Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
- Journal
- Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
- Volume
- 8 (1912)
- Issue
- Heft 5 (Mai 1912)
- Article
- Stand der jüdischen Bevölkerung in Deutschland auf Grund der Volkszählung vom 1. Dezember 1910
- Date
- 1912-05-01
- Page
- Seite 70 (sequence 6)
- Language
- German
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— 70 — Die Gemeinden, welche weniger als 50 betrug 1885 3711, 1895 4098, 1900 4605, Juden zählen, sind am häufigsten in Loth- 1910 5780, hat also in 25 Jahren um 55 Proz. ringen, nämlich fast 78 Proz. Aber auch in j zugenommen. Gegenwärtig wohnt etwas den beiden anderen Bezirken ist der Anteil i mehr als V« aller elsässischen Juden in der Klein-, ja Zwerggemeinden sehr hoch, j Strassburg. Im grossen und ganzen aber In ganz Elsass gibt es nur eine jüdische Ge-; ist die jüdische Bevölkerung in Elsassmeinde mit mehr als 2000 Seelen, nämlich j Lothringen noch überwiegend auf kleine Strassburg, die 1905 511 Juden zählte, j Gemeinden verteilt. Die jüdische Bevölkerung in Strassburg j --- Zur Statistik der üuäen in Bannover. Von Dr. Bruno Blau, Berlin. Die Bedeutung der Statistik für die Zwecke der jüdischen Gemeindeverwaltung, wie sie im Jahrgang 1910, Seite 81 ff. dieser Zeitschrift dargelegt ist, wird auch von den Gemeinden immer mehr erkannt. So hat der Vorstand der Jüdischen Gemeinde zu Berlin einen grösseren Betrag zur Verfügung gestellt, für den zur Zeit im Statistischen Amt der Stadt Berlin die Tabellen Hergestellt werden, die die Grundlage für die vom Bureau für Statistik der Ju d e n zu bearbeitende Statistik der Juden in Berlin bilden sollen. Ferner hat der verdienstvolle Vorsitzende des Vorstandes der Synagogen gemeinde Hannover, Herr Senator LeopoldFischer einige Tabellen hergestellt, welche dem diesjährigen Haushaltsplan der Gemeinde Hannover beigefügt sind. Er will damit „eine erste statistische Basis für die Zukunft schaffen, da er die Führung derartiger Statistiken für erforderlich hält sowohl für Massnahmen der inneren Verwaltung als zwecks etwaiger gegen Staat, Provinz und Kornmune geltend zu machenden Ansprüche für das jüdische Synagogen- und Schulwesen sowie zur Begründung einer etwaigen Abänderung des Landrabbinerwahl - Gesetzes und dergl. mehr/' Wenn wir diese Tabellen hier einer größeren Öffentlichkeit zugänglich machen, so geschieht dies einmal wTegen des Wertes, den die Ergebnisse jener Statistik an sich besitzen und auch deshalb, weil wir hoffen, dass andere Gemeinden dadurch veranlasst werden, auch ihrerseits ähnliche Arbeiten zu unternehmen. Bevor wir die F i sc h e r 'sehen Tabellen zum Abdruck bringen, wollen wir einige historisch ausserordentlich interessante statistische Daten mitteilen, die wir der soeben erschienenen Schrift ,,Kollektanea zur Geschichte der Juden im Hannoverland" von W. Zuckermann (Hannover, Wilh. Riemschneider, 1912) entnehmen. Im Jahre 1700 gab es im Hannoverschen Landesgebiet Schutzjuden in Osterode ....... 7 „ Einbeck ....... 1 ,, Göttingen....... 4 ,, Erichshausen ..... 1 ,, Hameln........ 4 ,, Diepholz . ....... 2 Barnsdorf....... 1 „ Münden ....... 8 Oberschede ...... 1 Neustadt-Hannover ... 7 ,, Lemförde....... 5 ,, Wunstorf....... 3 ,, Lemförde, Grafsch. Diepholz 1 ,, Lauenau ....... 1 Lauenstein....... 3 ,, Lachem........ 1 ,, Herzberg ....... 5 ,, Grohnde........ 1 „ Erichsburg....... 1 „ Ertzen ........ 2 ,, Bodenwerder...... 1 ,, Radolfshausen...... 2 „ Polle......... 2 ,, Moringen....... 1 Stolzenau....... 6 ,, Lütthorst ....... 1 ,, Harzstedt........1 Summa 73