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Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden · 1912-01-01 · Heft 1 (Januar 1912) · p. 1

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Journal
Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
Volume
8 (1912)
Issue
Heft 1 (Januar 1912)
Article
Inhalt
Date
1912-01-01
Page
1 (sequence 1)
Language
German
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Erscheint monatlich. — Abonnementspreis — für das ganze Jahr 6,—M, für das halbe Jahr 3,50 M. f U? * HTM \1S UDQ mmm Herausgegeben vom Bureau für Statistik der Juden Berlin C. 2, An der Spandauerbrücke 15. Zu beziehen durch das Bureau für Statistik der Juden, Berli?? C. 2, An der Spandauerbrücke 15. Begründet von Dr. Arthur Ruppin, — Redigiert von Dr. Bruno Blau. 8. Jahrgang, Januar 1912. fielt No. 1 INHALT: (Die nicht von den Verfassern gezeichneten Artikel sind Arbeiten des Bureaus für Statistik der Juden.) L Abhandlungen. M 2 x G r ü n f e S d t; Wismar: Die Juden in Mecklenburg-Schwerin von 1810—1910. — Dr. oec. publ. Jacob Sc g all, Berlin: Stand der jüdischen Bevölkerung in Deutschland auf Grund der Volkszählung vom 1. Dezember 19i0. II. Bayern. IL Statistisches Archiv. Selstroorde in Preußen i. J. 1909 nach der Konfession. — Städte in Bayern i. j. 191 ö mh mehr als 500 juden, — Zahl der Juden in Württemberg 1910. — Konfessjon der Schüler in den höheren Lehranstalten In Badet: in den jähren 1900/1910. — Zahl der Juden sm GroSherzogtum Baden 1910. — Die Verteilung der Konfessionen im GroSherzogtum Hessen nach dem Ergebnis der Volkszählung vom 1. Dezbr. 1910. — Bevölkerungsbewegung in Rumänien 1909/1910 mit Rückblick bis 1871. Nachdruck der Abhandlungen Ist nur mit besonderer öenehniigung, des übrigen Inhalts nur mit vollständiger Quellenangabe gestattet. eis Juden in Mecklenüiirg-: Von Max Grün Die Juden bewohnten Mecklenburg schon > seit der Mitte des 13. Jahrhunderts. Nach der I wegen angeblicher Hostienschändung erfolgten; Juden Verbrennung zu Sternberg 1492, mußten I sie jedoch das Land verlassen und kehrten in \ dieses erst Ende des 17. Jahrhunderts wieder vereinzelt zurück. Ständig sind sie jedoch ■ erst wieder seit der Mitte des 18. Jahrhunderts in Mecklenburg ansässig, an dessen wirtschaftlicher Entwickelung sie einen nicht unbeträchtlichen Anteil nahmen. Ihre Volkszahl ist allerdings nie sehr bej deutend gewesen. Das Industrie- und ver- kehrsarme Land, das bis zum heutigen Tage j die Fesseln des Ständestaates noch nicht ab- I gestreift hat, war durch diese, sowie durch I die dünne und ehemals arme Bevölkerung, die neben den Stadtbewohnern fast nur aus Großgrundbesitzern und Leibeigenen bestand, ■■ kein Feld wirtschaftlicher Betätigung für die ScüMin von 1810 -1910.,} f e 1 d t, Wismar. Juden, so daß diese sich nicht veranlaßt sahen, sich in größerer Zahl in Mecklenburg niederzulassen. Dazu kam die engherzige, noch ganz in den Vorstellungen des Mittelalters lebende Gesetzgebung, die jeder freien wirtschaftlichen Betätigung abhold war und in die erst durch den Anschluß Mecklenburgs an den Norddeutschen Bund Bresche gelegt wurde. In den wirtschaftlich bedeutendsten Städten Bostock und Wismar, war den Juden auf Grund alter Privilegien, auch nachdem sie bereits im ganzen Lande das Niederlassungsrecht hatten, der dauernde Aufenthalt verboten. Erst das Freizügigkeitsgesetz des Norddeutschen Bundes von 1867 änderte diesen Zustand. l) D:e Einwohnerzahlcq des Landes und der Gemeinden sind den Veröffentlichungen des Großherzog' liehen Statistischen Amtes entnommen, soweit nichts anderes bemerkt, ist.

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