Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
- Journal
- Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
- Volume
- 4 (1908)
- Issue
- Heft 12 (Dezember 1908)
- Article
- Die Eheschließungen im Jahre 1906
- Date
- 1908-12-01
- Page
- Seite 190 (sequence 2)
- Language
- German
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— 190 — Eheschließungen fanden statt in: Mann und Frau jüdisch Mann jüd., Frau Frau jüd., Manu Ä i CO 1 'rt 1 "o QL Ö Ü <u katholisch sonst ehr. j sonst, oder j unb'ek. Bek evangelisch 'S w O -q ■+-> CS M sonst. <-.hrist sonst, oder unbek. Bek. Ostpreußen 93 1 _, _ 2 Westpreußen 123 — — — — 6 - „— — Stadt Berlin . - 626' 119 17 7 _ 107 11 7 l Brandenburg 260 53 6 5 l 38 1 6 — Pommern » 41 6 1 — — 5 -— - — Posen ...... 225 —- — — _ — 3 - — Schlesien .... 321 10 10 -- — 16 7 1 — 40 10 — 1 — 6 - 1 — Schleswig - Holst 16 8 — -- — 8 2 — — Hannover .... 79 5 2 - _ 6 1 '- l Westfalen .... 178 4 3 — 9 5 - — Hessen-Nassau 367 18 10 2 — 13 9 2 — Rheinland ... 368 8 15 — — 17 21 4 — Hohenzollern 2 — —■ .— — - -- - — Königr, Preussen 2739 272 64 15 l 233 60 21 2 408 10 9 .— — 5 8 1 — Königr. Sachsen 59 18 JL 2 — n t 2 - 1 Württemberg 122 3 l — l 2 2 -- — 180 7 2 — i 6 4 - — 178 6 3 — — 5 1 - i Mecklbg.- Schwer. 6 1 — Großh, Sachsen 11 — — ~~ 1 - — Mecklbg. - Strelitz 1 — — — 1 — _ — Oldenburg * 12 1 — — — 1 — - — Braunschweig 6 3 - — — 2 1 - — Sachsen - Meining, 9 — — — — — — — — Sachs.- Kob,-Goth. 5 — — — — — -. — 7 1 — — — 2 — - — 4 1 — — — — — _ — 5 3 1 — — 3 — -- — Hamburg..... 97 30 2 1 2 24 2 - 1 Elsaß - Lothringen 209 3 4 — — 5 11 - — Uebr. deutsch* Staaten 22 _ — — — - — — Deutsches Reich 1906 4080 330 87 18 .5 297 »1 22 5 1905 3905 361 74 14 9 255 85 16 5 1904 4001 316 74 16 6 256 74 5 1 1903 3831 279 68 11 5 218 70 13 4 1902 3925 244 75 8 4 217 63 11 4 1901 3878 258 67 13 4 222 76 16 2 und christlicher Frau fanden 440, zwischen jüdischer Frau und christlichem Mann 415 Eheschließungen im Jahre 1906 statt Die meisten der jüdisch-christlichen Mischehen werden in Berlin mit seinen Vororten ge schlössen. Sie betrugen im Jahre 1906 379, d. s. 44,33 % aller Mischehen. Ce'ipzig. Die BeirölkerungsbeiBegiing der Juden in Ceipzig 1907, Das rührige statistische Amt der Stadt Leipzig versendet unter dem Titel „Der BevölkerungsWechsel in der Stadt Leipzig im Jahre 1907" ein mittelst Steindrucks hergestelltes Heft, welches berlits eine große Zahl von Tabellen für das Jahr 1907 enthält Daraus entnehmen wir folgende Daten: Geboren wurden aus rein jüdischen Ehen 185 Kinder. 95 Knaben und 90 Mädchen. Jüdisch-christlichen Mischehen sind 6 Knaben und 4 Mädchen entsprossen: und zwar sind 7 Kinder (5 männliche und 2 weibliche) aus Ehen zwischen jüdischem Väter und christlicher Mutter und 3 Kinder (1 männliches und 2 weibliche) aus Ehen zwischen christlichem Vater und jüdischer Mutter hervorgegangen. Es wurden 36 rein jüdische Ehen und 8 Mischehen geschlossen; von den Mischehen wurden sechs zwischen einem jüdischen MatiA und einer evangelisch-lutherischen Frau, je eine zwischen einem evangelisch*lutheri$chen Mann und einer jüdischen Frau und zwischen einem katholisch-apostolischen Mann und einer jüdischen Frau geschlossen. Gestorben sind 93 Juden, 57 männliche und 36 weibliche; darunter befanden sich 24 im Alter unter 15 Jahren. Gaiizien, Chefchddungeii in Güifzien. Im „Podrecznik Statystyki Galicyi* (Handbuch der Statistik Galiziens), herausgegeben vom Statistischen Landesamt unter Redaktion des Dr. Tadeusz Pilat (Tom VIII, Teil 2\ 1908, werden die Daten über Ebetrennungen und -Scheidungen in Galizien für die Jahre 1901 und 1903 mitgeteilt. Danach wurden 1901 11, 1903 13 Ehen im Einverständnis beider Gatten und 29 bezw. 24 auf gerichtlichem Wege getrennt. Die Zahl der Scheidungen betrug 1901 23, 1903 33, Ungültigkeitserklärungen von jüdischen Ehen kamen in beiden Jahren nicht vor. N. W. GütiziCfi. Die israelififchen Gemeinden Galiziens im Jahre 1904. Im Podrecznik Statystyki Qalicyi (Handbuch der Statistik Galiziens), herausgegeben vom Statistischen Landesamt unter Redaktion des Dr. Tadeusz Pilat (Tom. VIII, Teil 1), 1908, finden sich nach dem Ausweis der k. k. Statthalterei folgende Daten über die israelitischen Kultusgemeinden Galiziens Im jähre 1904. Ihre Zahl betrug 253. Mitglieder derselben war «460 Personen (gegen 811183 im Jahre 1900), von denen jedoch nur 89522 zu Steuerleistungen herangezogen werden konnten. Es gab 249 Rabbiner, also ungefähr ebenso viel als Kuitusgemeinden, und außerdem 1419 andere Funktionäre für den Kultus. Die Zahl der Synagogen belief sich auf 457 öffentliche und 332 private. Daneben wurden 1393 Bethäuser gezählt. Als Anstalten der gallischen Kultusgemeinden sind 749 Chedarim, 82 Talmud- Thoraschulen, 31 Spitäler, 35 Altersversorgungs- und Siechenhäuser und 697 Anstalten anderen Charakters genannt. Von den konfessionellen Schulen waren 47 mit dem Oeffentlichkeitsrecht ausgestattet, 38 nicht. Zur Führung der Matrikeln waren 241 Personen mit 153 Vertretern bestellt Für das Berichtsjahr waren im Jahre 1903 2688228,07 Kronen Einnahmen und 2883158,37 Kronen Ausgaben veranschlagt worden. n w.