Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
- Journal
- Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
- Volume
- 4 (1908)
- Issue
- Heft 12 (Dezember 1908)
- Article
- Inhalt
- Date
- 1908-12-01
- Page
- 177 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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V^z Erscheint monatlich. — Abonnementspreis — für das ganze Jahr 6,—JVL für das halbe Jahr 3,50 M. liliiiliiin. Süil Herausgegeben vom Bureau für Statistik der Juden Berlin-Halensee, Ringbahnstrasse 128. u.yi&s Zu beziehen durch das Bureau für Statistik der Juden, Berlin-Haiensee, Johann Sigismundstr. 3. Redigiert von Dr. Arthur Ruppin und Dr. Bruno Blau. 4. Jahrgang. Dezember 1908. Heft N(h 12, INHALT: (Die nicht von den Verfassern gezeichneten Artikel sind Arbeiten des Bureaus für Statistik der Juden.) I. Abhandlungen. Dr., Maurice Fishberg, New-York : Die angebliche Rassen-Immunität der Juden. — Dr. Arthur Ruppin, Jaffa : Altersgliederung und Gebrechliche in Rumänien. II. Statistisches Archiv. Die Eheschließungen im Jahre 1906 in Deutschland, — Die Bevölkerungsbewegung der Juden in Leipzig 1907. — Ehescheidungen in Galizien, — Die israelitischen Gemeinden in Gaiizien im im Jahre 1904. — Zur jüdischen Irrenstatistik. — Jahresbericht der Jewish Colonization Association für 19078 — Jahresbericht der Alliance israete Universelle für 1907, III. Literatur. Salomon A. Rosanes: Geschichte der Juden in der Türkei vom Jahre 1300—1520. Nachdruck der Abhandlungen ist nur mit besonderer Genehmigung des übrigen Inhalts nur mit vollständiger Quellenangabe gestattet. Sie angebliche Rassen Von Dr. Maurice Fi Die äußeren Krankheitsursachen — wie Klima, Bodenbeschaffenheit, Kleidung und Lebensgewohnheiten, der Kulturzustand, der in dem allgemein-hygienischen Verhalten von Mensch, Wohnung und Stadt zum Ausdruck kommt — sind alle mehr oder weniger gründlich von den modernen Pathologen untersucht worden. Man weiß heute, daß kontagiöse und infektiöse Krankheiten sich am leichtesten unter den Armen, Schlechtgenährten und Unwissenden ausbreiten, während die wirtschaftlich und kulturell Höherstehenden bei Epidemien mehr oder weniger verschont bleiben. Man weiß ferner, daß gewisse Krankheiten ein besonderes Milieu für ihre Entwicklung und Weit er Verbreitung brauchen: Malaria findet sich meist in feuchten und sumpfigen -Immunität der Juden. shberg, New-York. Gegenden mit zahlreichen Mücken, und die Tuberkulose sucht sich ihre meisten Opfer unter den Armen, die in überfüllten Wohnungen hausen, und unter den Personen, die in staubigen Mühlen und Werkstätten arbeiten. Aber nach Abzug dieser und anderer äußerer Krankheitsursachen bleiben doch noch gewisse innere Faktoren, die eine Bevölkerung entweder besonders empfänglich oder immun gegen bestimmte Krankheitsprozesse machen. Früher waren die Ärzte geneigt, diese Unterschiede in der Empfänglichkeit gegen Krankheiten auf Temperamentsunterschiede der einzelnen Personen oder Völker zurückzuführen. Die modernen Pathologen scheiden das Temperament als Faktor aus der Ätiologie der Krankheiten aus und erklären die Ver-