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Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden · 1912-05-01 · Heft 5 (Mai 1912) · p. Seite 78

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Journal
Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
Volume
8 (1912)
Issue
Heft 5 (Mai 1912)
Article
Schulbesuch in Münchener Werktagsschulen
Date
1912-05-01
Page
Seite 78 (sequence 2)
Language
German
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— 78 — Die absolute Zahl der jüdischen Schüler hat sich j seit 1875 nur etwas mehr als verdoppelt, trotzdem in j der gleichen Zeit die Zahl der Juden in München sich j verdreifacht hat. Der Prozentsatz ist bis 1905 'ständig gefallen, seitdem konstant geblieben. (Münchener Jahresübersichten für 1910, II. Teil) Ungarn Geburten und Sterbefälle in Ungarn im Jahre 1910 mit Rückblick bis 1901. Dem Ungarischen Statistischen j wir folgende Angaben über die Bewegung der jüdi- Jahrbuch, Neue Folge XVIII, 1910 entnehmen j sehen Bevölkerung im Jahre 1910. 1. Lebendgeborene mit Unterscheidung der unehelich Geborenen: Konfession ehelich unehelich zusammen Von 100 Leben d-; geb. -waren tmehelich Es traf. Lebendg-eb. auf je 100O Personen der nebenbe/. Konf. Katholiken 437014 39478 476492 8,28 35,9 Evangelische 119930 10400 130330 7,97 32,2 Israeliten 23128 2558 25686 9,96 26,6 Insgesamt 674353 68546 742899 9,23 34,7 Der Anteil der unehelichen Geburten ist bei den Juden am grössten. Es betrug 1910 fast 10°/o. Dies hängt wohl damit zusammen, dass in dem Teile Ungarns, der an Galizien grenzt, viele jüdische Ehen lediglich als Religionsehen geschlossen werden, so •dass die Kinder aus dieser Ehe als uneheliche angemeldet werden. Die Juden weisen die niedrigste Geburtenziffer auf. Sie bleibt um 8,1 °/0o hinter der Gesamtbevölkerung zurück. Die Entwicklung der Geburtenziffer ergibt sich aus folgender Zusammenstellung. Jahr Absolute Zahl der Leben dgeb. Es traf. Lebendgeb. auf je 1000 Angeh. der kath. evang. israel. zusammen kath. evang. israel. überh. Religion Religion Dsch. 1901/05 468988 128661 27639 735606 39,1 33,8 31,4 37,2 1906 469200 125858 26924 733958 38,0 32,2 29,5 36,0 1907 472631 129113 26038 740867 38,3 32,7 28,2 36,0 1908 486130 132444 26109 755888 39,0 38,2 28,0 36,3 1909 497152 134870 26432 776395 39,2 33,5 27,8 37,0 1910 476492 130330 25686 742899 35,9 32,2 26,6 34,7 Dsch. 1905/10 480321 130523 26238 750000 38,1 82,7 28,0 36,0 Die absolute Zahl der jüdischen Geburten ist in dem Jahrfünft 1905/10 gegenüber dem Jahrfünft 1901/05 um 1401, d. h. 5 °/0 zurückgegangen. Besonders bedeutend war die Abnahme im letzten Jahr. Diese Erscheinung ist aber nicht nur auf die Juden beschränkt, sondern zeigt sich auch bei den übrigen Konfessionen, 2. Sterbefälle So betrug der Rückgang bei den Katholiken im Jahre 1910 gegenüber 1909 4 °/0, bei den Evangelischen ebenfalls 4%, bei der Gesamtbevölkerung desgleichen, bei den Juden 3 °/0. Dementsprechend sank auch die allgemeine Geburtenziffer und die der Katholiken vergleichsweise stärker als die jüdische. Die Sterbeziffer der Juden ist ungewöhnlich niedrig. Sie steht auf derselben Höhe wie in Westeuropa. Die Folge hiervon ist, dass trotz der geringer werdenden Geburtenzahl die natürliche Zunahme der Juden auf derselben Höhe bleibt, ja sogar etwas steigt. Was die Kindersterblichkeit anlangt. so betrug der Prozentsatz der unter 7 Jahre Gestorbenen an der Gesamtzahl der Sterbefälle bei den Katholiken 49,7, bei den Evangelischen 42,1, bei den Israeliten 35,8, bei der Gesamtbevölkerung 36,4. Verfolgen wir auch hier die Entwicklung der Sterbefälle bis 1901 zurück:

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