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Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden · 1912-05-01 · Heft 5 (Mai 1912) · p. Seite 75

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Journal
Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
Volume
8 (1912)
Issue
Heft 5 (Mai 1912)
Article
Zur Statistik der Juden in Hannover
Date
1912-05-01
Page
Seite 75 (sequence 6)
Language
German
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— 75 — Die Geburtenziffer der Juden, d. h, die Zahl derjenigen Geburten, welche auf 1000 jüdische Seelen kommt, war hiernach im Jahre 1880 28 „ 1885 25 „ 1890 22 „ 1895 17 » 1900 14 „ 1905 16 „ 1910 18 Wir sehen also, dass die Geburtenzahl bis zum Jahre 1900 sehr erheblich gefallen | ist und von da ab langsam wieder zu steigen; beginnt. | Mischehen sind zum ersten Male im Jah- | re 1903 geschlossen, in den späteren Jahren : aber in recht erheblicher Zahl. So sind | im Jahre 1906 unter 48 Eheschliessungen | 20 Mischehen verzeichnet, d. h. die Misch- | ehen machten 41,8 °/o der Ehen aus, an | denen Juden beteiligt waren. | Kinder aus Mischehen sind zuerst im j Jahre 1908 geboren. | Im übrigen mag auf die Tabellen selbst | verwiesen werden. Die StatistiK der ündea auf der Irmrnstk Ausgehend von den Worten Rubners, j ,,dass ohne die Statistik die Hygieniker j heutzutage nicht leben können", hat die Leitung der „Internationalen Hygiene-Ausstellung Dresden 1911" besondere Sorgfalt auf die Ausgestaltung der Gruppe „Statistik" verwendet. Der Bibliothek dieser Gruppe waren auch die Veröffentlichungen des „Bureaus für Statistik der „Juden" und die bisher erschienenen Jahrgänge der „Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden" einverleibt. Ausserdem hatten die Grossherzoglich Hessische Zentralstelle für Landesstatistik, das Statistische Bureau der Stadt Amsterdam und Herr Regierungsrat K n ö p f e 1 in Darmstadt, der den Lesern dieser Zeitschrift aus mehreren Aufsätzen bekannt ist, Tabellen ausgestellt, welche sich mit der Statistik der Juden befassen. Die wichtigsten Ergebnisse dieser Tabellen sind in dem Sonderkatalog für die Gruppe: Statistik der wisse nschaf tlichen Abteilung der Internationalen Hygiene-Ausstellung Dresden 1911, der demnächst in dieser Zeitschrift besonders besprochen werden wird, enthalten und sollen j an dieser Stelle wiedergegeben werden. j 42. Darstellung der Unterschiede der Bej völkerungsbewegung zwischen der j christlichen Bevölkerung und der jüj dischen Bevölkerung in Preussen, Bayj naieti iiygkne-JIttssfeiltittg in Dresden. ern und Hessen in 5 jährigen Durchschnitten seit 1876. (110X90 cm.) Die Tabelle lehrt, dass die Christen und die jüdische Bevölkerung in der natürlichen Bevölkerungsbewegung einen wesentlichen Gegensatz zeigen. Die Zahl der Geborenen und der Gestorbenen sinkt zwar bei den Christen und Juden ständig, Bei den Juden ist jedoch der Geburtenrückgang sehr gross, bei den Christen dagegen verhältnismässig gering. Die Folge davon ist, dass der Geburtenüberschuss — die Differenz aus Geburts- und Sterbeziffer — bei den Juden fortwährend kleiner wurde, während er bei den Christen anfangs sogar stieg, in den letzten 15 Jahren sich wenigstens auf gleicher Höhe hielt. Die Heiratsziffer hat auf diese Bewegung keinen Einfluss, denn ihr Verlauf ist bei Christen und Juden gleichmässig. Es ist nicht unwahrscheinlich, dass die natürliche Bevölkerungsbewegung der Christen einen ähnlichen Verlauf wie die der Juden nehmen wird. Nach den Materialien des Herrn Regierungsrat K n ö p f e 1, Darmstadt. 77. Darstellung der Unterschiede zwischen der Sterblichkeit der christlichen und jüdischen Bevölkerung nach Alter und Geschlecht in Hessen im Durchschnitt der Jahre 1904—1907. Ausgestellt von der Grossherzoglich -Hessischen Zentralstelle für Landesstatistik. Diese Tabelle lehrt, dass die Sterblich-

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