite 90

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Journal
Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
Volume
8 (1912)
Issue
Heft 6 (Juni 1912)
Article
Eheschliessungen und Geburten im Hamburgischen Staat im Jahre 1908
Date
1912-06-01
Page
Seite 90 (sequence 2)
Language
German
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— 90 — Staate nach dem Religionsbekenntnis des Mannes und nach Kalendermonaten im Jahre 1908. Wir verzichten aber darauf, sie zum Abdruck zu bringen, einmal, weil man aus den Zahlen eines Jahres keinen Schluss ziehen darf, dann aber, weil eine solche Tabelle nur Wert hat, wenn sie rein jüdische und gemischte Ehen unterscheidet, was hier nicht der Fall ist. Aus eben demselben Grunde ist auch eine zweite Tabelle, welche die Eheschliessungen nach dem Religionsbekenntnis des Mannes bis 1900 zurückverfolgt, von geringer Bedeutung. Wesentlich ist für uns folgende Tabelle: Religionsbekenntnis Religionsbekenntnis der Frau k\ <i des Mannes Evam luth* Refon Kath, '-> \ ~ \ iM - ■i Evang.-lutherisch . 7057 47 258 17 | 8 8 — Reformiert..... 56 4 3 1 \ — — — Katholisch..... 531 4 140 9! _ — — 31 3 112 : 1 4 And, Bekenntnisse 15 1 1 — 9 — Ohne Bekenntnis . 24 __ 1 9 5 _ Unbekannt ..... — — — —; — 1 Zusammen: Frauen 7707 56 406 41 ■ 18 17 1 Es wurden darnach rein jüdische Ehen geschlossen 112, jüdische Mischehen 68, also weit mehr als die Hälfte. Von 100 jüdischen Männern heirateten einen nichtjüdischen Ehegatten 25,8. von 100 jüdischen Frauen 20,5. Auch die Statistik der Geburten nach der Konfession ist reichhaltig, aber aus demselben Grunde, den wir oben bei den Eheschliessungen angeführt haben, nur zum Teil verwendbar. Es ist nämlich nur für 1908 die Zahl der Kinder aus ungemischten- und Mischehen ersichtlich, für die Jahre 1900 bis :9G8 dagegen sind nur die ehelich Geborener; nach dem Bekenntnis des Vaters ausgeschieden Folgende Tabelle gibt über die Zahl der ehelich ktend und tot Geborenen nach dem Religionsbekenntnis der Eltern im Jahre 1908 Aufschluss. Lie Zahl i-i-r ehelichen Geburten in rem jüdischen Ehen betrug 240, in Mischehen 110, also fast halb so viel, ein Zeichen für die hohe Zahl der Mischehen im Hamburgischen Staate. Der Prozentsatz der Totgeburten betrug bei den Geburten aus rein jüdischen Ehen 2, aus rein katholischen Ehen 3,7, aus rein evang. luth. Ehen 2,8. Die Zahl der unehelich lebend und tot Geborenen im hamburgischen Staate nach dem Reli- Bekenntnis des Vaters 1 lebend-, t tot-geb. Bekenntnis der Mutter 1908 Evang. luth. Evang. Ref. Kath. Jud. And. Ohne Bekennt. Evangelisch-lutherisch j 14718 435 403 10 70 4 327 13 27 13 1 13 Evangelisch j 898 17 2286 68 20 1 141 4 13 5 4 Reformiert j 146 2 12 27 9. ~ 5 1 — — Katholisch j 760 16 217 6 5 511 20 9 2 1 — Jüdisch | 36 14 — 2 210 5 — 2 Andere Bekenntnisse j 13 1 ~8 — 3 1 36 — Ohne Bekenntnis j 27 1 4 1 — 1 5 — 7 r Zusammen | 16598 472 2944 85 122 7 990 87 296 5 56 2 26 1 gionsbekenntnis der Mutter wird bis 1899 angebei den Juden weder eine steigende noch eine geben. Die Höhe ist, wie Tabelle (S. 91) zeigt . direkt fallende Tendenz konstatieren. in den einzelnen Jahren verschieden. Man kann 1 Die Zahl lebender unehelicher Geburten betrug

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